Paderborner Squash Club
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Deutsche Squash Liga 1. Bundesliga Herren

1. Bundesliga Herren

"Vizekusen" lautete die Schlagzeile in dem Blatt mit den großen Buchstaben, nachdem die Jungs aus dem Aspirin-Team unterm Bayerkreuz erneut nur Zweite geworden waren. Die Frage, die sich unter Squashern stellt, lautet: Ist Leverkusen überall. In der vorigen Saison verpasste die Mannschaft von Uli Albrecht erneut die Meisterschaft. Beim dritten Anlauf in der Saison 2002/2003 soll es nun klappen. Zwar hat der Teammanager nicht ganz so groß eingekauft, aber vier Ausländer, darunter John White – Top 10-Spieler - vom Nachbarn Pennenfeld können sich sehen lassen. Die räumliche Nähe zum Lokalrivalen ist allerdings nicht mehr gegeben, denn die Court Wieseler haben das Center gewechselt und spielen in Mülheim an der Ruhr. Nur einen Einkauf haben die Paderborner getätigt: Der Waliser Alex Gough ist ins Team gekommen. Ansonsten vertraut der Meister auf das gewachsene Selbstvertrauen und die spielerische Stärke vor allem des Nachwuchses, allen voran Lars Osthoff. "Der FC Bayern des Squash" hat schließlich nicht nur den weltbesten Spieler in seinen Reihen, sondern auch mit Stefan Leifels und Edgar Schneider die Nummer 1 und 2 der Rangliste und mit Lars Harms den besten Schweizer mit deutschem Pass. Damit wären die beiden Topfavoriten für die kommende Runde genannt, die jedoch wiederum in den Play-Offs der besten vier Teams mündet. Beste Chancen haben hier natürlich die letztjährigen Teilnehmer, also der Schängel SC Koblenz, der zwar Marius Spiekermann abgeben musste, aber dafür den Vizejuniorenweltmeister geholt hat: Greg Gaultier – Frankreichs besten Squasher. Bonn-Pennenfeld hat Stefan Oppolzer verloren, der seine Profikarriere aus gesundheitlichen Gründen beendete. Für ihn kam der Karlsruher Scholl und für John White der Belgier Casteleyn. Doch in dieser Spielzeit ist mit weiteren Aspiranten für die Endrunde zu rechnen. Wiesental hegt ebenso leise Hoffnungen wie Karlsruhe. Selbst bei den Aufsteigern aus Münster und Stuttgart ist gesunder Optimismus herauszuhören. Doch ähnlich wie bei Wiesental dürfte die erste Saison erst einmal dazu dienen, sich an die raue Luft in der 1. Bundesliga zu gewöhnen. Die Bremer sind zwar von der Aufstellung nicht zu den Abstiegskandidaten zu zählen, aber Bremens Teammanager Willi Eickworth muss mit spitzem Bleistift rechnen und dies bedeutet, dass er vielleicht nicht immer einen Profi einsetzen wird. Von allen Experten als potzenieller Absteiger gehandelt, werden die Giessener. Doch zu früh sollte man das Team aus Hessen nicht abqualifzieren. Schließlich hat Felix Paal schon vorige Saison mit seiner Mannschaft erfolgreich dem Abstieg getrotzt.

1. Spieltag am Freitag, 4. Oktober:

Paderborner SC - Schängel SC Koblenz
(verlegt auf Samstag, 5. Oktober, 15 Uhr)

Das Spiel der Spiele am ersten Spieltag steigt in Paderborn: Dort empfängt der Meister den Dritten. Zwar verzichtet Manager Andreas Preising auf seinen Superstar Peter Nicol, doch auch Tim Garner, Nr. 47 der Weltrangliste ist nicht zu unterschätzen. Und hinter ihm spielen Lars Harms, Stefan Leifels, Edgar Schneider oder Lars Osthoff. Allesamt unter den ersten zehn der Deutschen Rangliste. Dass der PSC schon in einer beachtlichen Frühform ist, bewiesen die Spieler beim Europokal der Landesmeister im September in Aix-en-Provence als sie Platz 3 belegten. Dabei muss berücksichtigt werden, dass der spätere Sieger gegen den man im Halbfinale verlor zwar aus Frankreich kam (Paris St. Cloud), aber keinen einzigen Franzosen in seinen Reihen hatte und mit vier Spielern der Top-20 der Welt antrat. Die Koblenzer sind also gewarnt, andererseits werden sie vermutlich ebenfalls in bester Besetzung antreten. Der Australier Joseph Kneipp ist gegen Garner stärker einzuschätzen. Auf Position 2 trifft dan Lars Harms auf den ehemaligen PSC-Spieler Hansi Wiens, der sich natürlich vor seinen vielen alten Fans von der besten Seite zeigen will. Dennoch ist Harms favorisiert gegen den amtierenden Deutschen Einzelmeister. Eine noch klarere Angelegenheit dürfte das Spiel von Deutschlands Ranglistennummer 1, Stefan Leifels, gegen Koblenz’ Hansi Seestaller sein. Und da auch Edgar Schneider oder Lars Osthoff gegen Uwe Peters im Vorteil sind, könnten die Paderborner mit einem Heimsieg in die neue Saison starten.

