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Paderborner Squash Club |
1. Bundesliga Herren
Zusammenfassung 3. und 4. Spieltag:
Der Tabellenführer ist alles andere als überraschend der haushohe Favorit aus dem Bonner Vorort Beuel-Pützchen. 7:1-Punkte haben die Court-Wieseler zu Buche stehen, der Minuspunkt stammt aus dem Spitzenspiel vor eigenem Publikum gegen den als Mitfavoriten gehandelten Paderborner SC. Allerdings schmerzt der Punktverlust in Paderborn Bonns Teamchef Uli Albrecht sicher mehr als Andreas Preising, Chef in Paderborn. Denn Neuzugang Simon Frenz musste zwei Punkte vor dem Sieg am Samstagnachmittag mit einem Muskelriss verletzt aufgeben. Zu allem Unglück zeigte sich der Weltranglistenerste David Palmer Jetlag geschädigt und verlor das Spitzenspiel gegen den Engländer Tim Garner, so dass Paderborn "ohne Drei" (Nicol, Harms und Schneider) zu einem Punktgewinn kam, mit dem sie wohl selbst nicht mehr gerechnet hatten. Dass die anderen Bonner aus Pennenfeld ebenfalls nicht zu unterschätzen sind, bewiesen sie am Sonntag, als sie in Paderborn zwei Punkte entführten. Pennenfeld ist damit Vierter, Paderborn lediglich Fünfter. Völlig überraschend stehen hingegen die Hessen aus Witzenhausen auf Platz 2. Sie holten an diesem Wochenende vier Punkte in Bremen und daheim gegen Hannover. Die großen Gegner sind dem Aufsteiger jedoch bislang erspart geblieben. Doch mit sieben Pluspunkten hat man ein gutes Polster im Kampf gegen den Abstieg. Auf Rang 3 stehen erwartungsgemäß die Koblenzer, die sich mit zwei 4:0-Erfolgen in Hannover und gegen Gießen schadlos hielten. Der 1. SC Karlsruhe gewann am Freitag in Gießen, musste aber zu Hause die Dominanz von Court-Wiesel Pützchen neidlos anerkennen. Mit Aufsteiger Wiesental fängt die Reihe der Mannschaften mit negativem Punktekonto an (3:5). Gießen und Hannover haben je ein Pünktchen, die Bremer sind noch ohne einen Punkt das Schlusslicht der Tabelle.
Die Begegnungen des 4. Spieltages am Sonntag:
Paderborner SC - 1. SC Bonn-Pennenfeld 1:3
Ohne ihren Spitzenspieler Peter Nicol, aktuelle Nummer 2 der Welt, der wegen einer Zehenoperation ausfiel, ohne ihre Nummer 2, Lars Harms (derzeit auf US-Tour) und ohne Edgar Schneider (Nummer 4 etatmäßig), war für Paderborn gegen die Pennenfelder der Sieg nicht drin. Dies anerkannte auch Teammanager und Vorsitzender Andreas Preising neidlos. Allerdings hatten die Youngster Felix Lobert gegen Kai Klosa und Lars Osthoff gegen Stefan Oppolzer durchaus ihre Chancen, es fehlte aber ein wenig die Routine die Oppolzer, vor allem aber Klosa haben. Andererseits hatte Stefan Leifels, der auf Position alle Hände voll zu tun, Guido Kirschbaum im fünften Satz in Schranken zu halten. Nichts zu bestellen hatte erwartungsgemäß Nicol-Vertreter Tim Garner gegen den Schotten John White, Nummer 4 der Welt. Trotz der Heimniederlage und derzeit Platz 5 sind die Ostwestfalen nicht aus dem Rennen um die Play-Offs. Die Saison hat gerade erst begonnen.
