Paderborner Squash Club
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Deutsche Squash Liga 1. Bundesliga Herren

1. Bundesliga Herren - Vorbericht Spieltage 3 und 4

Wäre die Bundesliga nach dem ersten Spielwochenende zu Ende, müsste man von einem grandiosen Erfolg der Court Wieseler aus Bonn/Mülheim sprechen, denn die drei Mannschaften von Teammanager Uli Albrecht (1. Bundesliga Herren, 2. Bundesliga Nord und 1. Bundesliga Damen-Nord) belegen allesamt den ersten Platz. Doch bis zur tatsächlichen Abrechnung ist noch eine Weile hin und die anderen Mannschaften brauchen nicht in Ehrfurcht zu erstarren. In der ersten Liga bei den Herren gibt es zudem den amtierenden Meister aus Paderborn, der momentan nur durch das schlechtere Match- und Satzverhältnis auf Platz 2 steht. Dies könnte sich schon am Wochenende ändern, denn der PSC hat das leichtere Programm: Zwei Heimspiele gegen Wiesental und den Aufsteiger aus Stuttgart. Die müssten zu gewinnen sein. Court Wiesel Bonn Mülheim tritt dagegen in Koblenz an, wo Edgar Krott nur zu gerne dem Meisteraspiranten eins auswischen würde. Auch der Sonntag zu Hause bietet kein Zuckerschlecken, denn der alte Stadtrivale aus Pennenfeld kommt, muss aber die Stadtgrenzen verlassen und ins neue Domizil der Court Wieseler nach Mülheim reisen. Für den Überraschungsdritten, den 1. Bremer SC, wird es ernst. Er bekommt zwei dicke Brocken vorgesetzt und kann nun in Pennenfeld und daheim gegen Wiesental seinen Aufwärtstrend bestätigen, ansonsten nimmt der Mannschaft die drei Punkte auf der Habenseite keiner mehr. Der freche Aufsteiger aus Stuttgart steht auf einem Play-Off-Platz. Im Duell gegen den badischen Rivalen aus Karlsruhe kann er beweisen, dass wie im Fußball Stuttgart auch im Squash die erste Geige spielt. Im Tabellenkeller kommt es zu einem wegweisenden Duell am Freitag zwischen Gießen und Aufsteiger Münster. Der Gewinner darf sich nach oben orientieren, für den Verlierer geht es ums Übeleben. Wiesental, das vom Abstiegskandidaten den Weg ins Mittelfeld finden will, wird es schwer haben. In Paderborn ist nichts zu erben und gegen Bremen ist ein Punktverlust möglich.

3. Spieltag am Freitag, 1. November:

1. Squash Insel Stuttgart- 1. SC Karlsruhe

50 Jahre ist es her, dass Baden und Württemberg zu einem Bindestrich-Land verschmolzen wurden, doch noch immer pflegen beide Landesteile eine gewisse Rivalität und da ist der Sport ein willkommenes Ventil. Dies ist im Squash nicht anders. Besonders wenn der selbstbewusste Aufsteiger aus der Landeshauptstadt den arrivierten Erstligisten aus der badischen Landeshauptstadt zu Gast hat. Die Stuttgarter treten in Bestbesetzung an, also mit ihrem australischen Spielertrainer Simon Baker, Dennis Drenjovski, Patrick Gässler und Manuel Fistonic. "Wir hoffen mit einem enthusiastischen Publikum im Rücken in der ‚Hölle Süd’ im ersten Derby bestehen zu können", gibt Teamchef Arno Limmeroth die Vorgabe. Spielen die Karlsruher in der Besetzung wie vor vier Wochen (Davide Bianchetti, Daniel Hoffmann, Ruben Glatt und Tobias Böhm) ist ein knapper Sieg möglich. Die härteste Nuss dürfte dabei Drenjovski zu knacken haben. Nur große Optimisten glauben an einen Sieg gegen den frisch gebackenen Nationalspieler Daniel Hoffmann.

Paderborner SC - 1. SRC Wiesental (Samstag, 02.11.02 15 Uhr!)

Da am nächsten Woche die besten Profis in Qatar die "Classics" spielen, tritt der PSC voraussichtlich ohne Ausländer an, vermeldet Teammanager und Vereinsvorsitzender Andreas Preising. Damit rückt der Deutsch-Schweizer Lars Harms auf Position 1 und dahinter spielen dann Stefan Leifels, Edgar Schneider und Lars Osthoff. Bei Wiesental wird wohl Bradley Ball oder Graham Ryding eingesetzt mit Gewinnchancen gegen Harms, aber Christian Bernard, Che Hohwieler und Johannes Voit stehen gegen ihre Widersacher, die allesamt aktive Nationalspieler sind, vermutlich auf verlorenem Posten. Zwei Punkte sind für Andreas Preising deshalb Pflicht.

