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Paderborner Squash Club |
1. Bundesliga Damen Meisterrunde 1999/2000
Zusammenfassung 14. und 15. Spieltag:
Gratulation an Play-Off Rackets Herford! Die Deutsche Squash Liga hat einen neuen Mannschaftsmeister bei den Damen. Nach zweijähriger Dominanz des Gütersloher SC haben die Konkurrenten aus der ostwestfälischen Nachbarschaft heuer den Titel geholt. Und dies zu Recht, denn über die ganze Saison waren die Herforder Damen einfach konstanter und damit besser. Ihr Meisterstück machten sie jedoch am Samstag im direkten Vergleich mit dem alten Meister GSC. 4:0 gewannen sie in der Höhle des Löwen. Ein in dieser Höhe selbst von Peter Langhammer und Rolf-Dietmar Witt, den beiden Vätern der Erfolges, nicht erwarteter Sieg. Den Auftakt machte Silke Bartel, die wegen ihrer Nervenstärke den Vorzug vor Katharina Witt erhielt. Sie deklassierte Nadine Seemann in drei Sätzen ganze acht Punkte überließ sie der Nummer 18 der Deutschen Rangliste. Karin Beriere als Nummer 3 hatte dann etwas mehr Mühe, Simone Korell in vier Sätzen zu bezwingen. Da die Australierin Sarah Fitz-Gerald wegen einer Kniereizung nicht spielen konnte, kam auf Position 2 die frühere englische Nationalspielerin Fiona Geaves zum Einsatz. Sie hatte schwer zu kämpfen, ehe die deutsche Nationalspielerin Daniela Grzenia bezwungen war. Damit stand der Sieg und praktisch die Meisterschaft schon fest. Was für ein Jubel bei den Mädchen. Sabine Schöne, 13-fache Deutsche Meisterin und in blendender Form setzte dann das i-Tüpfelchen drauf: Sie bezwang die ehemalige Top-10-Spielerin Jane Martin (England), da Linda Charman, derzeit die US-Tour spielt. "Dass wir so deutlich gewinnen würden, hätte ich nie gedacht", erzählt Rolf-Dietmar Witt, Chef der Play-Off-Rackets Herford. "Entscheidend waren der starke Start von Silke Bartel und dass Karin Beriere gegen Simone Korell sich trotz des verlorenen dritten Satzes hat nicht aus der Ruhe bringen lassen", so Witt. "Am Sonntag haben wir dann alles perfekt gemacht. Das 4:0 gegen SC Radolfzell war die Kür". Am Abend wurde dann noch in Rolf-Dietmar Witts Heimatstadt Bünde gebührend gefeiert. Hoffentlich hat er den Geldbeutel wiedergefunden, den er in der Hektik der Meisterschaft mit Siegestaumel und Interviews für Radio und Printmedien verloren hat. Für Herford war es nun der 2. Mannschaftstitel, doch es soll nicht der letzte sein.
Die Begegnungen des 15. Spieltages am Sonntag:
Paderborner SC - Gütersloher SC 3:1
Zum Muster ohne Wert verkam das Ostwestfalen-Derby zwischen Paderborn und Gütersloh, denn kam jemand glaubte ernsthaft, dass die Herforder vor heimischem Publikum gegen den Tabellenletzten sich würden die Butter vom Brot nehmen lassen. Beim GSC ließ man begreiflicherweise die Köpfe etwas hängen und die Motivation fehlte So hatte Simone Leifels gegen Carola Weiss leichtes Spiel und gewann in drei Sätzen. Mehr Widerstand leistete Simone Korell der PSC-Spielerin Ina Meine. Erst im fünften Satz gab sie sich geschlagen. Im Duell der beiden Damen hinter Sabine Schöne in Deutschland unterstrich Sabine Baum erneut, dass sie momentan in glänzender Verfassung ist. Sie siegte über Daniela Grzenia in drei Sätzen und gab ganze acht Punkte ab. Einzig Jane Martin, die sich aus der Worldtour der Squasherinnen zurückgezogen hat, demonstrierte gegen die Australierin Rachel Grinham, immerhin Nummer 5 der Welt, dass sie noch nichts verlernt hat. In drei Sätzen schlug sie die Paderborner Nummer 1, die an diesem Wochenende Cassie Campion vertrat. Der PSC schaffte durch zwei Siege an diesem Wochenende damit noch den Vizemeistertitel im nächsten Jahr soll es etwas mehr werden.
OBB Neumarkt - Dasa SG Ottobrunn 4:0
Im Spiel um die Goldene Ananas trafen die beiden Südvertreter aufeinander. Neumarkt mit der Südafrikanerin an Position 1, dahinter Kerstin Distler, Melanie Kreisel und Andrea Schneider waren in jeder Hinsicht eine Klasse für sich. Ohne Annabel Romedenne waren Kathrin Rohmüller, Monika Menke, Erika Fischer und Christine Altmeyer ohne Chance. Im Endklassement belegen die Neumarkter Damen Platz 4, auf Platz 5 folgen die Ottobrunnerinnen.
POR Herford - SG Radolfzell 4:0
Zu einem wahren Siegeszug geriet der letzte Spieltag der Herforderinnen vor eigenem Publikum. Für Silke Bartel und Karin Beriere setzte Teammanager Peter Langhammer Katharina Witt und Gesa Frese ein, die das ganze Jahr hindurch ebenfalls zu den Stützen des Teams gehörten. Fiona Geaves und Sabine Schöne komplettierten das Team. Gegner Radolfzell, Schlusslicht der Tabelle trat in gewohnter Aufstellung mit Claudia Schlienz, Heike Förster, Gabi Götz und Sandra Friedrich an. Das Team vom Bodensee für welches das Erreichen der Endrunde schon ein riesiger Erfolg war, kämpfte wacker, war aber gegen die in Euphorie spielenden Herforderinnen chancenlos. Am Ende holten sich die SCRler in vier Spielen gerade einmal 27 Punkte. Verdientermaßen nahmen die Herforder Spielerinnen am Ende aus den Händen von DSL-Präsidiumsmitglied Michael Heintz den Siegerpokal entgegen.