1. SC Karlsruhe - CW Pützchen, Bonn 0:4
Nach dem Punktverlust am Samstag zu Hause fuhren die Bonner hochmotiviert rheinaufwärts nach Karlsruhe. Dort gewannen die Court-Wieseler auch ohne ihre Nummer 2, Simon Frenz, souverän gegen die Badener. Christian Spindler war ins Team gekommen und besiegte auf Platz 4 Ruben Glatt, dann gewann Oliver Post gegen Oldie Holger Saam in drei Sätzen, ehe David Palmer sich im Spitzenspiel ziemlich strecken musste, ehe er gegen Davide Bianchetti, den Italiener in Diensten der Karlsruher den Gesamtsieg in fünf Sätzen gesichert hatte. Den vierten Punkt fuhr Oliver Pettke (früher Kowalski) gegen Daniel Hoffmann ein. Mit 4:4-Punkten hat die Mannschaft um Teamchef Holger Saam durchaus noch die Möglichkeit die Play-Offs der letzten Vier zu erreichen.
Schängel SC Koblenz - Squash-Pointers Gießen 4:0
Dass mit den Koblenzern in dieser Saison zu rechnen ist, wusste man vorher, dass sie aber so souverän ihre Siege einfahren würden, war nicht unbedingt zu erwarten. Zwei 4:0-Erfolge waren es am Wochenende. Routinier Uwe Peters musste allerdings im ersten Match am Sonntag gegen Gießen über die volle Distanz. Erst im fünften Satz gab sich der Singener André Haschker, der vorige Saison noch für Kornwestheim in der 2. Bundesliga spielte, geschlagen. Hansi Seestaller, der am 5. November seinen 19. Geburtstag feiert, ließ gegen Sascha Pfau ebenso wenig anbrennen, wie Hansi Wiens, der gegen den Ex-Koblenzer Andreas Omlor in drei Sätzen siegte. Im inneraustralischen Duell gewann Schängelspieler Joseph Kneipp gegen seinen Landsmann John Williams auch ohne Satzverlust. Teammanager Edgar Krott war denn sehr zufrieden, ob der konzentrierten Mannschaftsleistung an beiden Tagen.
1. SRC Wiesental - 1. Bremer SC 3:1
Weiter ohne Punkt bleiben die Bremer nach diesem Spieltag. Im Saarland gegen den Saarbrücker Vorortverein SRC Wiesental verlor die Mannschaft von der Weser mit 3:1. Dass nicht mehr drin war, lag daran, dass die Mannschaft von Teamchef Willi Eickworth ohne Ausländer anreiste, so dass ihr Bester Heiko Schwarzer aufrücken musste und gegen den Iren Liam Kenny in drei Sätzen glatt verlor. Julian Wollny hatte nach einer bravourösen kämpferischen Leistung Johannes Voit im fünften Satz geschlagen und damit die Niederlage von Thorsten Mauerer gegen Wiesentals Che Hohwieler ausgeglichen. Den Siegpunkt für den ersten doppelten Punktgewinn des Aufsteigers besorgte Ex-Nationalspieler und Anlagenbetreiber Christian Bernard gegen Bremens Neuzugang Maik Aldag. Die Saarländer haben sich damit ein wenig Luft verschafft im Kampf gegen den Abstieg.
SC Witzenhausen - SRC in Hannover 4:0
Die Mannschaft der Stunde in der Bundesliga ist ganz sicher Aufsteiger SC Witzenhausen. Die Hessen stehen auf Platz 2 und die sieben Punkte auf der Habenseite nimmt ihnen keiner mehr. Dass der Erfolg gegen Hannover jedoch so klar ausfiel, liegt daran, dass der andere Aufsteiger von der Leine ohne Ausländer auflief und somit Jill Witt aufrücken musste. Für den Engländer Ben Howell war es somit leicht den Mannschaftssieg zu sichern, nachdem zuvor Jens Haselböck den SRCler Dirk Jaspert und Jens Fuhrmann Stephan Wirwa geschlagen hatte. Das i-Tüpfelchen auf den Sonntag setzte schließlich Manuel Haus, der Martin Siudzinski in vier Sätzen bezwang. Hannover wartet damit weiter auf den ersten doppelten Punktgewinn, dazu muss das Team aber in Bestbesetzung antreten.