Paderborner Squash Club
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1. Bundesliga Herren 2000/2001

Zusammenfassung 7. und 8. Spieltag:

Einsam ziehen die Paderborner an der Tabellenspitze ihre Kreise. Zwei Siege am Wochenende zu Hause gegen Koblenz und in Rosenheim verdeutlichen die Stärke des Teams aus dem Norden. Schwächen zeigte dagegen der amtierende Meister aus Ingolstadt vor vor eigenem Publikum am Freitagabend. Es reichte gegen den Aufsteiger aus Gießen nur zu einem Unentschieden. Allerdings muss man die Umstände berücksichtigen: Florian Pößl fiel aus, da er als Geschäftsführer des Deutschen Squash Verbandes bei der Mitgliederversammlung in Recklinghausen anwesend sein musste, Graeme Stewart, der als Ersatz eingeplant war, verpasste den Zug, kam zu spät ins Olympia Center in Ingolstadt und so musste, da kein Ausländer eingeplant war, Simon Frenz auf Position 1 spielen, dahinter dann Stefan Oppolzer, an Position 3 Teammanager Alfred Aurbach und hinten Edgar Staniszewski. Damit haben die Bayern nun zwei Punkte Rückstand auf Paderborn. Durch zwei klare Siege konnten die Bonner von Court Wiesel Pützchen etwas aufschließen. Die eigentliche Überraschung war jedoch der starke Auftritt der Karlsruher, die erwartetermaßen die Erlanger schlugen, aber auch zwei Punkte aus Bonn-Pennenfeld entführten. Die Badener stehen damit mit zwei Punkten Vorsprung auf Platz 4 und wären damit in den Play-Offs. Dahinter folgen die Pennenfelder vor den Koblenzern, die einen Punkt vor eigenem Publikum gegen die Bremer einbüßten. Auf dem Boden der Tatsachen sind auch die "Überflieger" aus Rosenheim gelandet. Sie mussten zwei Niederlagen einstecken und sind auf Platz 7 zurück gefallen vor Gießen, das sich über den einen Punkt in Ingolstadt freute. Mit zwei Pluspunkten stehen die Bremer trotz des Remis in Koblenz weiter auf dem letzten Platz, vor ihnen die Erlanger, die am Wochenende punktemäßig leer ausgingen.

 

Die Begegnungen des 8. Spieltages am Sonntag:

KSC Rosenheim - Paderborner SC 0:4

Nach gutem Start in die Saison zeigte sich am Wochendende beim Aufsteiger aus Rosenheim, dass die großen Träume noch etwas Zeit zum Reifen brauchen Gegen die beiden Play-Off-Kandidaten Pennenfeld und Paderborn verlor man beide Male, wobei die Niederlage gegen den Meisterschaftsspiranten Paderborn keine Schande ist. Der PSC war auf allen Positionen besser besetzt, angefangen bei Stefan Leifels, der Rainer Böck beherrschte und bei Edgar Schneider der aus seinem Tief heraus gefunden hat und Norbert Straub in drei Sätzen schlug. Einen Satz länger musste sich der Deutsch-Schweizer Lars Harms anstrengen, um gegen Hansi Seestaller zu gewinnen, der im ersten Satz sehr stark spielte, den zweiten nur knapp verlor, dann aber dem hohen Tempo Tribut zollen musste. Noch etwas die Erfahrung und die Standfestigkeit fehlten auch dem Jugendvizeweltmeister Greg Gaultier gegen den Australier David Palmer, der jüngst bei den British Open für Aufsehen sorgte. Paderborner liegt nach diesem Wochenende voll auf Kurs

