Paderborner Squash Club
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1. Bundesliga Herren 2000/2001

Zusammenfassung 17. und 18. Spieltag:

Die vier Mannschaften für die Play-Offs am Freitag, 11. und Samstag 12. Mai 2001 in Duisburg standen schon vor Beginn des letzten Spielwochenendes fest, so dass viele glaubten, die Spannung sei raus: Doch am Freitag und am Samstag (der komplette Spieltag wurde um einen Tag vorverlegt) kam es noch zu einigen faustdicken Überraschungen, die durchaus Einfluss auf die Vergabe der Meisterschaft haben könnten. So verlor am Freitagabend der OSC Ingolstadt in Pennenfeld, am Samstag setzte es beim letzten Heimspiel der Saison noch eine Niederlage gegen Paderborn. Die Pennenfelder dagegen verloren am Samstag in Koblenz und verfehlten somit den 2. Platz. Den hat nun Court Wiesel Pützchen Bonn inne, die zwar am Freitag in Paderborn eine 4:0-Niederlage einstecken mussten, aber am Samstag gegen Bremen gewannen. Wichtig ist nämlich die Platzierung von 1 bis 4 für die Play-Offs. Während der Erste und der Zweite gesetzt sind, werden der Dritte und der Vierte zugelost. Hier hat sich jedoch noch einmal ein vollständiger Wechsel vollzogen. Zwar blieben die Paderborner unangefochten Tabellenführer, doch der amtierende Meister aus Ingolstadt verlor Platz 2 gegen Court Wiesel-Pützchen Bonn, auf Platz 4 sind nun die anderen Bonner aus Pennenfeld. Alle drei Mannschaften haben 22:12 Punkte. Letztlich gab das Spiele- und Satzverhältnis den Ausschlag. Auch in Sachen Abstieg gab es noch eine nicht einkalkulierte Wendung: Nachdem die Erlanger wegen ihres Rückzugs nach Ende der Vorrunde als erster Absteiger bereits fest standen, kämpften die Bremer und die Squash-Pointers aus Gießen um den vorletzten Tabellenplatz, der die Liga sichert. Nach einem Unentschieden am Freitag in Bremen zwischen beiden Teams sah es noch so aus, als würden die Weserstädter drin bleiben, doch die Hessen konterten am Samstag und erkämpften gegen die ersatzgeschwächten Karlsruher einen Punkt. Damit stehen die Giessener auf Platz 8 und spielen auch in der neuen Saison in der 1. Bundesliga. Die Bremer dagegen müssen in die 2. Bundesliga zurück.

Die Auslosung für die Bundesliga-Endrunde im Mai wird im übrigen bei der 2. Deutschen Squash-Mannschafts-Pokalmeisterschaft am 7. und 8. April in Paderborn vorgenommen.

Die Begegnungen des 18. Spieltages am Samstag

SP Gießen - 1. SC Karlsruhe 2:2

Ans rettende Ufer geschafft haben es die Squash-Pointers Gießen in letzter Minute. Am Freitag war die Stimmung nach dem Unentschieden in Bremen noch gedrückt, am Samstag jubelten die Hessen. Der Klassenerhalt wurde durch ein 2:2 gegen die Karlsruher erreicht. Die Badener vom 1. SC reisten allerdings ohne ausländischen Spitzenspieler an, während die Giessener lediglich Ralf Föhre ersetzen mussten, dafür spielte aber "Oldie" Felix Paal. Und der frühere Deutsche Vizemeister Ü 35, der auch als Teammanager fungiert, demonstrierte auf Position 4, dass er noch nichts verlernt hat. Er schlug nämlich den jungen Ruben Glatt in fünf Sätzen und legte somit den Grundstein für das Remis. Postwendend glich jedoch Karlsruhe aus. Auch hier war es der Teamchef, der punktete: Holger Saam rang in fünf Sätzen Sascha Trumheller nieder. Im Spitzenspiel war jedoch klar, dass der Australier John Williams gegen Daniel Hoffmann kaum verlieren würde. Und so war es auch. In drei Sätzen gewann Williams und mancher in Gießen dachte sogar an einen Heimsieg. Aber Karlsruhes Matthias Scholl holte dann für die Mannschaft aus Baden-Württemberg das Unentschieden durch ein glattes 3:0 über Sascha Pfau. Karlsruhe belegt somit zum Ende der Saison Platz 7, wobei ein Play-Off-Platz möglich gewesen wäre, wenn die Mannschaft immer in bester Besetzung gespielt hätte.

