Paderborner Squash Club
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Deutsche Squash Liga 1. Bundesliga Herren

Das Fest der Liebe steht vor der Tür und für die Squasher heißt es noch einmal die Schläger auspacken, sonst wird es nichts mit der Bescherung, sondern es kommt am Freitag, 6. Dezember, erst mal Knecht Rupprecht. Die Mannen um Teamchef Uli Albrecht brauchen sich sicher keine Sorgen machen, dass der Nikolaus mit der Rute winkt: Erstens haben die Court Wieseler ihr Heimspiel gegen die Paderborner auf den 18. Januar 2003 verlegt, zweitens sind sie ohne Punktverlust Tabellenführer und drittens ist der Auswärtsgegner Stuttgart am Sonntag zwar nicht zu unterschätzen, aber eine Niederlage droht nicht wirklich. Auch der amtierende Meister Paderborn wird am Sonntag gegen Karlsruhe kaum ins Straucheln kommen. Anders sieht es schon aus beim Team von DSL-Vorstand Bernd Adamaschek aus: Der 1. SQC Münster hat als Aufsteiger bisher erst zwei Punkte sammeln können. Zu wenig, um in der Liga zu bleiben – eine gewisse Enttäuschung ist spürbar. Dies gilt ebenso für den Gegner, der vom Rhein zu Besuch kommt. Die Pennenfelder, eine Traditionsmannschaft, seit Jahren oben dabei, 2001 sogar Deutscher Vizemeister, krebst auf Platz 7 herum. Beide brauchen einen Sieg, aber ob der Weihnachtsmann da hilft. Wenig Freude hat dieser auch bislang mit Gießen, denn die Squash-Pointers halten eisern die Rote Laterne. Die Stuttgarter dagegen schweben im siebten Himmel: Als Aufsteiger auf Platz 5. Alle Achtung! Aber Hochmut kommt vor dem Fall. Die vermeintlich leichten Gegner sind nicht zu unterschätzen. Ein Weiter nach oben orientieren wollen sich die Wiesentaler. Doch beim Tabellendritten Koblenz wäre ein Punkt schon ein Erfolg. Baden-Württembergs zweiter Erstligist bleibt bislang eisern auf dem Kurs, der da lautet: Play-Offs. Ein Sieg über die Werderaner könnte natürlich helfen den Anspruch zu untermauern. Hier wird die Aufstellung entscheidend sein, aber da wird noch gepokert.

7. Spieltag am Freitag, 6. Dezember:

1. Karlsruher SC - 1. Bremer SC

Nur nicht sich zu früh in die Karten schauen lassen lautet die Devise bei beiden Mannschaften. Sicher ist Karlsruhe favorisiert, wenn das Team in Bestbesetzung antritt, also mit dem italienischen Nationalspieler Davide Bianchetti. Der dürfte jedoch, wie viele der Profis in dieser Woche in Antwerpen bei den World Open sein Glück versuchen, ebenso wie Bremens Nummer 1, der Niederländer Gabor Marges. Hinter Bianchetti könnten dann Daniel Hoffmann, Ruben Glatt und Matthias Heinemann stehen. Willi Eickworth will mit Heiko Schwarzer auf Position 2, Julian Wollny und Luis das Neves oder Torsten Mauerer antreten. Bei dieser Konstellation sieht es gut aus für die Badener. Doch ohne Ausländer sind die Bremer sicher in der Lage einen Punkt mitzunehmen.

Squash-Pointers Gießen - Squash Insel Stuttgart

"Wir wollen da weitermachen, wo wir in Münster aufgehört haben, ein Punkt ist Pflicht, bei zwei Punkten macht das Heimspiel mehr Spaß", sagt Stuttgarts Teammanager Arno Limmeroth. Diese Aussage zeigt schon, dass der Aufsteiger nach nunmehr 6:6-Punkten nicht unter mangelndem Selbstbewusstsein leidet. Man reist in der gewohnten Aufstellung zu den Hessen: Simon Baker, Dennis Drenjovski, Patrick Gässler und Manuel Fistonic. Gießen, das bislang gerade mal einen Punkt auf der Habenseite verbucht, ist unter Druck. Ohne Ausländer ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass beide Punkte am Ende flöten gehen. Doch Felix Paal ist ein alter Fuchs und so könnte durchaus sein, dass er den Australier John Williams aufbietet, der immerhin Platz 37 in der Welt einnimmt und stärker einzuschätzen ist als sein Landsmann Baker, der bei den Stuttgartern als Spielertrainer fungiert. Dann bräuchte Gießen nur einen weiteren Punkt, um zumindest ein Unentschieden zu sichern.

1. SQC Münster - 1. SC Bonn-Pennenfeld

Bei Münster hat man alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den spielstarken ehemaligen englischen Nationalspieler Del Harris einsetzen zu können. Dieser ist aber in Antwerpen gemeldet, wo er in der ersten Runde auf den starken Franzosen Gaultier trifft. Es könnte also klappen mit dem Einsatz. Ansonsten muss der Belgier Steve Dries ran, dem jedoch gegen Pennenfelds Tommy Berden keine Chancen eingerechnet werden. Da auch Teammanager und Spieler Markus Knäpper gegen Guido Kirschbaum kaum gewinnen kann, ebenso wie Marius Spiekermann gegen Jill Witt, ist Michael Ehlers (Gegner ist Kai Klosa) neben Harris der einzige echte Siegspieler. Im besten Fall rechnet der Aufsteiger mit einem Unentschieden.

Schängel SC Koblenz - 1. SRC Wiesental

Mittlerweile ist Koblenz Spitzenspieler Joseph Kneipp auf Platz 11 der Weltrangliste angelangt. Das heißt aber auch, dass der sympathische Australier bei den World Open vom 6. bis 12. Dezember ein gewichtiges Wörtchen mitreden wird und vermutlich nicht zur Verfügung steht, das gleiche könnte für den Kanadier Graham Ryding in Diensten der Wiesentaler gelten. So schlägt möglicherweise die Stunde von Billy Haddrell und Bradley Ball auf Wiesentals Seite. Weiter spielen bei Koblenz Hansi Wiens, Hansi Seestaller und Uwe Peters. Bei Wiesental vermutlich Christian Bernard, Johannes Voit und Che Hohwieler. Ob es zu einem Punktgewinn in Koblenz reicht, darf bezweifelt werden, aber Überraschungen sind auch im Squash möglich.

8. Spieltag am Sonntag, 8. Dezember:

Zusammenfassung:

Die Paderborner empfangen ausgeruht (Freitagspiel gegen CW Bonn/Mülheim wurde verlegt) die Karlsruher und sind eindeutig favorisiert. Dies gilt auch für die Wiesentaler, die sich gegen Schlusslicht Gießen durchsetzen müssen, wenn sie noch Ambitionen Richtung Play-Offs hegen. Die Pennenfelder würden zu Hause den Koblenzern gerne einen Punkt abknöpfen, aber dieses Unterfangen dürfte schwer werden. Koblenz ist ausgeglichener besetzt und Pennenfeld diese Saison noch nicht so stark wie früher. Bremen gegen Münster. Beide brauchen Punkte, ein Unentschieden ist realistisch. Die Stuttgarter hoffen darauf, dass die Court Wieseler ohne David Palmer kommen und da Simon Frenz weiter verletzt ist, spekulieren sie gar auf einen Punkt. Doch Olli Tuominen an Position 1 ist eine Macht, Oliver Pettke an 2 auch, wenn müssten die Überraschungen von Patrick Gässler gegen Oliver Post und Manuel Fistonic gegen Christian Spindler kommen. "Man wird sehen!"