Paderborner Squash Club
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Deutsche Squash Liga 1. Bundesliga Herren

 

9. Spieltag am Freitag, 17. Januar:

Wir schreiben das Jahr 2003, die Weihnachtsgänse sind gegessen, die fetten Tage vorüber, am Wochenende beendet die Bundesliga die Vor- und startet sofort in die Rückrunde mit ihren Überkreuzbegegnungen: An zwei Tagen treffen zwei Mal dieselben Gegner aufeinander. Dies hat durchaus seinen Reiz, denn man kann umgehend eine schlechte Leistung wieder ausbügeln. Wie die Squasher über die Feiertage gekommen sind wird sich also zeigen. Eine gute Form ist von Nöten, schließlich beginnt bereits drei Tage nach dem 10. Spieltag die 28. Deutsche Einzelmeisterschaft in Mülheim Genau dort steigt aber am Freitagabend noch ein Nachholspiel. Und es ist das Highlight schlechthin: Tabellenführer Court-Wiesel Pützchen Bonn/Mülheim empfängt den Zweitplatzierten und amtierenden Deutschen Mannschaftsmeister. Da ist ganz sicher Musik drin. Beide Teams haben an diesem Wochenende ein echtes Mammutprogramm: Bereits am Samstag treten die Paderborner in Münster an und die Mülheimer reisen in den Süden nach Karlsruhe. Am Sonntag steht dann das dritte Spiel in drei Tagen an. Obwohl die Paderborner ohne Ausländer nach Mülheim reisen, sind sie leicht favorisiert. Ein Wechsel an der Tabellenspitze wäre also möglich. Dahinter entbrennt so langsam aber der Kampf um die beiden noch übrigen Play-Off-Plätze. Beste Chancen haben derzeit die Koblenzer und die Karlsruher, die ein leichtes Punktepolster vor den Wiesentalern auf Rang 5 aufweisen. Denen sitzt punktgleich auf der Aufsteiger aus Stuttgart auf der Pelle und genau dahin müssen die Saarländer am Freitag. Ein Spiel, in dem die schwäbischen Fans wieder voll auf ihre Kosten kommen werden. Fast außer Sicht ist für den Vizemeister 2001, den 1. SC Bonn-Pennenfeld die Endrunde. Gegen Gießen gilt es Punkte gutzumachen. Bremen steht auf einem Nichtabstiegsplatz. Münster und Gießen brauchen dringend Punkte, doch ob sie gegen Paderborn und Pennenfeld zu holen sind, darf bezweifelt werden.

Nachholspiel vom 6. Dezember:

CW Bonn/Mülheim - Paderborner SC

Paderborns Clubvorsitzender Andreas Preising muss zwar auf seinen Star Peter Nicol verzichten und somit rückt der Deutsch-Schweizer Lars Harms auf Position 1, doch der Meister fühlt sich stark genug auch den Tabellenführer in der Höhle des Löwen zu schlagen: Das Spiel ist ein guter Test für die Deutsche Einzelmeisterschaft in derselben Anlage. Wir rechnen uns durchaus zwei Punkte aus", so seine Einschätzung. Da passt es ins Bild, dass sein Kontrahent Uli Albrecht, mit dem Preising zusammen im DSL-Vorstand sitzt, die Favoritenrolle weit von sich weist. Nicht ganz zu Unrecht, da den Court-Wieselern ihr bester deutscher Spieler, Simon Frenz, immer noch wegen Verletzung fehlt. Mülheim spielt dem frisch gebackenen Weltmeister David Palmer an Nummer 1, dann Oliver Pettke, Oliver Post und Christian Spindler. Bei Paderborns spielt hinter Harms, Stefan Leifels, Edgar Schneider und Lars Osthoff, der seine gute Form jüngst beim Dreikönigsturnier in Bornheim unter Beweis stellte, wo er erst im Halbfinale gegen Duncan Walsh ausschied und den dritten Platz belegte.

Squash Insel Stuttgart - 1. SRC Wiesental

In der Musikindustrie gibt es den "rookie of the year" – den Aufsteiger des Jahres. Dieser Titel gebührt in der Squash-Bundesliga keiner anderen Mannschaft als den Stuttgartern, die die etablierten Vereine ordentlich ins Schwitzen brachten, manchen Überraschungserfolg landeten und nicht umsonst auf Rang 6 stehen. Wo geht die Reise nun aber hin? Die Euphorie im Schwabenländle ist riesig. Viele träumen schon von der Endrunde. Bis dahin ist aber noch ein weiter Weg. Wie steinig er werden wird, zeigt sich am Besten gegen die punktgleichen Wiesentalern. Stuttgart spielt mit ihrem fast eingebürgerten Australier Simon Baker, der das Turnier am 6. Januar in Bornheim gewann, Dennis Drenjovski, Patrick Gässler und Manuel Fistonic. Kommen die Saarländer mit ihrer echten Nummer 1, dem Kanadier Graham Ryding oder Bradley Ball dürfte dieser Punkt ihnen gehören. Auch ist der ausgefuchste Ex-Nationalspieler Christian Bernard favorisiert gegen Drenjovski. Punkte für die Squash Insel könnten Gässler gegen Johannes Voit und Fistonic gegen Che Hohwieler holen. Allerdings sind Fistonics Nerven nicht die besten, wie man aus früheren Heimspielen weiß.