OSC Ingolstadt - Paderborner SC 1:3

Das hat Teammanager Alfred Aurbach sicher nicht gedacht, dass seine Mannschaft am letzten Spieltag noch den über die ganze Spielzeit gehaltenen 2. Tabellenplatz verlieren könnte. Doch das Glück war den Ingolstädtern nicht hold. So spielte der OSC ohne Ausländer und verlor in Pennenfeld. Zu Hause gegen Paderborn hätte ein Unentschieden gereicht, aber der sichere Punkt ging beim Spitzenspiel verloren, weil Simon Frenz sich gegen Edgar Schneider im ersten Satz verletzte und das Match kampflos abgeben musste. Zuvor hatte schon Alfred Aurbach gegen Felix Lobert verloren, Florian Pößl gegen Maik Aldag ausgeglichen. Im vierten Spiel versuchte dann noch einmal Stefan Oppolzer gegen den Paderborner Stefan Leifels alles, kämpfte verbissen, es reichte jedoch nicht. Im fünften Satz war die Konzentration weg und Leifels holte den dritten Punkt zum Sieg für Paderborn, die damit mit 31:3 Punkten souverän die Tabelle am Schluss anführen und als klare Favoriten zum Finale der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft nach Duisburg reisen. Die Ingolstädter rutschten auf Platz 3 ab und müssen nun auf die Auslosung hoffen. Dem noch amtierenden Meister droht die Gefahr, gleich im Halbfinale auf den Favoriten aus Paderborn zu treffen, die dann mit allen Assen antreten werden, also auch mit Weltmeister Peter Nicol und dem Deutschen Meister Lars Harms.

CW Pützchen - 1. Bremer SC 4:0

Der große Gewinner des Wochenendes heißt Court-Wiesel Pützchen. Obwohl das Bonner Vorortteam am Freitag sich in Paderborn eine "0:4-Klatsche" einhandelte, reichte der 4:0-Sieg im letzten Heimspiel gegen Bremen zum zweiten Tabellenplatz. Damit ist bei den Play-Offs sogar das Finale möglich. Damit hat Teamchef Uli Albrecht sicher nicht gerechnet. Allerdings hing dieser Platz am seidenen Faden, denn hätte der Schwede Pieter Sjösten an Nummer 1 bei Court Wiesel nicht im entscheidenden Spiel gegen Bremens Heiko Schwarzer im fünften Satz gewonnen, wäre statt 4:0 nur ein 3:1 heraus gekommen und Court Wiesel Pützchen wäre auf Rang 4 gelandet, weil dann das Satz- und Spielverhältnis gegenüber den Konkurrenten aus Pennenfeld und Ingolstadt schlechter gewesen wäre. Für Bremen ist es sicher bitter, das nach dem Unentschieden zu Hause gegen Gießen, den Mitkonkurrenten im Kampf gegen den Abstieg, nun doch nur der letzte Tabellenplatz bleibt. Zu verhindern wäre dies vielleicht gewesen, wenn das Team aus der Hansestadt am Samstag nochmals mit dem Engländer Peter Genever angetreten wäre. Doch alles Wenn und Aber hilft nichts mehr.

Schängel SC Kobl. - 1. SC Bonn-Pennfeld 3:1

In Pennenfeld dürfte ein gewisses Frustpotential vorhanden sein, denn nur haarscharf verfehlte man den 2. Tabellenplatz, der für die Play-Offs eine wesentlich günstigere Ausgangsposition gebracht hätte. Gefehlt hat ihnen sicherlich Stammspieler und Teammanager Guido Kirschbaum. Thomas Jarick verlor auf Position 4 bei seinem Debüt knapp gegen Markus Hilland von Koblenz, Kai Klosa glich dann gegen Marius Spiekermann aus. Der Australier Joseph Kneipp in Diensten des SC Schängel gewann gegen seinen ehemaligen Landsmann John White, der nun die schottischen Nationalfarben vertritt, und brachte Koblenz in Front. Im entscheidenden Spiel verlor Jungnationalspieler Oliver Post vom 1. SC Bonn-Pennenfeld denkbar knapp gegen Routinier Uwe Peters, was die 1:3-Niederlage besiegelte. Pennenfeld erreichte trotzdem die Play-Offs, das Ziel, das man sich vor der Saison gesteckt hatte, die Koblenzer belegen dagegen nur den undankbaren fünften Platz. Sicher eine leichte Enttäuschung bei Teammanager Edgar Krott.