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Paderborner Squash Club |
| Deutsche Squash Liga | 1. Bundesliga Herren |
Nur Berufsoptimisten glauben daran, dass sich am nächsten Wochenende an der Tabellenspitze Veränderungen ergeben werden: Der souveräne Tabellenführer aus Bonn, der diese Saison erstmals in Mülheim seine Heimspiele austrägt, steht vor zwei lösbaren Aufgaben: Am Freitagabend muss er nach Gießen. Die Hessen zieren momentan das Tabellenende. Am Sonntag sind dann die Bremer Gast. Obwohl die Hanseaten sich bislang sehr gut gespielt haben und auf Platz 5 stehen, ist an einen Punktgewinn, geschweige denn an einen Sieg in der Höhle des Löwen natürlich nicht zu denken. Aber auch die Zweitplatzierten aus Paderborn lassen sich von Bremen am Freitag sicher nicht in die Suppe spucken. Am Sonntag gegen die Pennenfelder ist die Aufgabe etwas schwieriger. Vor allem da der Deutsch-Schweizer Lars Harms fehlt. Dafür spielt der Deutsche Meister mit Tim Garner an Position 1. Hinter den beiden Führenden beginnt das Gerangel um die Plätze für die Play-Offs. Zwar ist es noch eine Weile hin, bis die besten vier Mannschaften den Meister ausspielen, aber wer zu spät Gas gibt, den bestraft später das Leben. Nach den bisherigen Leistungen erheben fünf Mannschaften Anspruch auf die übrigen beiden Plätze. Allen voran die Karlsruher, die jedoch am Wochenende keinen Ausländer zur Verfügung haben, da alle bei Turnieren in Portugal oder Kanada spielen. Das heißt Pennenfeld ist klarer Favorit und könnte in der Tabelle aufrücken. Auch die Koblenzer könnten sich nach vorne schieben. Allerdings müssen sie zum Aufsteiger nach Stuttgart und deren Fans werden wie üblich einen höllischen Lärm machen und ihre Mannschaft frenetisch unterstützen. In Wiesental müssen die anderen Aufsteiger aus dem Münsterland antreten. Ob ein Punktgewinn möglich ist, hängt davon ab, ob Wiesental mit einem Ausländer antritt und wie fit Christian Bernard auf Position 2 ist.
5. Spieltag am Freitag, 15. November:
1. SC Bonn-Pennenfeld - 1. SC Karlsruhe
Da weder der Italiener Davide Bianchetti noch der Franzose Thierry Lincou zur Verfügung stehen, rückt automatisch Daniel Hoffmann auf Position 1. Dahinter spielen dann Ruben Glatt, Tobias Böhm und Matthias Heinemann. Mit dieser jungen Truppe ist trotz kämpferischen Engagements vermutlich kein Blumentopf zu gewinnen. Vorausgesetzt die Pennenfelder treten in der gewohnten Aufstellung an: Also mit dem Franzosen Renan Lavigne, Guido Kirschbaum, Jill Witt und Kai Klosa. Immer noch nicht ausgeheilt hat Neuzugang Matthias Scholl seine Verletzung. Dies wird ihn am meisten ärgern, denn gegen seine alten Mannschaftskameraden hätte er sicher gerne gezeigt, was er kann. Für die Bonner ist ein Sieg wichtig, denn bislang haben sie in der jungen Saison noch keine Bäume ausgerissen.
1. Bremer SC - Paderborner SC
Mit einem ausgeglichenen Punktekonto kann die Truppe von Teamchef Willi Eickworth beruhigt den Deutschen Mannschaftsmeister empfangen und braucht sich wegen einer möglichen Niederlage keine Gedanken zu machen. Die ist einkalkuliert. Zu gleichmäßig gut ist der PSC besetzt, obwohl solche Klasseleute wie Peter Nicol oder Lars Harms gar nicht aufgeboten werden von PSC-Teammanager und Vorsitzender Andreas Preising. An Position 1 spielt Tim Garner vermutlich gegen den Niederländer Gabor Marges, dann die deutsche Ranglistennummer 1 Stefan Leifels gegen Bremens Heiko Schwarzer. Edgar Schneider hat es vermutlich mit Julian Wollny zu tun. Interessant ist die Begegnung auf Position 4: Routine gegen Nachwuchs. Der früher für Paderborn spielende Luis das Neves spielt gegen den derzeit besten deutschen Nachwuchsspieler Lars Osthoff. Da das Neves in einer sehr guten "Spätform" ist, dürfen die Bremer Zuschauer sich auf ein spannendes Spiel freuen. "Wir unterschätzen sie nicht", wollen aber zwei Punkte", so Andreas Preising.