1. SC Bonn-Pennenfeld - 1. SC Karlsruhe 1:3

So hatten sich die Bonner den letzten Spieltag im alten Jahr sicher nicht vorgestellt. Zwar wusste man, dass die Karlsruher über eine starke Mannschaft verfügen, aber eine Heimniederlage war nicht einkalkuliert. Das "Unglück" nahm bereits im ersten Spiel seinen Lauf. Kai Klosa – momentan völlig außer Form – verlor in vier Sätzen gegen den jungen Daniel Uhlke, der sich langsam immer besser in der 1. Bundesliga zurecht findet, nachdem er vor Jahren schon beim SRC Aramis in der 2. Bundesliga Süd glänzte. Nur kurz kam Hoffnung in Bonn auf, als Oliver Post Matthias Scholl in vier Sätzen bezwang und zum 1:1 ausglich. Daniel Hoffmann brachte die Karlsruher durch einen hart umkämpften Viersatz-Sieg wieder in Front. Nun kam es zum Spitzenduell zwischen dem eingebürgerten Schotten John White (früher Australien), der für Pennenfeld spielt und dem Franzosen Thierry Lincou. Beide sind in der Weltrangliste nur eine Position auseinander – White auf Platz 14, Lincou auf 15. Wer aber geglaubt hatte, dass sich ein enges Match entwickeln würde, sah sich getäuscht. Lincou, der noch vor wenigen Monaten unter den Top 10 rangierte dominierte das Spiel eindeutig und gewann klar in drei Sätzen. Der 3:1-Sieg für die Karlsruher war perfekt. Die dürfen sich nun auf das Fest freuen, beschert haben sich sich schon selbst.

Squash-Pointers Gießen - CW Pützchen, Bonn 0:4

Einzig Christian Spindler hatte an diesem Sonntag Mühe, sein Match gegen den Gießener Ralf Föhre zu gewinnen. Erst im fünften Satz behielt er die Oberhand. Alle anderen Begegnungen waren nach jeweils drei Sätzen vorüber. Sascha Trumheller fand gegen den gewitzten Seniorenweltmeister Ashraf Hanafi nie zu seinem Spiel, Sascha Pfau stand natürlich gegen den Deutschen Einzelmeister Oliver Kowalski auf verlorenem Posten und der englische Nationalspieler Del Harris hatte seinen australischen Kontrahenten John Williams, der etwas müde wirkte, sicher im Griff. So steuern die Bonner aus dem Vorort Beuel-Pützchen weiter auf Play-Off-Kurs, während die Gießener mit vier Pluspunkten zumindest noch einen Zähler von den Abstiegsrängen entfernt sind. "Das war unser Wochenende", bilanzierte denn auch Teamchef Uli Albrecht.

1. Erlanger SC - OSC Ingolstadt 1:3

Erneut Pech hatten die Ingolstädter mit ihrem Ersatzmann Graeme Stewart. Der Ire auf Position 4 eingesetzt musste sich im vierten Satz gegen Uwe Nendel erbrechen und wurde disqualifiziert. Da Florian Pößl aber wieder mit dabei war, folgte der sofortige Ausgleich gegen Claus-Peter Pannecke. Stefan Oppolzer besorgte die Führung durch einen Dreisatzsieg über Armin Hameed. Simon Frenz war es dann, der durch seinen Sieg über den Engländer Philip Whitlock den zweiten Punktverlust am Wochenende verhinderte und der Abstand zum Spitzenreiter Paderborn nur um einen Punkt anwuchs. Für die Erlanger sieht es nach diesem Wochenende nicht so gut aus. Mit drei Punkten auf der Habenseite belegt man einen Abstiegsrang.

Schängel SC Koblenz - 1. Bremer SC 2:2

Stark begann Marius Spiekermann bei Koblenz und die Zuschauer dachten schon, dass ein schneller Sieg möglich wäre, doch leider konnte der junge Schängel-Spieler das Niveau nicht halten, Julian Wollny aus Bremen kam immer besser ins Spiel und gewann am Ende knapp im fünften Satz. Andreas Omlor hatte gegen Marco Augustin keine Probleme und musste nur den zweiten Satz abgeben. Damit war der Ausgleich hergestellt. Erneut hatten die Koblenzer dann in einem Fünfsatz-Match kein Glück, denn obwohl sich Uwe Peters von dem schnelle 0:2-Rückstand erholte und ausgleichen konnte, verlor er am Ende das Match. Gottseidank haben die Koblenzer mit dem Australier Joseph Kneipp einen Mann in ihren Reihen, der konstant gute Leistungen bietet. Hatte er am Freitag schon seinen Landsmann David Palmer bezwungen, siegte er am Sonntag gegen Peter Genever und glich zum 2:2 aus. Für die Bremer ist dieses Unentschieden sich ein Gewinn, den Koblenzern könnte der Punkt in der Endabrechnung fehlen.