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Paderborner Squash Club |
1. Bundesliga Herren 2000/2001
Zusammenfassung 3. und 4. Spieltag:
Einsam ziehen die Paderborner an der Tabellenspitze ihre Kreise. Nach vier Spieltagen führen sie verlustpunktfrei mit 8:0-Punkten und 13.3-Spielen. Einmal 4:0 und einmal 3:1 war die Ausbeute am Wochenende zunächst in Karlsruhe, die nicht in Bestbesetzung antraten und zu viel Respekt bewiesen. Am Sonntag zu Hause waren die Bremer dann kein echter Prüfstein, da auch sie ohne ausländischen Spitzenspieler nach Ostwestfalen gereist waren. Hinter dem PSC formiert sich dann die Verfolgertruppe mit Play-Off-Anspruch. Allen voran natürlich der amtierende Meister aus Ingolstadt, der zwei 4:0-Siege in Bremen und gegen Schängel SC Koblenz holte. Mit zwei Verlustpunkten bleibt der OSC der nächste Verfolger. Einen unnötigen dritten Verlustpunkt handelten sich die Bonner Vorstädter aus Pützchen ein. Die Court Wieseler entführten am Freitag zwar zwei Punkte aus Erlangen, kamen aber vor heimischem Publikum nicht über ein Unentschieden gegen die Karlsruher hinaus. Die eigentliche Überraschung der 1. Bundesliga steht auf Platz 4: Der Aufsteiger aus Rosenheim. Die KSCler rangen in Koblenz dem SC Schängel einen Punkt ab und waren auch gegen die zweite Bonner Mannschaft in der Bundesliga, die Pennenfelder, teil-erfolgreich und spielten 2:2. Damit weist der KSC wie Court Wiesel Pützchen 5:3-Punkte auf. Es folgen gleich drei Mannschaften mit ausgeglichenem Punktekonto, allen voran die Pennenfelder, dann Karlsruhe und Koblenz. Negatives Punktekonto haben die Squash Pointers Gießen, die am Sonntag gegen Erlangen den zweiten Punkt holten sowie mit je einem Zähler auf der Habenseite die Erlanger Aufsteiger und die Bremer, die allerdings ein knüppeldickes Programm hatten und gegen beiden Topfavoriten für die Meisterschaft antreten mussten.
Die Begegnungen des 4. Spieltages am Sonntag:
Paderborner SC - 1. Bremer SC 4:0
"Alles normal an diesem Wochenende", titelte PSC-Vorstand Andreas Preising. Die Paderborner konnten es sich angesichts ihrer starken "Reserve" sich erlauben, auf den Deutsch-Schweizer Lars Harms zu verzichten und als Nummer 1 den bislang nicht sehr überzeugenden Tim Garner spielen zu lassen, da Peter Nicol weiter verletzt und David Palmer die US-Tour spielt. So kam an beiden Tagen Junior Lars Osthoff zum Einsatz und bewährte sich prächtig. Auch am Sonntag behielt er trotz verlorenem ersten Satz gegen Bremens Andree Heyat die Übersicht und gewann schließlich in vier Sätzen. Bremen Julian Wollny leistete zwar erhebliche Gegenwehr im Spiel gegen Stefan Leifels verlor aber dennoch 3:0 in Sätzen. Kaum Mühe hatte Edgar Schneider gegen Marco Augustin ein 3:0 herauszuspielen. Vielleicht wurmte ihn ja auch noch die Niederlage vom Freitag gegen den Karlsruher Matthias Scholl, die sicherlich eine echte Überraschung war. Dass Tim Garner gegen Heiko Schwarzer keine Probleme haben würde, war vorher zu sehen. So blieb unter dem Strich ein klarer Sieg und es bleibt bei einer klaren Tabellenführung. Die Bremer sind jedoch nicht abzuschreiben, denn gegen andere Gegner ist sicherlich mehr drin.
OSC Ingolstadt - Schängel SC Koblenz 4:0
Dass der OSC Ingolstadt gegen Koblenz gewinnen würde, war zu erwarten, dass der Sieg aber in dieser Deutlichkeit ausfallen würde, sicherlich nicht. Allerdings muss man zwei Einschränkungen machen: Erstens waren die Koblenzer ohne Andreas Hubbert ins Bayerische gereist, da sich der Deutsche Seniorenmeister am Freitag eine Muskelzerrung im Oberschenkel zugezogen hatte, zum zweiten konnte Neuzugang Joseph Kneipp nicht an seine Leistungen der vergangenen Tage und Wochen anknüpfen und verlor im Spitzenspiel gegen den Engländer Marcus Berret. Simon Frenz, Nummer 2 bei Ingolstadt hatte keine Probleme mit Uwe Peters und auch Stefan Oppolzer, vom Squash Park Neugablonz gekommen, gewann sicher 3:0 gegen Andreas Omlor. Zwei Sätze lang verkaufte sich U-19-Nationalspieler Marius Spiekermann vom Schängel SC gut gegen den Ingolstädter Nationalspieler Florian Pößl, der als Trainer und Betreuer der Bundesjugend Spiekermann unter seinen Fittichen hat. Am Ende stand es dann doch 4:0 für den OSC, der auf Play-Off-Kurs bleibt.
