Paderborner Squash Club
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DEUTSCHE SQUASH LIGA

1. Bundesliga Herren

Zusammenfassung 9. und 10. Spieltag:

Die 1. Bundesliga Herren hat die Hälfte der Spielzeit und das Wochenende der "direkten Revanche" auch. Die Gelegenheit genutzt haben jedoch nur die Karlsruher, die am Freitag im Saarland bei Wiesental noch Unentschieden spielten, am Sonntag aber den Aufsteiger zu Hause mit 3:1 abfertigten. Alle anderen Begegnungen waren vom Leistungsgefälle so, dass auch der Heimvorteil nichts genutzt hat: Es waren die Begegnungen "oben" gegen unten". So untermauerten die Court-Wieseler aus Beuel-Pützchen ihre Favoritenstellung sowie die Tabellenführung durch zwei 4:0-Siege über die Squash Pointers Gießen. Und dies gleich zwei Mal am selben Tag. Nicht viel besser erging es den gut gestarteten Witzenhäusern, die gegen Paderborn unter die Räder kamen. Der PSC bleibt damit mit zwei Punkten Abstand hinter Court-Wiesel Pützchen auf Tuchfühlung und gilt als eben so sicherer Kandidat für die Play-Offs die Bonner. Der Dritte sichere Kandidat im Bunde sind die Mannen aus Koblenz vom Schängel SC. Zwei 4:0-Siege über Bremen, dabei nur einen Satz in zwei Tagen abgegeben: Fürwahr eine eindrucksvolle Demonstration der Stärke. Die vierte Mannschaft mit Play-Off-Ambitionen sind die Bonner aus dem anderen Vorort. Pennenfeld siegte auch zwei Mal gegen den Tabellenletzten aus Hannover und hält den vierten Platz, der zur Teilnahme an der Meisterschaftsendrunde berechtigt. Angesichts dieser klaren Ergebnisse hat sich auch im hinteren Bereich der Tabelle nichts getan: Schlusslicht bleibt das Team von der Leine, dann kommt Bremen und Gießen. Wiesental und Witzenhausen haben etwas Luft zu den beiden Abstiegsrängen, Karlsruhe konnte trotz eines Sieges und eines Unentschiedens den Abstand auf Pennenfeld verkürzen, im Gegenteil: Es fehlen fünf Punkte auf die Play-Offs. Dies zu schaffen wird schwer an den restlichen acht Spieltagen, die in dieser noch auf dem Plan stehen.

Die Begegnungen des 10. Spieltages am Sonntag:

Paderborner SC - SC Witzenhausen 4:0

Paderborns Spitzenspieler, die Nummer 1 der Welt, hat sich gerade einen neuen großen Turniersieg (US Memorial) in Boston über seinen Erzrivalen Jonathan Power geholt und konnte seine Mannschaft nicht unterstützen. Dies war aber auch gar nicht notwendig, denn mit Lars Harms, Stefan Leifels, Edgar Schneider und Lars Osthoff sind die PSCler allemal gut genug besetzt, um den Aufsteiger aus dem hessischen Witzenhausen sicher in die Schranken zu weisen. Einzig Osthoff gegen Jens Haselböck und Schneider gegen Oldie Peter Fischer gaben einen Satz ab. Leifels beherrschte Fuhrmann und Harms, der mittlerweile Rang 52 in der Weltrangliste inne hat, deklassierte den Engländer Ben Howell. Wobei man allerdings sagen, muss, dass Witzenhausen nicht in Bestbesetzung antreten konnte: Ihre nominelle Nummer 2, Manuel Haus, mit einer gebrochenen Rippe pausieren musste. Ob diese eine Ergebnisänderung gebracht hätte, bleibt dahin gestellt. Dem Tabellenzweiten merkte man hingegen gar nicht an, dass er eine lange Ballnacht hinter sich hatte, denn in Paderborn stand am Samstagabend die Wahl des Sportlers des Jahres auf der Tagesordnung. Und wer anders könnte diese Auszeichnung erhalten haben , als Stefan Leifels, Nummer 1 der Deutschen Rangliste und Nationalspieler.

