Paderborner Squash Club
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1. Bundesliga Herren

Zusammenfassung 7. und 8. Spieltag:

Unverändert marschieren die vier ersten Mannschaften den Play-Offs im April nächsten Jahres entgegen, wobei Court-Wiesel Pützchen, Bonn seiner Favoritenrolle auch am Wochenende gerecht wurde. Am Freitag folgte die Rache für die bittere Niederlage gegen die Pennenfelder im Halbfinale bei den diesjährigen Mannschaftsmeisterschaften in Duisburg. Sie fiel entsprechend deutlich aus mit 4:0. Dabei hatten im Bonner Vorort-Derby die Court-Wieseler noch nicht einmal ihre beste Mannschaft im Court: Oliver Post spielt ein Turnier in Sao Paolo, Brasilien. Pennenfeld wurde, wie Pützchen-Teamchef Uli Albrecht zugestand, sicher unter Wert geschlagen, aber dennoch konnte er die Genugtuung diesen Sieg auf Pennenfelder Territorium errungen zu haben, nicht verhehlen. Schlager des Abends vor vollem Haus war natürlich die Begegnung der beiden Weltklassespieler David Palmer und John White. Palmer unterstrich, warum er die Weltrangliste anführt. Er wiederholte seine Halbfinal-Erfolg gegen White bei den British Open. Am Sonntag gewann der Tabellenführer dann zu Hause gegen Aufsteiger Witzenhausen. Auf Tuchfühlung bleiben die Paderborner mit zwei Siegen über Koblenz und in Karlsruhe. Das Spiel am Freitag gegen den Schängel SC war Werbung pur für den Squashsport. 200 Zuschauer – ausverkaufter Ahorn Park – vier hochklassige Spiele, darunter das Match des Abends zwischen Weltmeister Peter Nicol und Joseph Kneipp, das der Neu-Engländer gegen den Australier nach 95 Minuten im fünften Satz mit 15:11 gewann. Koblenz rutschte damit auf den dritten Platz vor Pennenfeld, doch beide Teams haben genügend Luft zum fünften dem 1. SC Karlsruhe, der am Freitag in Witzenhausen gewann, aber daheim gegen Paderborn verlor. Der hessische Aufsteiger ist nun auf Platz 6 zwei Punkte vor Wiesental, dem Aufsteiger aus dem Saarland, das am Freitag den dritten Neuling mit einer 4:0-Niederlage abfertigte, aber in Koblenz unterlag. Mannschaft des Wochenendes war aber das Schlusslicht aus Bremen. Die Eickworth-Truppe schlug im Kampf um den Klassenerhalt ihre direkte Konkurrenz aus Gießen zu Hause und holte bei Aufsteiger Hannover einen Punkt. Damit hat der SRC von der Leine die Rote Laterne, Gießen liegt nur noch ein Pünktchen vor Bremen. Das neue Jahr wird also spannend: oben und unten in der Tabelle.

Die Begegnungen des 8. Spieltages am Sonntag:

1. SC Karlsruhe - Paderborner SC 1:3

Auch ohne ihre Nummer 1 sind die Paderborner eine Klasse für sich: Dies bewiesen sie am Sonntag ohne Peter Nicol im Badischen. Den Auftakt machte Lars Osthoff, der sich in jüngster Zeit immer stärker in Szene setzen kann gegen Ruben Glatt. Nur im zweiten Satz zeigte er eine Schwäche, ansonsten beherrschte der Nachwuchsmann Ball und Gegner. Holger Saam ist zwar immer unbequem zu spielen, aber gegen einen starken Edgar Schneider, nicht umsonst Nummer 2 der Deutschen Rangliste, war nach vier Sätzen Endstation für den Karlsruher Senior im Team. Der Italiener Davide Bianchetti ließ kurz die Hoffnungen der Badener aufflackern, als er dank bravouröser kämpferischer Leistung den Deutschen Einzelmeister Lars Harms, der an Position 1 aufgerückt war, im fünften Satz bezwang. Als Matthias Scholl im vierten Satz im Tie-Break zum 2:2 ausgeglichen hatte, standen die Karlsruher Fans auf den Stühlen und hofften auf ein Wunder. Aber Stefan Leifels, Nummer 1 der Deutschen Rangliste ist nicht umsonst seit genau zwei Jahren in Ligaspielen ungeschlagen. Scholl hatte sein Pulver im vierten Satz verschossen und gab den fünften mit 8:15 ab. Damit war der 3:1-Sieg der Paderborner Realität.

