Nach einer langen
Bundesligasaison wird es am kommenden Wochenende ernst für die Herren des
Paderborner Squash Club. Als Tabellenzweiter hat man sich souverän für die
in Böblingen stattfindende Endrunde um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft
der besten vier Teams qualifiziert und wird versuchen, nach der
Vize-Meisterschaft des Vorjahres, diese um einen Platz zu verbessern.
Gespielt wird sowohl bei den Herren und Damen in Böblingen, begonnen wird am
Freitag mit den Halbfinals der Damen zwischen Bonn/Mülheim (mit Simone
Leifels) gegen Taufkirchen, danach findet dann die Begegnung Bordesholm
gegen Gerlingen statt. Das 1. Halbfinale der Herren beginnt am Samstag um
14.00 Uhr mit der Begegnung Bonn/Mülheim gegen Koblenz sowie dann ab ca.
18.00 Uhr mit der Begegnung Paderborn gegen Gastgeber Stuttgart. Am Sonntag
dann die Finalspiele der Damen um 11.00 Uhr, die Herren folgen ab 15.00 Uhr.

Mit Paderborn und Bonn/Mülheim haben sich erwartungsgemäß die beiden besten
deutschen Mannschaften der letzten drei Jahre, sie standen jeweils im
Endspiel gegeneinander, für die Halbfinals qualifiziert, in diesem Jahr
dabei der langjährige Dauerrivale Koblenz sowie erstmals die Sport Insel
Stuttgart mit einem starken Team.
Hatte in den Jahren 2002 und 2003 der Paderborner SC die Nase vorn,
triumphierte im letzten Jahr in Gerlingen Bonn/Mülheim und wurde erstmals
Deutscher Mannschaftsmeister. Nach der Papierform ist eine Titelverteidigung
auch in diesem Jahr durchaus möglich. Der Sieger qualifiziert sich zudem für
den Europapokal der Landesmeister im September 2005 in Paderborn, wo der PSC
als Titelverteidiger bzw. als Gastgeber bereits nominiert ist.
Das PSC-Team reist am Freitagmittag mit gedämpftem Optimismus nach
Böblingen, hat doch die lange Saison Spuren hinterlassen und eine Reihe von
Spielern ist mit leichten Blessuren behaftet. Im Aufgebot des PSC dabei
Peter Nicol, der seine Mannschaft natürlich zum Titelgewinn führen will.
Peter hat in den letzten Wochen durchweg gute Resultate erzielt, musste aber
wegen einer Daumenverletzung an der Schlaghand beim letzten großen Turnier
in London aufgeben und hofft bis zu den Halbfinalspielen wieder entsprechend
fit zu sein. Weiterer Spitzenspieler im Kader des PSC ist James Willstrop,
ein Einsatz ist derzeit noch nicht gesichert. Mit dabei ebenfalls Ben Garner
sowie Tim Garner als Coach des Herren-Teams. Ebenfalls im Aufgebot Lars
Harms, der Deutsch-Schweizer in Diensten des PSC sowie Stefan Leifels, der
turbulente Tage hinter sich hat und dessen Konzentration jetzt der maximalen
Leistung für Böblingen gilt. Dies gilt ebenso für Lars Osthoff und Edgar
Schneider, die sowohl in Dublin als auch in Regensburg teilweise gute
Ansätze zeigten und hoffentlich zum Saisonhöhepunkt beste Leistungen bringen
können. Weiter noch im Aufgebot Felix Lobert und Lennart Osthoff sowie
Physio Guido Krüger, der mit seiner Unterstützung die entsprechenden
Rahmenbedingungen für das Team setzen will.
Gegner am Samstag ist die Sport Insel Stuttgart, die sich letztendlich
sicher als Tabellendritter für die Play Off’s qualifizieren konnten. Mit dem
französischen Top 12 Spitzenspieler Gregory Gaultier ist man auf der
Spitzenposition bestens besetzt, alternativ steht der australische
Spielertrainer Simon Baker zur Verfügung. Ein aufstrebendes Ass ist Patrick
Gässler, der sich in dieser Saison immerhin bis auf Rang 3 der Deutschen
Rangliste vorgespielt hat. Weiter im Team die nicht zu unterschätzenden
Dennis Drenjovski und Manuel Fistonic, als erster Ersatz steht Nico
Limmeroth dem Team zur Verfügung. Vor heimischer Kulisse will Stuttgart dem
PSC-Team einen heißen Tanz bieten und den Einzug in das Finale selbst
erreichen.
Im anderen Halbfinale geht Bonn/Mülheim leicht favorisiert ins Rennen,
insbesondere David Palmer, der Weltmeister sollte auf der Position 1 eine
Bank sein, auch Oliver Post hat zuletzt gezeigt wie stark er u.a. im
Nationalteam einzuschätzen ist. Von Oliver Pettke ist bekannt, dass gerade
zu Mannschaftsmeisterschaften er immer in Topform ist. Auf Seiten der
Koblenzer wird der Australier Joe Kneipp ins Rennen geschickt, dahinter dann
die spielstarken Hansi Seestaller, Guido Kirschbaum und Uwe Peters.
Eine spannende Meisterschaft in Böblingen, das Team welches am besten ohne
Verletzungen und Blessuren über die Runden kommen wird, hat beste Chancen
die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Squash zu erringen. Der PSC und
seine Fans gehen wie gesagt mit gedämpftem Optimismus an den Start, die
Mannschaftsaufstellung fürs Halbfinale wird nach den letzten
Trainingseindrücken am Samstag-morgen festgelegt.
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