Squash Pointers Gießen - CW Pützchen 0:4

Ein Novum gab es in Gießen: Die Squash Pointers legten Hin- und Rückspiel auf den Samstag. Beide Mannschaften wechselten nicht die Aufstellung und auch das Ergebnis blieb das selbe: Ohne Satzverlust, aber mit zwei Siegen und vier Punkten reisten die Bonner mit dem früheren englischen Nationalspieler Del Harris, Simon Frenz, Oliver Pettke und Oliver Post wieder aus Hessen ab. Weder Andreas Omlor, noch Sascha Pfau, André Haschker oder Sascha Trumheller hatten den Hauch einer Chance gegen den haushohen Meisterschaftsfavoriten, der sich keine Blöße gab. Die Giessener hatten sich zuvor schon keine großen Hoffnungen gemacht. Sie müssen die Punkte gegen den Abstieg wo anders holen.

SRC in Hannover - 1. SC Pennenfeld 0:4

Nachdem am Freitag beim letzten Hinrundenspiel der Pennenfelder Neuzugang Renan Lavigne beim Heimspiel gegen die Hannoveraner noch nicht eingesetzt werden durfte und so nur ein knappes 3:1 zustande kam, wobei Stefan Oppolzer auch hätte verlieren können gegen Jill Witt, war am Sonntag mit dem französischen Nationalspieler alles klar. Lavigne gewann in vier Sätzen gegen den Australier Cameron White, alle anderen Resultate waren klar: Dreisatzsiege für Guido Kirschbaum gegen Jill Witt, Stefan Opppolzer gegen Martin Siudzinski und Kai Klosa gegen Stephan Wirwa. Der Aufsteiger vom SRC bleibt somit Schlusslicht, doch wenn die Mannschaft bei den restlichen Begegnungen in Bestbesetzung antritt, ist der Abstieg sicherlich noch zu verhindern.

Schängel SC Koblenz - 1. Bremer SC 4:0

In Koblenz hat man am Samstag und Sonntag, bei den beiden Spielen gegen die Bremer nichts anbrennen lassen. "Eigentlich lief alles wie erwartet", vermeldet Teammanager Edgar Krott vom Rhein. Er verzichtete auf seine ausländischen Spitzenspieler Joseph Kneipp, der in den USA Turnier spielt, ebenso wie auf Billy Haddrell. Da auch Bremen ohne Ausländer spielte traf Hansi Wiens an Nummer 1 auf Heiko Schwarzer, immerhin Nummer 6 der Deutschen Rangliste. Aber der ehemalige achtfache Deutsche Meister war einfach zu clever für den solide spielenden Bremer. Hansi Seestaller ließ am Sonntag Maik Aldag keine Chance, ja er demontierte ihn völlig, ließ ihm in drei Sätzen nur sechs Punkte. Auf Position 3 und 4 hatten Uwe Peters und Andreas Hubbert keine Probleme mit Thorsten Maurer und Marco Augustin, dem das lange Spiel vom Samstag gegen Hubbert noch in den Knochen steckte.

1. SC Karlsruhe - 1. SRC Wiesental 3:1

Zu einer echten Revanche kam es am Sonntag in Karlsruhe: Nach die Badener am Freitag im Saarland noch einen Punkt abgeben haben, wobei besonders die Niederlage von Baden-Württembergs Meister Daniel Hoffmann gegen Johannes Voit als Überraschung zu werten war, drehte Hoffmann zwei Tage später den Spieß um und gewann souverän in drei Sätzen gegen Voit. Den einzigen Sieg in Karlsruhe holte Che Hohwieler, der wie schon am Freitag den Karlsruher Oldie Holger Saam bezwang. Zur Ehrenrettung der Wiesentaler muss allerdings gesagt werden, dass sie an beiden Spielen ohne ihren etatmäßigen Spitzenspieler den Iren Liam Kenny antraten und so eigentlich die Chance auf mehr als ein Punktgewinn von vorneherein kaum möglich war, da Christian Bernard aufrücken musste und gegen den Italiener Davide Bianchetti keine Chance hatte. Den dritten Punkt für Karlsruhe holte Ruben Glatt, der Markus Voit schlug.