Paderborner Squash Club
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31. Deutsche Squash Einzelmeisterschaften
vom 25. bis 29. Januar 2006 in Mülheim
 

Pressemitteilung 28.01.2006

31. Deutsche Squash-Einzelmeisterschaften
vom 25. bis 29. Januar 2006

Favoritensterben geht weiter: Baker und Schoor im Finale

Rösner scheitert an Schoor und eigenen Nerven – Damenendspiel Berière gegen Witt
 

Wer hätte das gedacht? Am Freitagabend waren sich noch die meisten Zuschauer sicher, mit Simon Rösner (Paderborner SC) den Finalisten, wenn nicht gar Deutschen Meister, gesehen zu haben. Doch Jens Schoor (Black & White Worms) machte bei diesem Spiel nicht mit. So steht er am Sonntag im Finale. Sein Kontrahent dagegen ist erwartungsgemäß der Stuttgarter Simon Baker. Anders als Rösner, der mit seinen Nerven kämpfte, hatte Baker den Marburger André Haschker im Griff. Bei den Damen endete der Durchmarsch von Pamela Hathway. Sie unterlag Katharina Witt (1. SC Bordesholm) und trifft auf die Titelverteidigerin Karin Berière (CW Bonn/Mülheim), die Kathrin Rohrmüller (Squash-Insel Taufkirchen) besiegte.

Eines steht jetzt schon fest: Die 31. Deutschen Einzelmeisterschaften werden als die mit den größten Überraschungen in die Annalen der Squashgeschichte eingehen. Kein Tag verging, ohne dass einer der vermeintlichen Favoriten aus dem Rennen schied. So stehen am Sonntag zwei absolute „Nobodys“ im Endspiel – zumindest was ihre Meisterschaftserfahrungen anbelangt.

Ein alter Hase im Squash ist Simon Baker (Sport-Insel Stuttgart). Der 32-Jährige steht nun vor dem größten Erfolg seiner Karriere. Erst im Mai 2005 erlangte er die deutsche Staatsbürgerschaft. Nun greift der gebürtige Australier schon nach dem Meistertitel. Baker legte gegen den 22 Jahre alten André Haschker (Skwosch-Frösche Marburg) los wie die Feuerwehr. Hoch konzentriert spielte er sein Spiel – technisch ausgereift, lange Ballwechsel gespickt mit überraschenden Stopps. Alles sah schon nach einem schnellen Dreisatzerfolg aus, aber im dritten Durchgang verlor Baker die Konzentration und die Kontrolle über das Spiel. Haschker verkürzte und die Zuschauer feuerten den Underdog an. Doch im vierten Satz übernahm der Stuttgarter wieder das Kommando und holte sich Satz und Sieg mit 11:4.

Haschker zollte anschließend dem Gegner Respekt: „Ich habe versucht, ihn nicht ins Spiel kommen zu lassen, aber das ist nicht gelungen.“ Simon Baker blickte schon voraus aufs Finale, in dem er auf Jens Schoor trifft. Er attestierte dem jungen Wormser eine erstklassige Leistung im Halbfinale.

Zu Recht: Kaum jemand hätte auf den 18-jährigen Schoor gewettet. Zu übermächtig schien Simon Rösner nach seinen überzeugenden Vorstellungen der vergangenen Tage bei dieser Meisterschaft. „Jens liegt mir nicht mit seinem Spiel, ich habe mich schon immer gegen ihn schwer getan“, gestand er hinterher im Interview. Hinzu kam sicher noch der Druck des Gewinnenmüssens als Favorit. So spielte der Bayer in Diensten des Paderborner SC von Anfang an verkrampft, machte viele leichte Fehler und verlor den ersten Satz. Nach dem Satzausgleich glaubten die Zuschauer an die Wende, doch das Gegenteil trat ein, Rösner verkrampfte eher noch mehr und Schoor brillierte mit glänzenden Volleystopps, machte das Spiel schnell und hatte auch in einigen Situationen das Glück auf seiner Seite. Mit einem Freudenschrei ging er nach Ende des vierten Satzes als Sieger aus dem Court. „Ich habe in den Pausen die richtigen Tipps erhalten und konnte sie umsetzen “, konstatierte Schoor nach seinem Erfolg. Auch für das Finale hat Schoor wohl den leichteren Part, denn trotz seines Sieges bleibt Simon Baker der Favorit.

Bei den Damen war am Samstag Schluss mit den Überraschungen. Im ersten Satz düpierte die junge Pamela Hathway (SC Deisenhofen) noch die hohe Favoritin Katharina Witt. Dann aber war Schluss mit lustig und die Bordesholmer Erstligaspielerin erspielte sich Punkt um Punkt und gewann verdient in vier Sätzen.

Gegnerin am Sonntagnachmittag, 14 Uhr, im Finale ist Karin Berière, die durch dieses Turnier marschiert, als wäre es für sie gemacht. Die Titelverteidigerin war von der ersten Minute an präsent, ließ Gegnerin Kathrin Rohrmüller keine Minute zum Luftholen und gewann mit 9:4 und 9:2 die ersten beiden Sätze klar. Erst im dritten Satz, wohl auch schon im Bewusstsein des sicheren Sieges, wurde sie unkonzentrierter und so gestaltete sich der Satz offen. Zum Schluss waren es dann aber wieder ihre Cleverness und Ruhe, die den Satz- und Matchgewinn sicherten.

So sind für Sonntag die Rollen klar verteilt. Haushohe Favoritin ist die 32-jährige in Österreich lebende Karin Berière – Katharina Witt dürfte sich aber in der Außenseiterposition durchaus wohlfühlen.


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Bernd Ruof (Pressesprecher)
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