Squash-Pointers Gießen - 1. SC Bonn-Pennenfeld

Bei Pennefeld spielt die Endrunde eher eine untergeordnete Rolle. Ohne Ausländer fahren sie nach Gießen, da auch die Squash-Pointers ihren Profi nicht einsetzen wollen. Deshalb geht Guido Kirschbaum, der Spieler und Manager in Person ist bei den Bonnern, von zwei Punkten aus, die mitgenommen werden. Auf Position 2 spielt bei den Pennefeldern Jill Witt, dann Kai Klosa und Thomas Sonnenschein, eventuell Thomas Jarick. Die Hessen gehen voraussichtlich mit Andre Haschker, Sascha Pfau, Andreas Omlor und Felix Paal in den Court. Die Giessener benötigen jeden Punkt im Kampf gegen den Abstieg – am Einsatz wird es nicht fehlen.

Verlegt auf Samstag, 18. Januar:

1. SQC Münster - Paderborner SC

Ohne jegliche Illusionen sieht der Aufsteiger dem Treffen mit dem Meister entgegen. Obwohl dieser am Vorabend noch in Mülheim antreten muss, dürfte ihn dies nicht so sehr schwächen, dass ein Punktgewinn möglich ist. "Jedes gewonnene Match dürfte für uns eine Überraschung sein", so Markus Knäpper, Spielführer und Nummer 2 bei Münster. Vorne spielt der Belgier Peter Pastijn, hinter ihm Marius Spiekermann und Michael Ehlers. Bei Paderborn will man beide Punkte mitnehmen. Eventuell könnte auf Position 4 entgegen der Freitagsaufstellung Felix Lobert zum Einsatz kommen. Welchen Stellenwert der PSC in Paderborn hat, zeigte sich jüngst bei der Sportlerwahl. Der Deutsche Meister wurde zur Mannschaft des Jahres gewählt.

Verlegt auf Samstag, 18. Januar:

Schängel SC Koblenz - 1. Bremer SC

Die Koblenzer werden sich von Bremen sicher nicht in die Suppe spucken lassen, die Endrunde lockt zu sehr. Zudem reisen die Weserstädter ohne Profi an, spielen mit Heiko Schwarzer, Torsten Mauerer, Nicolai von Engelmann und André Heyat. Engelmann kommt zu seinem ersten Bundesligaeinsatz, Heyat hat zwar Erfahrung, ihm fehlt aber die Fitness, wie Teammanager Willi Eickworth feststellt. Auch Maurer und Schwarzer sind vermutlich chancenlos, wenn Koblenz mit einem Ausländer spielen sowie Hansi Wiens, Hansi Seestaller und Uwe Peters. Selbst ohne müsste ein doppelter Punktgewinn drin sein.

Verlegt auf Samstag, 18. Januar:

1. Karlsruher SC - CW Bonn/Mülheim

In der badischen Hauptstadt freut man sich auf den Weltmeister David Palmer, der mit den Mülheimern anreist. So läuft das beste Team der Karlsruher auf: Der italienische Nationalspieler Davide Bianchetti, der schon voriges Jahr Palmer in den fünften Satz zwang, Daniel Hoffmann, Ruben Glatt oder Tobias Böhm und Matthias Heinemann auf Position 4. Die Court-Wieseler reisen mit dem Team vom Freitag an (Palmer, Pettke, Post, Spindler). "Wir gehen ganz locker in diesen Spieltag und nehmen mit, was mitzunehmen ist. Für unsere Zuschauer wird es mit Sicherheit ein sportlicher Leckerbissen, so die Meinung von Vize-Präsident Andreas Stelzig. Vielleicht steckt dem Gast ja noch das Spiel gegen Paderborn in den Knochen – wer weiß?

10. Spieltag am Sonntag, 19. Januar:

Zusammenfassung:

Am Sonntag treffen die Teams erneut aufeinander. Wer am Freitag oder Samstag auswärts spielte, hat nun Heimrecht. Keine Ausnahme jedoch ohne Regel: Bremen und CW Bonn/Mülheim haben ihr Heimrecht abgegeben. Bremen spielt erneut in Koblenz, die Mülheimer wechseln nur die Anlage, da Karlsruhe das zweite Spiel in Bornheim austrägt, um zusätzlich Zuschauern die Chance zu bieten, hochklassiges Squash zu sehen. Paderborn ist zu Hause ebenso Favorit gegen Münster wie die Pennenfelder gegen Gießen. Spannend dagegen wird es in Wiesentalern, wo die Stuttgarter zu gern einen Schwabenstreich ausführen würden.