Paderborner Squash Club
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Vorbericht Deutsche Mannschaftsmeisterschaften 16. und 17. Mai 2008
Krefeld Schauplatz der diesjährigen Deutschen Mannschaftsmeisterschaften

 


Nach Beendigung der Squash Bundesliga mit Hin- und Rückrunde haben sich vier Herrenmannschaften und zwei Damenmannschaften für die entscheidenden Spiele im Kampf um die Deutsche Mannschafts-meisterschaft, ausgetragen am kommenden Wochenende in Krefeld qualifiziert. Nach den Deutschen Einzelmeisterschaften findet auch die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft in Nordrhein Westfalen in der „Turnhalle Krefeld“, einem multifunktionalen Squash Center, statt. Gespielt wird am Freitag ab 14.00 Uhr mit dem 1. Herren-Halbfinale zwischen Black & White Worms und dem Schängel SC Koblenz, bevor dann gegen 18.30 Uhr der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister und Europapokalsieger Paderborner Squash Club auf die Sport Insel Stuttgart trifft. Am Samstag dann ab 11.00 Uhr dann das Damenfinale zwischen dem bayrischen Team aus Deisenhofen und Titelverteidiger Bordesholm. Gegen 15.00 Uhr dann das mit Spannung erwartete Herrenfinale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft.



Der Paderborner Squash Club hat die Hin- und Rückrunde der Bundesliga mit sagenhaften 36:0 Punkten abgeschlossen, was sicherlich auf der einen Seite die Favoritenbürde bedeutet, zum anderen aber kein Freibrief für den Titel ist. Insbesondere an einem Wochenende werden die Karten, das hat die Vergangenheit oftmals bewiesen, neu gemischt und alle vier Mannschaften machen sich berechtigte Chancen auf den Titel.

Die PSC-Verantwortlichen haben bislang die Mannschaft für die Titelkämpfe bestens präpariert, wenn auch hinter dem Einsatz ihres Stars Ramy Ashour noch ein Fragezeichen besteht. Die bisherige Saison wurde oft in wechselnder Aufstellung glänzend absolviert, insbesondere Simon Rösner und Stefan Leifels aber auch die anderen waren Garanten, das jede Mannschaft der Bundesliga bislang zweimal geschlagen wurde. Eine seltene Leistung mit 36:0 Punkten in die Play Off’s zugehen und in den letzten 15 Jahren von keiner Mannschaft erreicht.

Die Ausländerposition ist an diesem Wochenende grundsätzlich für den 20jährigen Ägypter Ramy Ashour reserviert. Der Weltranglistenzweite erreichte zuletzt bei den Kuwait Open das Endspiel, musste aber vor wenigen Tagen bei den British Open wegen einer erneut aufgetretenen Verletzung kürzer treten und verlor im Achtelfinale gegen den malaysischen Spitzenspieler Azlan Iskandar. Norman Farthing und Physio Guido Krüger hoffen natürlich ihren Schützling für das Halbfinale am Freitag gegen Stuttgart wieder fit zu bekommen, ansonsten steht auch der Spanier Borja Golan, der unter der Woche noch ein Weltranglistenturnier in Brasilien spielte, für die Spitzenposition zur Verfügung. Ebenfalls mit in Krefeld dabei der langjährige Spieler und mittlerweile parallel auch als Teamcoach agierende Tim Garner, der mit seiner Erfahrung wichtige Impulse für das Team setzt. Die deutsche Spitzenposition inne hat Simon Rösner, vor kurzem Deutscher Einzelmeister geworden und auch auf der Position Nr. 1 der deutschen Nationalmannschaft beim 4. Platz in Amsterdam erfolgreich. Stefan Leifels ist die große Hoffnung auf Position 3, der amtierende Deutsche Vizemeister präsentierte sich zuletzt in guter Form und nutzte die letzten Tage noch zur Verbesserung der Spielpraxis in Schweden. Der beste Vierer der Liga will bleiben Lars Osthoff, der mit seinen beiden letztjährigen Auftaktsiegen mit maßgeblichen Erfolg beim 5. Meistertitel in Bremen hatte. Er spielt an Position 4 bzw. desweiteren stehen Oliver Post, Lennart Osthoff und ggf. Friedrich Scheel bzw. Marco Beer dem Kader zur Verfügung. Die PSC-Verantwortlichen haben natürlich Respekt vor den anderen Teams, aber bei solch einer Bundesliga Saison kann das Ziel nur Verteidigung des Deutschen Mannschaftstitels sein.

Gegner Stuttgart am Freitag will sich mit dem französischen Weltranglisten Topmann Gregory Gaultier präsentieren, der zuletzt wieder starke Leistungen bei den Weltranglistenturnieren und der Europameisterschaft zeigte. Die deutsche Spitzenposition inne hat Nationalspieler Patrick Gässler ebenfalls wie Moritz Dahmen an der Position 3 Teammitglied der deutschen Nationalmannschaft in Amsterdam. Gässler gegen Rösner und Leifels gegen Dahmen, zwei hochinteressante Duelle bereits im Halbfinale. Auf der Position 4 steht Teammanager Arno Limmeroth Jan-Ole Bleil, Dennis Drenjovski und Manuel Fistonic zur Verfügung, es bleibt abzuwarten wer gegen Lars Osthoff oder Oliver Post gesetzt wird. Das Stuttgarter Team brennt auf Revanche, hat es doch im letzten Jahr in einer ersten Auflage des Halbfinales klar gegen das PSC-Team verloren.

Im anderen Halbfinale ist dieses ebenfalls sehr offen, nach Einschätzung der Fachleute gilt Worms als leichter Favorit, wenn David Palmer bzw. Amr Shabana auf der Spitzenposition dabei ist. Das Plus der Koblenzer liegt sicherlich in der starken Nr. 4 mit Nationaltrainer Oliver Pettke, der zuletzt gezeigt hat, dass er auf dieser Position nur schwer zu bezwingen ist.

Vier starken Mannschaften, spannende Spiele, Krefeld darf sich auf eine spannende Deutsche Mannschaftsmeisterschaft freuen, neben Paderborn, das sich als amtierender Europapokal Sieger bereits für den Wettbewerb im September im österreichischen Linz qualifiziert hat, geht es neben der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft auch um einen Platz beim Europapokal.