SP Gießen - 1. Erlanger SC 2:2
Im Duell der Aufsteiger zwischen Gießen und Erlangen kam es zu einer Punkteteilung. Die Franken waren zwar mit einem vierten Mann nach Hessen gefahren, doch Bernd Böse war nicht spielberechtigt für die Erlanger und so hatte Ralf Föhre von den Squash-Pointers ohne den Schläger in die Hand nehmen zu müssen, bereits gewonnen. Sascha Trumheller hatte ebenfalls leichtes Spiel gegen Claus-Peter Pannecke, der im zweiten Satz verletzt aufgeben musste. Doch die Erlanger zeigten sich trotz des 0:2-Rückstandes nicht beeindruckt und Armin Hameed verkürzte gegen Sascha Pfau auf 1:2 und der Engländer Philip Whitlock sorgte gegen seinen Landsmann Abou Taleb für den Ausgleich. Ohne ihren absoluten Spitzenmann blieb den Erlangern am Wochenende nur ein Punkt. Mit Nicholas Taylor wäre am Freitagabend vermutlich eine Punkteteilung gegen Bonn möglich gewesen. Auch die Giessener hatten am beiden Spieltagen auf ihr Ass, John Williams verzichten müssen, ansonsten wäre vielleicht mehr drin gewesen als ein Punkt.
KSC Rosenheim - 1. SC Bonn-Pennenfeld 2:2
Beide Punkte wollte der 1. SC Bonn-Pennenfeld aus Rosenheim entführen. Daraus ist nichts geworden. Letztlich müssen die Bonner noch froh sein, ein Unentschieden gerettet zu haben, denn wären die Bayern nicht mit Jamie Davis an Nummer 1 angetreten, sondern mit Greg Gaultier oder gar Marc Cairns, hätte am Ende auch eine Niederlage stehen können. Doch zur Ehrenrettung sei gesagt, dass Pennenfeld mit dem niederländischen Nationalspieler Tommy Berden auch nicht ihren besten Mann spielen ließen, da John White, wie so viele die US-Profitour spielt. Erfahrung gegen Jugend lautete die Begegnung an Position 2, wo KSC-Jugendnationalspieler Hansi Seestaller auf den alten Hasen Guido Kirschbaum traf und Lehrgeld zahlen musste. Die Rosenheimer hatte sich aber zuvor auf den Positionen 4 und 3 schadlos gehalten: Norbert Straub hatte den frischgebackenen Nationalspieler Oliver Post nach hart umkämpften fünf Sätzen besiegt und "hinten" war Rainer Böck, ebenfalls in fünf Sätzen, gegen Kai Klosa erfolgreich. So belegen die Aufsteiger einen Play-Off-Platz und können beruhigt den nächsten Spielen entgegen sehen, sie haben ihre Erstligareife bereits unter Beweis gestellt.
CW Pützchen - 1. Karlsruher SC 2:2
Das haben sich die Bonner einfacher vorgestellt gegen die Badener. Bereits das Auftaktspiel an Position 4 zwischen Thassilo Slembeck und dem Karlsruher Routinier Holger Saam ging nach fünf Sätzen verloren. Danach musste sich CW-Neuzugang Christian Spindler mächtig strecken, ehe sein Fünf-Satz-Erfolg gegen Matthias Scholl unter Dach und Fach war. Unstreitig war das Match zwischen dem Deutschen Einzelmeister Oliver Kowalski, neu in Bonn, und KSC-Nachwuchsmann Daniel Hoffmann. 2:1 waren die Court Wieseler nun in Führung und alles hoffte auf den schwedischen Nationalspieler Daniel Forslund, der in der Vergangenheit für die Bonner manchen Sieg heraus gespielt hatte. Gegen den Italiener Davide Bianchetti, der in jüngster Zeit aber einen gehörigen Sprung nach vorne in der Weltrangliste gemacht hat und der mittlerweile auf Platz 47 steht, war nichts zu holen. So trennten sich beide Mannschaften leistungsgerecht unentschieden, die ehemaligen Hauptstädter halten mit drei Punkten am Wochenende den dritten Platz, der zum Einzug in die Play-Offs berechtigt.