1. Squash Insel Stuttgart - Schängel SC Koblenz
Bislang haben sich die Stuttgarter in der ersten Liga sehr gut behauptet und am letzten Spieltag sensationell sogar einen Punkt beim Meister entführt. Die Koblenzer sind also gewarnt. Doch die Mannschaft von Teamchef Edgar Krott macht sicherlich nicht den Fehler, die Insulaner zu unterschätzen. Sie kommen mit ihrer australischen Nummer 1, Joseph Kneipp, der in Stuttgart auf seinen Landsmann Simon Baker trifft. Kneipp war zwar früher der "Spielkamerad" von Baker, wie er selbst sagt, aber in der Zwischenzeit ist Kneipp den Kinderschuhen entwachsen und steht nicht umsonst auf Platz 13 der Welt. Auf Position 2 hat die Mannschaft vom Rhein den amtierenden Deutschen Einzelmeister und erfolgreichsten Squasher Deutschlands aufzubieten: Die Rede ist von Hansi Wiens. Er trifft auf das schwäbische Nachwuchstalent Patrick Gässler. Der ließ aufhorchen durch seinen Sieg über Edgar Schneider (Nummer 2 der Deutschen Rangliste). Doch Wiens ist ein härteres Kaliber. Hinter Wiens spielt Hansi Seestaller. Der zwanzigjährige hat sich dem Profitum verschrieben und ist sicher favorisiert gegen den Stuttgarter Manuel Fistonic, der öfter noch mehr mit seinen Nerven, als mit dem Gegner kämpft. Niko Limmeroth spielt bei der Insel auf Position 4 und hat es mit einem Routinier zu tun. Der mehrfache Deutsche Seniorenmeister Uwe Peters ist eine ganz harte Nuss. Fazit: Die Koblenzer sind klarer Favorit, aber das war Paderborn gegen Stuttgart auch.
1. SRC Wiesental - 1. SQC Münster
Das Team aus Münster reist mit dem Belgier Steve Dries an, dann wie gehabt Markus Knäpper, Neuzugang Marius Spiekermann und Routinier Michael Ehlers. Bei Wiesental könnte der Ire Liam Kenny zum Einsatz kommen. Der Kanadier Graham Ryding wird sicherlich in seinem Heimatland das PSA-Turnier spielen. Mit Christian Bernard, Che Hohwieler und Johannes Voit hat die Mannschaft leichte Vorteile gegenüber dem Aufsteiger vom 1. SQC Münster. Spielen die Saarländer aber ohne Ausländer und rutscht Markus Voit ins Team rechnet sich Teamkapitän Markus Knäpper durchaus einen Punkt aus. Der würde gut tun, denn mit zwei Pluspunkten steht man nur knapp vor einem Abstiegsplatz.
Squash-Pointers Gießen - CW Bonn/Mülheim
Die Wahrscheinlichkeit, dass die Squash-Pointers Gießen vor heimischem Publikum dem großen Favoriten von Court Wiesel Bonn/Mülheim einen Punkt abtrotzen tendiert gegen null. Und dies obwohl bei Bonn der beste deutsche Spieler, Simon Frenz, nach seiner Muskelverletzung fehlt. Er ist jedoch nach Aussage von Teammanager Uli Albrecht bei "Bayern-Heiler" Müller-Wolfarth in besten Händen. Außerdem steht zum ersten Mal in dieser Saison der Australier David Palmer zur Verfügung, der sich bei den World Open im Wüstenstaat Qatar erst im Finale Peter Nicol geschlagen geben musste. Für Frenz rückt Oliver Pettke auf Position 2, dann Oliver Post und Christian Spindler rückt aus der zweiten Mannschaft nach. Sollte Gießen mit Ausländer spielen, dann hieße die Aufstellung wohl: John Williams, Andre Haschker, Sascha Pfau und Andreas Omlor.
6. Spieltag am Sonntag, 17. November:
Zusammenfassung:
Das Highlight am Sonntag steigt in Paderborn, wo die Pennenfelder antreten. Zwar hat der PSC im Halbfinale bei den Deutschen Meisterschaften mit den Bonnern kurzen Prozess gemacht, aber in den Ligaspielen taten sie sich bislang schwer. Von einem "Angstgegner" will Andreas Preising aber nicht sprechen. Zwei Punkte sollen es zu Hause werden. Ob Karlsruhe ohne Ausländer daheim gegen Wiesental gewinnt, ist ebenso fraglich wie dass Bremen einen Punkt gegen die Court Wieseler holt. Koblenz ist hoher Favorit gegen Gießen und ein interessantes Spiel wird das Aufsteiger-Duell in Münster. Sie spielen am Sonntag mit dem belgischen Nationalspieler Peter Pastijn. Ob der jedoch gegen Simon Baker gewinnen wird, bleibt abzuwarten. Die Vorteile von Münster liegen eher auf den hinteren Positionen. Ein Unentschieden ist realistisch.