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Paderborner Squash Club |
1. Bundesliga Herren 2000/2001
Zusammenfassung 11. und 12. Spieltag:
Einsam ziehen die Paderborner an der Tabellenspitze davon und können bereits die Koffer zur Reise nach Duisburg packen. Dort finden am 11. und 12. Mai diesen Jahres die Play-Offs um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft statt. Sie gewannen zunächst am Freitagabend in Koblenz und dies ohne ausländischen Spitzenspieler und fertigte am auf Samstag vorgezogenen Heimspiel die Bayern aus Rosenheim mit 4:0 ab. Relativ sicher gebucht hat auch der noch amtierende Meister aus Ingolstadt die Endrunde. Zwar gaben die Mannen um Simon Frenz am Freitag einen Punkt in Gießen ab. Trotzdem liegen sie mit vier Punkten Vorsprung vor dem Dritten auf Rang 2. Hinter den beiden Meisterfavoriten rangeln sich fünf Mannschaften um einen Play-Off-Platz und dies macht die Saison 2000/2001 so spannend. Nach zwei Siegen am Wochenende haben die Court Wieseler aus dem Bonner Vorort Beuel-Pützchen wieder sehr gute Karten. Nach Verlustpunkten stehen die Pennenfelder sogar einen Zähler besser. Dass die Tabelle momentan ein wenig schief ist, hängt mit dem Rückzug der Erlanger Mannschaft zusammen. Gewertet werden nur die Ergebnisse der Vorrunde gegen die Erlanger. In Lauerstellung auf Platz 5 stehen derzeit die Karlsruher, die zu Hause knapp gegen Pennenfeld verloren haben. Noch mit Chancen auf die Play-Offs sind die Koblenzer und die Rosenheimer. Allerdings fehlen beiden Teams schon fünf Punkte zu einem Platz an der Sonne. Bei noch ausstehenden sechs Begegnungen könnte dies knapp werden. Am Tabellenende hat sich nichts verändert: Gießen und dann die Bremer mit der Roten Laterne. Beide Mannschaften erkämpften sich am Wochenende je einen Punkt. Da Erlangen aus der Bundesliga ausgeschieden ist und somit als erster Absteiger zählt, wird der zweite Abstiegsplatz zwischen den Hessen und dem Team von der Weser ausgespielt werden.
Die Begegnungen des 12. Spieltages am Sonntag:
Wurde bereits am Samstagabend 18 Uhr ausgetragen:
Paderborner SC - KSC Rosenheim 4:0
Um nicht mit dem Heimspieltag der Damen zu kollidieren hatten die Paderborner Herren bereits am Samstagabend gegen Rosenheim gespielt und die Gelegenheit genutzt ein Squash-Event auf die Beine zu stellen. Die Zuschauer honorierten dies. Die Spieler ließen sich ebenfalls nicht lumpen und glänzten mit tollen Leistungen gegen die Bayern. Obwohl ohne etatmäßige Nummer 1 angetreten, die Ausländer bei Paderborn waren allesamt bei lukrativen Turnieren im Einsatz, demonstrierte die Mannschaft, was augenblicklich ihre Stärke ausmacht: Die Geschlossenheit und die erstklassige Reservebank, um die sie jeder Squashclub in Deutschland beneidet. Auf Position 4 kam nicht wie am Freitag Maik Aldag, sondern Lars Osthoff zum Einsatz. Und er rechtfertigte diesen durch einen Dreisatzsieg über Christopher Assmann, der bei seinem ersten Bundesligaeinsatz überfordert war. Assmann war ins Team gerutscht, da die Rosenheimer ohne den Engländer Bradley Ball angetreten waren. Somit war von vorneherein für die Mannschaft vom Fuß der Alpen klar, dass im Norden nichts zu holen sein würde. Paderborns Stefan Leifels schlug anschließend Rainer Böck, Edgar Schneider bezwang Norbert Straub und der frischgebackene Deutsche Einzelmeister 2001, Lars Harms, ließ dem Deutschen Juniorenmeister Hansi Seestaller nicht den Hauch einer Chance.
1. Bremer SC - Schängel SC Koblenz 2:2
Da beide Mannschaften ohne Ausländer spielten, herrschte Waffen- und am Ende Punktgleichheit. Die Koblenzer begannen stark an der Weser: Der junge Marius Spiekermann schlug den Südafrikaner Barry Jason in fünf Sätzen, doch postwendend glich mit dem gleichen Ergebnis Julian Wollny gegen Michael Grunenberg aus. Uwe Peters ließ das Team vom Rhein wieder Hoffnung schöpfen. Glasklar sein Erfolg gegen den anderen Routinier Torsten Maurer. Heiko Schwarzer, Hoffnungsträger bei den Bremern konterte wiederum und gab dem Deutschen Seniorenmeister Ü 35, Andreas Hubbert in drei Sätzen das Nachsehen, so dass am Ende ein leistungsgerechtes Unentschieden stand, das den Bremern eher mehr hilft, als den Koblenzern, die ihre letzten Chancen für die Play Offs wahren wollen.
CW Pützchen - Squash Pointers Gießen 4:0
In der Form vom Wochenende sind die Bonner Vorstädter klarer Anwärter auf die Endrunde. Die Giessener bekamen dies zu spüren bei ihrem Gastspiel. Ohne Sascha Trumheller und mit Taleb anstelle von John Williams war allerdings kein Kraut gewachsen. Zunächst besiegte Stuart Johnson den Senior im Team, Felix Paal, in drei Sätzen. Christian Spindler machte es Johnson nach und demontierte Ralf Föhre förmlich. Dass Oliver Kowalski gegen Sascha Pfau keine Mühe haben würde, war zu erwarten. So gab lediglich der schwedische Nationalspieler Daniel Forslund gegen den Engländer Adham Abou Taleb einen Satz ab.
1. SC Karlsruhe - 1. SC Bonn-Pennfeld 1:3
Ohne Daniel Uhlke, dafür mit Ruben Glatt, der zu seinem ersten Bundesligaeinsatz in dieser Saison kam, war für die Badener der Weg zu einem Sieg verbaut. Glatt verlor trotz engagiertem Kampf gegen Kai Klosa und dass Matthias Scholl gegen den Neu-Bonner Oliver Post, der inzwischen auf Rang 8 der Deutschen Rangliste steht, keine Chance haben würde, war zu erwarten. Damit lagen die Karlsruher schon 0:2 zurück und der Kunstgriff von Teammanager Holger Saam den Engländer Mike Harris auf Nummer 2 spielen zu lassen funktionierte nur bedingt. Zwar gewann Harris gegen Guido Kirschbaum, doch Daniel Hoffmann war gegen den niederländischen Nationalspieler Tommy Berden auf Position 1 überfordert. Durch diese Heimniederlage haben die Karlsruher etwas an Boden verloren, aber der Kampf um die Play-Offs ist damit noch nicht vorbei.