Paderborner Squash Club
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DEUTSCHE SQUASH LIGA

1. Bundesliga Herren

Zusammenfassung 11. und 12. Spieltag:

Unerschütterlich ziehen die Bonner von Court-Wiesel Pützchen ihre Kreise an der Tabellenspitze: 23:1-Punkte sprechen eine eigene Sprache. Am Wochenende ließen sich die Bonner Vorstädter weder vom Lokalrivalen Pennenfeld aufhalten. Sie gewannen mit 3:1, noch von vom Aufsteiger aus Hessen, dem SC Witzenhausen, der vor eigenem Publikum ebenfalls mit 3:1 bezwungen wurde. Eines muss man jedoch auch attestieren: Die Paderborner lassen sich nicht abschütteln. Das Team aus dem Ahorn Park verbuchte wie die Bonner zwei Siege und blieb auch ohne den Weltranglistenersten Peter Nicol diesen hart auf den Fersen mit nur zwei Punkten Unterschied. Weitere drei Punkte dahinter rangieren die Koblenzer, die den frischgbackenen Deutschen Einzelmeister Hansi Wiens in ihren Reihen haben. Der scheint allerdings in der Woche nach den Meisterschaften in Mülheim – verdientermaßen – gefeiert zu haben, denn am Freitag unterlag er in Paderborn dem Deutsch-Schweizer Lars Harms mit 0:3-Sätzen und am Sonntag verlor er gegen seinen alten Kumpel aus Tagen des HSC Nürtingen, Christian Bernard, auch mit 0: 3. Doch es sei ihm gegönnt, denn wer kann schon von sich behaupten, dass er nach fünf Jahren Pause wieder eine Deutsche Einzelmeisterschaft gewinnt. Im übrigen zeigen sich die Mannen von Teammanager Edgar Krott so stark, dass sie Wiens Schwäche zumindest am Sonntag kompensierten und gegen Wiesental gewannen. Die Koblenzer halten somit Rang 3 vor Pennenfeld. Alle vier Mannschaften sind so gut wie sicher für die Play-Offs vom 19. bis 21. April in Paderborn qualifiziert. Um die goldene Ananas für die restlichen Spiele geht es für den 1. SC Karlsruhe. Mit 12:12-Punkten sind weder die Play-Offs, noch der Abstieg wirklich ein Thema. Hinter den Badenern geht jedoch der Kampf um den Klassenerhalt los. Da stehen mit acht Pluspunkten die Aufsteiger aus Wiesental, mit sieben die Witzenhausner, mit sechs die Gießener, mit fünf Punkten die Bremer und fast schon abgeschlagen mit 3 Punkten die Aufsteiger aus Hannover.

Die Begegnungen des 12. Spieltages am Sonntag:

1. SC Bonn-Pennenfeld - SP Gießen 3:1

Obwohl die Pennenfelder ihre etatmäßige Nummer 1, den Schotten John White nicht zur Verfügung hatten, da dieser in New York beim Tournament of Champions spielte und das Halbfinale gegen Peter Nicol erreichte, reichte es gegen die Giessener zum 3:1-Erfolg. Kai Klosa servierte den Teammanager der Hessen, Felix Paal, in drei Sätzen ab, Stefan Oppolzer benötigte allerdings etwas länger um gegen den jungen André Haschker in vier Sätzen erfolgreich zu sein. Zwar verlor der Neuzugang, der französische Nationalspieler Renan Lavigne gegen den Australier John Williams, aber Guido Kirschbaum, immerhin im Viertelfinale der Deutschen Einzelmeisterschaften in Mülheim, machte mit Sascha Pfau kurzen Prozess, so dass die Pennenfelder weiter auf Play-Off-Kurs bleiben, während die Hessen sich auf Platz 8 mitten im Abstiegsstrudel befinden.

Paderborner SC - 1. SC Karlsruhe 3:1

Was der Malaysier Ong Beng Hee wert ist, bewies er bei seiner Premiere für die Paderborner am Freitag in Koblenz, als er den Australier Joseph Kneipp in einer Stunde und 53 Minuten in fünf Sätzen niederrang, wobei der letzte Satz nur acht Minuten dauerte. Am Sonntag fehlte Beng Hee dann wohl etwas die Kraft gegen den italienischen Weltklassespieler Davide Bianchetti, so dass der Weltranglistensiebte mit fehlerhaftem Spiele in vier Sätzen verlor. Doch seine Mannschaftskollegen machten dies wett: Lars Osthoff gewann gegen Ruben Glatt, Edgar Schneider gegen Holger Saam und Lars Harms gegen Daniel Hoffmann. Damit behalten die PSCler Platz 2 und bleiben auf Kurs. Den Karlsruhern, die weder nach oben noch nach unten Ambitionen haben, tut die Niederlage nicht wirklich weh.