1. SC Bonn-Pennenfeld - 1. Bremer SC

Die Bremer haben zu Beginn der Saison aufhorchen lassen, holten in Stuttgart einen Punkt und schlugen die Squash-Pointers Gießen. In Pennenfeld ist man deshalb gewarnt. "Eine erneute Pleite wie gegen Stuttgart dürfen wir uns nicht leisten", warnt Guido Kirschbaum, der als Bonner "Squash-Urgestein" nicht nur für Punkte, sondern auch für das Team verantwortlich ist. Da Neuzugang Matthias Scholl (früher Karlsruhe) immer noch verletzt ist, stellt sich die Mannschaft von alleine auf: Renan Lavigne, Guido Kirschbaum, Jill Witt und Kai Klosa. Bremen will laut Teamchef Willi Eickworth mit dem niederländischen Nationalspieler Gabor Marges, Heiko Schwarzer, Julian Wollny und Luis das Neves dagegenhalten. "Eine knappe Niederlage wäre kein Beinbruch, "aber einen Punkt zu holen, kann ich mir schon vorstellen", so Eickworth. Der Coach spekuliert dabei auf einen Sieg seines Routiniers Luis das Neves sowie auf einen möglichen Sieg von Heiko Schwarzer: "Schaun m’r mal".

Squash-Pointers Gießen - 1. SQC Münster

Ein Spiel mit mehreren Unbekannten ist in Gießen zu erwarten: Tritt die Heimmannschaft mit John Williams, André Haschker, Sascha Pfau und Andreas Omlor an kann das Team dem Aufsteiger aus Münster durchaus Paroli bieten, vorausgesetzt die Münsteraner setzen "nur" ihren "Belgier" Steve Dries ein und spielen ansonsten wie gewohnt mit Markus Knäpper, Neuzugang Marius Spiekermann und Routinier Michael Ehlers. Die Gewichte verschieben sich jedoch zu Gunsten des 1. SQCM dann, wenn einer ihrer "Parade-Engländer" den Court betritt. Die Rede ist von den beiden ehemaligen Nationalspielern Chris Walker und Del Harris, beide immer noch unter den Top 30 der Welt. Ohne Ausländer müsste der Aufsteiger beide Punkte mitnehmen können.

Schängel SC Koblenz - CW Bonn/Mülheim

Das Spitzenspiel des Wochenendes steigt in Koblenz: Der Schängel Squash Club hat die in Mülheim spielenden Bonner zu Besuch und würde nur zu gerne denen den einen oder anderen Punkt abknöpfen. Doch Uli Albrecht, Teamchef der Court-Wieseler, weiß um die Gefährlichkeit der Krott-Truppe und lässt seinen Neuzugang John White einfliegen, vorausgesetzt er kommt in Qatar nicht ins Halbfinale. Der Australier mit schottischem Pass vertritt den "echten Australier" David Palmer, der im Halbfinale zu erwarten ist, dort aber vermutlich auf Jonathan Power trifft. Nichtsdestotrotz: Mit White, Simon Frenz, Oliver Pettke und Oliver Post kommt Bonn fast in Bestbesetzung und Joseph Kneipp, Hansi Wiens, Hansi Seestaller und Uwe Peters müssten über sich hinaus wachsen, wenn ein Punkt drin sein sollte. Doch wer soll die beiden Spiele gewinnen? Wiens ist weit weg von der Form des Vorjahres und hat gegen Frenz in den letzten Ligaspielen keinen Blumentopf gewonnen, bleiben nur Seestaller und Peters übrig. Oder White steckt die Umstellung von Wüstentemperaturen auf deutschen Herbst nicht gut genug weg.

4. Spieltag am Sonntag, 3. November:

Zusammenfassung:

Das Bonner Stadtduell findet am Sonntag in Mülheim an der Ruhr statt – wo das neue Heimspielcenter der Court Wieseler steht. "Alles andere als eine deutliche Niederlage wäre mehr als eine Überraschung", stapelt Guido Kirschbaum von den Pennenfeldern tief, doch für Überraschungen sind sie immer gut, wie die Vergangenheit beweist. "Vom Meister lernen" lautet das Motto der Stuttgarter, die in Paderborn gastieren. Ein Unentschieden will Bremen vor eigenem Publikum gegen Wiesental, Heiko Schwarzer und Luis das Neves sollen die Punkte holen. Marius Spiekermann wird sich bei Münster zwar "zerreißen", ob dies gegen seinen alten Club Koblenz reichen wird, darf bezweifelt werden. Zu ausgeglichen ist der Play-Off-Teilnehmer 2002 besetzt. Den ersten doppelten Punktgewinn wollen die Karlsruher ihren Zuschauern präsentieren. Herhalten soll Gießen.