1. SC Karlsruhe - 1. SQC Münster

In Karlsruhe hat man sich viel vorgenommen in dieser Saison. Nachdem die Mannschaft in den letzten beiden Jahren immer knapp an einem Play-Off-Platz vorbeigerauscht ist, soll es dieses Mal klappen. Zumindest hat der Vorstand diese Hoffnung. Gegen den Aufsteiger aus Münster steht jedoch gleich im ersten Spiel eine harte Bewährungsprobe bevor. "Der Aufsteiger ist nicht zu unterschätzen" meint Sportwart Micha Bahmann. Fast in Bestbesetzung mit Davide Bianchetti, Daniel Hoffmann, Ruben Glatt und Matthias Heinemann erwarten die Badener den 1. SQC Münster. Die wollen natürlich im Jubiläumsjahr sich möglichst teuer verkaufen und wenn möglich ein Punkt aus Karlsruhe mitnehmen. Die Hoffnungen von Markus Knäpper ruhen dabei auf Michael Ehlers (Position 4) und Marius Spiekermann, Neuzugang aus Koblenz auf Position 3. Knäpper selbst rechnet sich gegen den frisch gebackenen Nationalspieler Daniel Hoffmann keine Chancen aus, ebenso wie der Belgier Steve Dries gegen den Italiener Bianchett nichts zu melden hat.

1. Bremer SC - Squash Pointers Gießen

Zwei potenzielle Abstiegskandidaten treffen in Bremen aufeinander. Willi Eickworth, Bremens Teammanager ist sich der Wichtigkeit dieses Spiels bewusst und hat seinen Neuzugang, den niederländischen Nationalspieler Gabor Marges, aufgestellt. Der wird allerdings wenn der Australier John Williams spielt, ein hartes Brot zu kauen haben. Heiko Schwarzer ist an Position 2 sicherlich favorisiert gegen den jungen Andre Haschker. Ein enges Match ist zu erwarten, wenn Bremens Julian Wollny und Sascha Pfau aufeinander treffen. Auf Position 4 setzt Willi Eickworth auf den erfahrenen Luis das Neves, der gegen Felix Paal oder Sascha Trumheller gewinnen müsste. "Ein 2:2 ist Pflicht, ein guter Auftakt wäre der Sieg für uns", so Eickworth.

1. SC Bonn-Pennenfeld - 1. SI Stuttgart

"Ein Sieg muss her", gibt Teammanager Guido Kirschbaum die Parole aus. Für die Pennenfelder, die als sehr heimstark gelten ist der Auftakt vor eigenem Publikum auch ein Prestigeangelegenheit, wer will schließlich gegen den Aufsteiger womöglich noch ein Unentschieden sich einhandeln. Deswegen treten die Bonner Vorstädter mit dem holländischen Nationalspieler Tommy Berden an, der es mit dem australischen Spielertrainer der Schwaben, Simon Baker zu tun hat. Auf Position 2 trifft dann Guido Kirchbaum auf den jungen Dennis Drenjovski, der klarer Außenseiter ist. Auch Pennenfelds Neuzugang Jill Witt, der früher für den SRC in Hannover spielte, ist favorsiert gegen Stuttgarts Jungstar Patrick Gässler. Eine 50:50-Chance hat laut Kirschbaum Kai Klosa gegen Manuel Fistonic. Schmerzlich vermisst wird bei Pennenfeld Matthias Scholl, der von Karlsruhe nach Bonn wechselte, aber schon seit Wochen verletzt ist. Er steht vermutlich erst ab November der Mannschaft wieder zur Verfügung.

 CW Bonn/Mülheim - 1. SRC Wiesental

Ohne Teamchef Uli Albrecht, der beruflich in USA weilt, müssen die Court Wieseler auf ihrem neuen Heimcourt in Mülheim an der Ruhr antreten. Dennoch ist der Vizemeister mit John White, Simon Frenz, Oliver Pettke und Oliver Post hoher Favorit gegen die Mannschaft aus dem Saarland. Sie reisen mit ihrem Neuzugang, dem Engländer Bradley Ball an. Auf Position 2 muss der junge Johannes Voit aufrücken, da Routinier Christian Bernard nicht zur Verfügung steht. Che Hohwieler und Markus Voit komplettieren das geschwächte Team.

  1. Spieltag am Sonntag, 6. Oktober:

Zusammenfassung:

Am Sonntag muss der Meister nach Gießen, wo zwei Punkte abgeholt werden müssen, so die Meinung von Manager und PSC-Vorsitzendem Andreas Preising, der seit vergangenem Wochenende außerdem noch ein offizielles Amt in der DSL hat. Er wurde für den ausscheidenden Oliver Pettke in den Vorstand gewählt. Einen Heimauftakt wie er besser nicht sein könnte, haben die Aufsteiger aus Münster. Sie empfangen als äußerst attraktiven Gegner den Vizemeister Court Wiesel Bonn/Mülheim. "Schön fürs Publikum, schlecht fürs Punktekonto", urteilt Manager und Spieler Markus Knäpper. Ein Unentschieden erhoffen sich die Wiesentaler gegen den Gast aus Pennenfeld, die etwas tief stapeln und mit einem Punkt auch zufrieden wären. Eine Standortbestimmung bietet für Stuttgart die Heimspielpremiere: Gegen Bremen muss man gewinnen, sonst ist der Abstiegskampf vorgezeichnet. In Koblenz ist der Schängel SC Favorit gegen die Karlsruher, dennoch wollen die Badener alles versuchen, um wenigstens einen Punkt mitzunehmen.