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Nach Beendigung der Squash Bundesliga mit Hin- und Rückrunde haben sich vier
Herrenmannschaften und zwei Damenmannschaften für die entscheidenden Spiele
im Kampf um die Deutsche Mannschafts-meisterschaft, ausgetragen am kommenden
Wochenende in Krefeld qualifiziert. Nach den Deutschen Einzelmeisterschaften
findet auch die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft in Nordrhein Westfalen in
der „Turnhalle Krefeld“, einem multifunktionalen Squash Center, statt.
Gespielt wird am Freitag ab 14.00 Uhr mit dem 1. Herren-Halbfinale zwischen
Black & White Worms und dem Schängel SC Koblenz, bevor dann gegen 18.30 Uhr
der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister und Europapokalsieger Paderborner
Squash Club auf die Sport Insel Stuttgart trifft. Am Samstag dann ab 11.00
Uhr dann das Damenfinale zwischen dem bayrischen Team aus Deisenhofen und
Titelverteidiger Bordesholm. Gegen 15.00 Uhr dann das mit Spannung erwartete
Herrenfinale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft.

Der Paderborner Squash Club hat die Hin- und Rückrunde der Bundesliga mit
sagenhaften 36:0 Punkten abgeschlossen, was sicherlich auf der einen Seite
die Favoritenbürde bedeutet, zum anderen aber kein Freibrief für den Titel
ist. Insbesondere an einem Wochenende werden die Karten, das hat die
Vergangenheit oftmals bewiesen, neu gemischt und alle vier Mannschaften
machen sich berechtigte Chancen auf den Titel.
Die PSC-Verantwortlichen haben bislang die Mannschaft für die Titelkämpfe
bestens präpariert, wenn auch hinter dem Einsatz ihres Stars Ramy Ashour
noch ein Fragezeichen besteht. Die bisherige Saison wurde oft in wechselnder
Aufstellung glänzend absolviert, insbesondere Simon Rösner und Stefan
Leifels aber auch die anderen waren Garanten, das jede Mannschaft der
Bundesliga bislang zweimal geschlagen wurde. Eine seltene Leistung mit 36:0
Punkten in die Play Off’s zugehen und in den letzten 15 Jahren von keiner
Mannschaft erreicht.
Die Ausländerposition ist an diesem Wochenende grundsätzlich für den
20jährigen Ägypter Ramy Ashour reserviert. Der Weltranglistenzweite
erreichte zuletzt bei den Kuwait Open das Endspiel, musste aber vor wenigen
Tagen bei den British Open wegen einer erneut aufgetretenen Verletzung
kürzer treten und verlor im Achtelfinale gegen den malaysischen
Spitzenspieler Azlan Iskandar. Norman Farthing und Physio Guido Krüger
hoffen natürlich ihren Schützling für das Halbfinale am Freitag gegen
Stuttgart wieder fit zu bekommen, ansonsten steht auch der Spanier Borja
Golan, der unter der Woche noch ein Weltranglistenturnier in Brasilien
spielte, für die Spitzenposition zur Verfügung. Ebenfalls mit in Krefeld
dabei der langjährige Spieler und mittlerweile parallel auch als Teamcoach
agierende Tim Garner, der mit seiner Erfahrung wichtige Impulse für das Team
setzt. Die deutsche Spitzenposition inne hat Simon Rösner, vor kurzem
Deutscher Einzelmeister geworden und auch auf der Position Nr. 1 der
deutschen Nationalmannschaft beim 4. Platz in Amsterdam erfolgreich. Stefan
Leifels ist die große Hoffnung auf Position 3, der amtierende Deutsche
Vizemeister präsentierte sich zuletzt in guter Form und nutzte die letzten
Tage noch zur Verbesserung der Spielpraxis in Schweden. Der beste Vierer der
Liga will bleiben Lars Osthoff, der mit seinen beiden letztjährigen
Auftaktsiegen mit maßgeblichen Erfolg beim 5. Meistertitel in Bremen hatte.
Er spielt an Position 4 bzw. desweiteren stehen Oliver Post, Lennart Osthoff
und ggf. Friedrich Scheel bzw. Marco Beer dem Kader zur Verfügung. Die
PSC-Verantwortlichen haben natürlich Respekt vor den anderen Teams, aber bei
solch einer Bundesliga Saison kann das Ziel nur Verteidigung des Deutschen
Mannschaftstitels sein.
Gegner Stuttgart am Freitag will sich mit dem französischen Weltranglisten
Topmann Gregory Gaultier präsentieren, der zuletzt wieder starke Leistungen
bei den Weltranglistenturnieren und der Europameisterschaft zeigte. Die
deutsche Spitzenposition inne hat Nationalspieler Patrick Gässler ebenfalls
wie Moritz Dahmen an der Position 3 Teammitglied der deutschen
Nationalmannschaft in Amsterdam. Gässler gegen Rösner und Leifels gegen
Dahmen, zwei hochinteressante Duelle bereits im Halbfinale. Auf der Position
4 steht Teammanager Arno Limmeroth Jan-Ole Bleil, Dennis Drenjovski und
Manuel Fistonic zur Verfügung, es bleibt abzuwarten wer gegen Lars Osthoff
oder Oliver Post gesetzt wird. Das Stuttgarter Team brennt auf Revanche, hat
es doch im letzten Jahr in einer ersten Auflage des Halbfinales klar gegen
das PSC-Team verloren.
Im anderen Halbfinale ist dieses ebenfalls sehr offen, nach Einschätzung der
Fachleute gilt Worms als leichter Favorit, wenn David Palmer bzw. Amr
Shabana auf der Spitzenposition dabei ist. Das Plus der Koblenzer liegt
sicherlich in der starken Nr. 4 mit Nationaltrainer Oliver Pettke, der
zuletzt gezeigt hat, dass er auf dieser Position nur schwer zu bezwingen
ist.
Vier starken Mannschaften, spannende Spiele, Krefeld darf sich auf eine
spannende Deutsche Mannschaftsmeisterschaft freuen, neben Paderborn, das
sich als amtierender Europapokal Sieger bereits für den Wettbewerb im
September im österreichischen Linz qualifiziert hat, geht es neben der
Deutschen Mannschaftsmeisterschaft auch um einen Platz beim Europapokal.
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