SRC in Hannover - 1. Bremer SC 2:2

Hätte Luis das Neves ein wenig mehr Kraft gehabt, dann hätte Bremen mit 4:0-Punkten das wohl erfolgreichste Bundesligawochenende seit Zugehörigkeit zur ersten Bundesliga gefeiert. So blieben es drei Punkte, was aller Ehren wert ist, denn nach dem souveränen Heimsieg am Samstag, folgte der Auswärtspunkt beim SRC in Hannover, wobei zur Ehrenrettung der Mannen aus Niedersachsen gesagt werden muss, dass sie ohne Ausländer antraten, während Bremen erstmals den Engländer Peter Genever einsetzte. Stephan Wirwa erfreute zunächst die begeisterten Hannoveraner Zuschauer durch seinen Viersatz-Sieg über Julian Wollny. Als Martin Siudzinski gegen das Neves gewonnen hatte, glaubten viele schon an den ersten doppelten Punktgewinn in der 1. Bundesliga, aber Peter Genever gegen Jill Witt und Heiko Schwarzer mit seinem Sieg über Felix Unger zerstörten die Hoffnungen. Beim SRC setzt man nun auf die Rückrunde, beim Bremer SC braucht man sicher keine Angst um den Klassenerhalt zu haben, wenn die Mannschaft mit einem ausländischen Spitzenspieler antritt.

Schängel SC Kobl. - 1. SRC Wiesental 3:1

Wie gut die Koblenzer inzwischen sind, musste der 1. SRC Wiesental erfahren, der in Bestbesetzung an den Rhein gereist war und dort trotzdem 1:3 gegen den Schängel SC verlor. Den Sieg bereiteten die Senioren Andreas Hubbert auf Position 4 gegen Che Hohwieler und Uwe Peters gegen den jungen Johannes Voit vor. Der zwischenzeitliche Anschluss durch die Niederlage des für Kneipp aufgerückten Hansi Wiens gegen den Iren Liam Kenny war einkalkuliert. Hansi Seestaller musste aber dann noch ein ordentliches Stück Arbeit leisten, ehe dank besserer Kondition der Fünf-Satz-Erfolg über den ehemaligen Nationalspieler Christian Bernard feststand. Dennoch dürfen die Saarländer mit dem Jahr zufrieden sein. Sie haben fünf Pluspunkte und beste Chancen nicht in den Abstiegsstrudel gerissen zu werden.

Court Wiesel Pützchen - SC Witzenhausen 3:1

Da Oliver Post noch in Brasilien weilte, Christian Spindler aber in der 2. Mannschaft eingesetzt wurde, griff Teamchef Uli Albrecht, wie früher OSC-Ingolstadts Manager Alfred Aurbach, selbst zum Schläger. Er verlor zwar in vier Sätzen, aber am Ende gewann der Tabellenführer dennoch, da mit Oliver Pettke, Simon Frenz und David Palmer drei echte Sieggaranten im Team des Tabellenführers sind. Weder Jens Fuhrmann, noch Manuel Haus gewannen einen Satz, einzig der Engländer Ben Howell, Nummer 1 des Aufsteigers aus Hessen, trotzte der Nummer 1 der Welt einen Satz ab. Für die Witzenhäuser ist die Niederlage kein Beinbruch. Sie haben schon sieben Punkte im Kampf gegen den Abstieg gesammelt und können beruhigt Weihnachten feiern.

Squash-Pointers Gießen - 1. SC Pennenfeld 2:2

Beide Mannschaften spielten ohne ihre Ausländer, aber dennoch war das Unentschieden eine Überraschung, wobei man sagen muss, dass zunächst alles sogar nach einem Sieg der Hessen aussah, denn die legten los wie die Feuerwehr. Ralf Föhre schlug Alexander Hoppe glatt in drei Sätzen und Neuzugang Andre Haschker bezwang den routinierten Erstligaspieler Kai Klosa. Guido Kirschbaum besorgte dann den Anschlusspunkt durch seinen erwarteten Erfolg über Andreas Omlor. Den Punkt für die Bonner Vorstädter sicherte Stefan Oppolzer, der drei Sätze brauchte, um Sascha Pfau zu schlagen. Am Ende waren beide Mannschaft aber doch über wenigstens einen Punkt zufrieden. Wie viel er jedem Team hilft wird erst das neue Jahr bringen.