1. Bremer SC - SRC in Hannover 3:1

Bremens Teamchef Willi Eickworth schäumte. Am Samstag hatte sein Team im Schlüsselspiel in Gießen mit 1:3 verloren. Was ihn besonders wurmte, war, dass der erste Einsatz in dieser Saison des Weltranglistenelften David Evans umsonst war. Er hätte das Unentschieden retten können, verlor aber gegen den Australier John Williams (Nummer 28 der Welt) in fünf Sätzen. Eickworth kritisierte vor allem die Schiedsrichterleistung. Tags darauf zeigten sich die Weserstädter gut erholt von der Niederlage und bezwangen die Hannoveraner. Dabei hatte es alles andere als gut angefangen: Julian Wollny hatte das Auftaktmatch gegen Stephan Wirwa verloren, aber Luis das Neves gegen Martin Siudzinski, David Evans gegen Cameron White und Heiko Schwarzer gegen Jill Witt drehten das Spiel noch, so dass die Bremer zwar den vorletzten Platz behalten, aber dennoch noch alles drin ist im Abstiegskampf. Für Hannover wird es jedoch langsam kritisch. Sie behalten weiter die Rote Laterne.

1. SRC Wiesental - SSC Koblenz 1:3

Die knapp 100 Zuschauern, darunter auch die saarländische Sportministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, und der Rohrbacher Ortsvorsteher Alois Scheil, bekamen Squash der Spitzenklasse zu sehen. Im ersten Spiel des Tages bekam es Che Hohwieler mit dem Koblenzer Routinier Uwe Peters zu tun. Im ersten Satz konnte Hohwieler noch von seinem präzisen Spiel profitieren und mit 15:9 für sich entscheiden. Peters drehte anschließend auf und siegte dann doch noch klar mit 3 : 1 Sätzen. Für die erste Überraschung hätte im zweiten Spiel Johannes Voit sorgen können. Er verlangte dem Koblenzer Hansi Seestaller als ab und zwang ihn in den 5 Satz. Hier hatte Voit nicht mehr zu zusetzen, so dass Seestaller das Spiel mit 3 : 2 für sich entscheiden konnte. Im mit Spannung erwarteten Spitzenspiel des Tages setzte sich Joseph Kneipp knapp mit 3 : 1 gegen Graham Ryding durch. Die 1 : 0 Satzführung glich Kneipp im zweiten Satz mit 15 : 10 aus. Im dritten Satz hatte Ryding leichte Vorteile gegenüber Kneipp, dem sichtbar noch sein schweres Freitagsspiel in den Knochen steckte. Durch eine unglückliche Schiedsrichterentscheidung bei Stand von 12 : 12 zum Nachteil von Ryding kam Kneipp wieder in seinen Rhythmus. Mit 15 : 12 und 15 : 12 gingen dann die beiden nächsten Sätze an den Koblenzer Spieler. Im letzten Spiel des Tages standen sich dann Christian Bernard und Hansi Wiens gegenüber. Wiens kam in diesem Match nie zu seinem Spiel. Mit präzisen und knallharten Bällen spielte Bernard Wiens aus. Mit 3:0 ging dieser Sieg klar an Bernard.

SC Witzenhausen - CW Pützchen 1:3

Bereits am Samstag spielte Oliver Post verletzt gegen Kai Klosa und verlor, so dass Teammanager Uli Albrecht Stuart Johnson in Witzenhausen einsetzte. Doch der Routinier verlor trotz starkem Start ganz knapp im fünften Satz gegen Jens Haselböck. Danach waren der Tabellenführer aus Bonn jedoch jederzeit Chef im Ring und seine Topspieler Oliver Pettke gegen Peter Fischer, Simon Frenz gegen Jens Fuhrmann und der finnische Nationalspieler Olli Tuominen gegen den Engländer Ben Howell schaukelten das Ding sicher nach Hause, ohne nur einen einzigen Satz abzugeben. Mit sieben Pluspunkten rutschen die Witzenhäuser jetzt wieder langsam aber sicher der Abstiegszone entgegen. Der Aufsteiger aus Hessen hofft vor allem auf eine baldige Genesung seiner Nummer 2, Manuel Haus. Der Tabellenführer dagegen hat bei elf Punkten Vorsprung auf einen Nicht-Play-Off-Platz die Endrunde quasi schon in der Tasche.