Paderborner Squash Club
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1. Bundesliga Herren

Die Play-Off-Kandidaten stehen fest, die Spannung in der oberen Tabellenhälfte ist also (fast) raus. Noch ist es Zeit bis zur Endrunde um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft am 11. und 12. Mai dieses Jahres in Duisburg. Die vier Teams aus Paderborn, Ingolstadt, Bonn-Pennenfeld und Court Wiesel Pützchen, Bonn könnten es am Wochenende geruhsam angehen lassen. Doch halt! Nicht ganz unerheblich ist die Platzierung für die Play-Offs. Platz 1 und 2 sind gesetzt, 3 und 4 werden zugelost. Da aber die Ingolstädter als Zweite nur noch zwei Punkte vor Pennenfeld liegen, der amtierende Meister aber nach Bonn muss, ist eine Verschiebung durchaus möglich. Entschieden wird aber an diesem Freitag, wer den Gang in die 2. Bundesliga antreten muss. Da die Mannschaft des 1. Erlanger SC zur Halbzeit zurückgezogen hat, bleibt ein Abstiegsplatz offen. Nun stehen die Bremer auf Platz 8 mit 5:25 Punkten, punktgleich dahinter rangieren die Mannen von Teammanager Felix Paal ebenfalls mit 5: 25 Punkten. Den Unterschied zwischen beiden machen lediglich zwei mehr gewonnene Spiele und fünf Sätze aus. Nun will es der Spielplan, dass am Freitagabend die beiden Mannschaften in Bremen aufeinander treffen, die Entscheidung im Abstiegskampf somit im direkten Duell getroffen wird. Der Vorteil liegt sicher auf Bremer Seite, denen ein Unentschieden angesichts des besseren Spiel- und Satzverhältnisses reichen würde.

17. Spieltag am Freitag, 16. März:

Paderborner SC - Court Wiesel Pützchen

Noch ist es nicht ganz sicher, aber zum letzten Heimspiel der Saison wollen die Paderborner ihren Fans noch etwas bieten, deshalb soll Weltmeister und Nummer 1 der Weltrangliste, Peter Nicol, auf Position 1 spielen oder der australische Weltranglistensiebte David Palmer. Verzichten muss PSC-Vorsitzender Andreas Preising allerdings auf den neuen Deutschen Meister Lars Harms. Der nutzt seinen Schweizer Pass am kommenden Wochenende um nach der Deutschen Meisterschaft auch den Schweizer Titel zu holen. So wird Edgar Schneider auf Position 2 aufrücken, dahinter dann Stefan Leifels, der seine weiße Weste weiterhin behalten und die Punktspielrunde ungeschlagen beenden will. Lars Osthoff soll als Nummer 4 im Team eingesetzt werden. Als Ersatz stehen Maik Aldag und Felix Lobert parat. Die Bonner reisen mit Pieter Sjösten ins Ostwestfälische, der naturgemäß weder gegen Nicol noch gegen Palmer etwas zu bestellen hat. Dagegen ist Oliver Kowalski gegen Schneider klarer Favorit. Christian Spindler ist ohne Chance gegen Leifels, während Stuart Johnson gegen Osthoff gewinnen könnte. Ein Punktgewinn wäre also machbar für die Court-Wieseler.

1. SC Bonn-Pennenfeld - OSC Ingolstadt

Noch haben die Pennenfelder die Hoffnung auf Platz 2 nicht aufgegeben. Dies wäre der größte Erfolg in der langen Bundesligageschichte der Bonner. Die Ausgangssituation für die Pennenfelder in den Play-Offs könnten sich dadurch noch verbessern. Also schöpft Teammanager Guido Kirschbaum (fast) aus dem Vollen. Er selbst muss nämlich wegen einer andauernden Schulterverletzung pausieren. Dafür spielt der schottische Weltranglistenneunte John White an Nummer 1, dahinter Oliver Post, dann Kai Klosa und Thomas Sonnenschein. Doch auch die Ingolstädter lassen sich nicht lumpen und haben den Weltranglistensechzehnten Stewart Boswell an Bord. Ob der Australier gegen den Schotten gewinnen kann, ist jedoch fraglich, sichere Punktegaranten sind der Deutsche Vizemeister Simon Frenz gegen Post, Stefan Oppolzer gegen Klosa und Florian Pößl gegen Sonnenschein.

1. Bremer SC - Squash-P. Gießen

Abstiegskampf pur herrscht in Bremen, wenn die Giessener zu Gast sind. Doch in welcher Aufstellung treten die beiden Teams gegeneinander an. Vermutlich werden Willi Eickworth auf Bremer und Felix Paal auf Giessener Seite versuchen ihr bestes Team in den Court zu schicken. Das würde bedeuten, dass Bremen mit Anthony Hill oder Peter Genever an Position 1 spielt, die Squash-Pointers mit John Williams. Hinter Genever wäre dann Heiko Schwarzer im Spiel, dann Routinier Torsten Maurer und Julian Wollny. Bei Gießen vertraut man vermutlich auf Sascha Pfau, Sascha Trumheller und Ralf Föhre. Der Druck für die Hessen ist sicher größer, denn ihnen reicht nur ein Sieg zum Klassenerhalt, die Weserstädter wären schon mit einem Unentschieden ein weiteres Jahr erstklassig.

1. Karlsruher SC - KSC Rosenheim

In Karlsruhe hat man die Saison abgehakt. Lange Zeit sah es so aus, als könnte man die Play-Offs erreichen, aber Verletzungen und Erkrankungen einzelner Spieler haben die Hoffnungen zerstört. Bei den Bayern erlosch der letzte Funken Hoffnung am vorigen Spieltagswochenende. Für beide Mannschaften gilt es nun, sich achtbar zum Saisonende zu verabschieden. Dies trifft vor allem die Badener, die noch einmal vor heimischem Publikum antreten. Und zwar in der Besetzung Daniel Hoffmann, Matthias Scholl, Holger Saam und Ruben Glatt. Zu vermuten ist, dass auch die Bayern nicht mit einem Ausländer antreten werden. Dies hieße, dass Hansi Seestaller auf Position 1 spielt, dann Norbert Straub, Rainer Böck und möglicherweise Sepp Rohrmüller.

18. Spieltag vorverlegt von Sonntag auf Samstag, 17. März:

Zusammenfassung:

Das Spitzenspiel am 18. Spieltag steigt in Ingolstadt, wenn der Meister gegen den Tabellenführer aus Paderborn antritt. Von jeher war dieses Nord-Süd-Duell ein Klassiker, der stets Spannung bis zum Schluss versprach. Dies wird sicherlich auch am Samstagabend so sein, dafür sorgt trotz Qualifikation für die Play-Offs die natürliche Rivalität zwischen beiden Clubs. Die Pennenfelder müssen in Koblenz gewinne, wenn der zweite Platz noch erreicht werden soll. Die Court-Wieseler sind klare Favoriten gegenüber den Bremern. Die Giessener hoffen möglicherweise auf einen Punkt gegen Karlsruhe, um noch dem Abstieg zu entgehen.