![]() |
Paderborner Squash Club |
Deutsche Squash Liga |
1. Bundesliga Herren |
Die Deutschen Einzel-Meisterschaften sind vorüber: Der neue Titelträger und Nachfolger von Hansi Wiens ist Lars Harms vom Paderborner SC. Gratulation ihm und seinem unterlegen Kontrahenten Oliver Pettke von Court-Wiesel Bonn-Mülheim. Ohne Verschnaufpause geht es nun in der Bundesliga weiter. Und gleich am Freitag steht das absolute Topduell auf dem Spielplan: Tabellenführer Court-Wiesel Bonn/Mülheim muss nach Paderborn zum amtierenden Meister. Das Rückspiel vor zwei Wochen in Mülheim endete Unentschieden. Ganz gleich jedoch, wie das Spiel ausgehen wird, kein Zweifel besteht daran, dass die beiden Mannschaften sich für die Endrunde zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft qualifizieren. Doch um die beiden verbleibenden Plätze wird noch ein harter Kampf entbrennen. Gleich fünf Mannschaften haben noch gute Chancen. Ein relativ sicherer Kandidat ist Schängel Koblenz als Tabellendritter mit drei Punkten Vorsprung vor dem saarländischen Team des 1. SRC Wiesental. Genau diese beiden Teams treffen nun aufeinander. Ein echter Knüller in der Anlage in St. Ingbert. Im Moment noch nicht in den Play-Off-Rängen ist Karlsruhe, aber die Badener laufen in Bestbesetzung in Bremen auf und wollen zwei Punkte mitnehmen. Punktgleich sind augenblicklich die Pennenfelder und die Stuttgarter. Die Newcomer aus dem Schwäbischen sehen sich zwar als Außenseiter im Kampf um einen Endrundenplatz, aber zu unterschätzen sind sie nicht. Direkt hinter Stuttgart beginnt die akute Abstiegszone, in der sich Bremen etwas vor Münster und Gießen hält. Zwei von drei Teams müssen absteigen am Ende dieser Spielzeit. Für alle drei Mannschaften dürfte es schwer sein am Freitag zu punkten.
11. Spieltag am Freitag, 31. Januar:
Squash Insel Stuttgart - SP Gießen
"Der erste Heimsieg ist an der Zeit", legt Teammanager Arno Limmeroth die Messlatte hoch: "Gegen wen, wenn nicht gegen den Tabellenletzten sollte man den erwarten dürfen". Also spielen die Stuttgarter in ihrer Stammaufstellung mit dem australischen Spielertrainer Simon Baker als Nummer 1, dann Dennis Drenjovski, der sich bei den Deutschen Einzelmeisterschaften erst im Achtelfinale gegen Edgar Schneider verabschiedete, dem enttäuschen Patrick Gässler (Aus in der 1. Runde gegen "Squashopa" Rucks) und Manuel Fistonic, der sich erst im Finale der Supertrostrunde dem Paderborner Felix Lobert geschlagen geben musste. Unterschätzen sollten die Schwaben die Hessen jedoch nicht, vor allem, wenn sie mit ihrem ausländischen Spitzenspieler John Williams (Australien) antreten, dahinter Andre Haschker, Sacha Pfau und Andreas Omlor. Williams ist sicher favorisiert gegen Baker und Fistonic muss gegen den alten Fuchs Omlor erst noch gewinnen.
1. SRC Wiesental - Schängel SC Koblenz
Das Duell der Verfolger in Wiesental wird Aufschluss darüber geben, ob die Koblenzer vorzeitig die Karten für die Endrunde buchen können. Die Chancen hierfür stehen nicht schlecht, vorausgesetzt sie treten in bester Besetzung an: Ein Fragezeichen ist hinter Hansi Wiens zu setzen, der ja die Deutsche Einzelmeisterschaft wegen einer Verletzung an der Schlaghand absagen musste, die er sich beim Snowboarden zugezogen hat. Ohne Wiens stellt sich das Team von alleine auf, also mit Joseph Kneipp an Position 1, Hansi Seestaller, Andreas Hubbert und Uwe Peters. Die Wiesentaler werden vermutlich wieder Bradley Ball einsetzen, der in den Spielen gegen Stuttgarts Simon Baker überzeugte. Dennoch sind seine Erfolgsaussichten gegen Kneipp gering. Christian Bernard dagegen ist favorisiert gegen Seestaller. Dass der junge Johannes Voit gegen den Routinier Hubbert eine Chance haben wird, ist fraglich, ebenso dass Che Hohwieler gegen den zweiten Routinier im Team der Koblenzer, Uwe Peters, gewinnen kann. Ein Sieg des Schängel SC ist demnach wahrscheinlicher als ein Punktgewinn für die Wiesentaler.
1. SC Bonn-Pennenfeld - 1. SQC Münster
In Pennenfeld galt jahrelang das Erreichen der Play-Offs als Minimalziel. Immerhin holte die Mannschaft 2001 in Duisburg den Vizemeistertitel. Heuer ist die Mannschaft jedoch nicht so stark: Sie verlor John White und Stefan Oppolzer und hatte mit Neueinkauf Matthias Scholl Pech, denn er verletzte sich so schwer vor der Saison, dass er nicht mehr zum Einsatz kommen wird. Noch haben die Haribo-Mannen von Spieler und Manager Guido Kirschbaum das Ziel nicht aus den Augen verloren und mit dem französischen Nationalspieler Renan Lavigne, Guido Kirschbaum, Jill Witt und Kai Klosa will man den Aufsteiger aus Münster in die Schranken weisen. Der hat sich noch mal auf der Spitzenposition verstärkt und setzt Neuzugang Jason Nicolle (England) ein. Mit Markus Knäpper, Marius Spiekermann und Michael Ehlers auf den deutschen Positionen hofft Bernd Adamaschek zumindest auf spannende Matches, vielleicht sogar auf einen Punkt, den Ehlers und Nicolle sichern sollen.
Paderborner SC - CW Bonn/Mülheim
Das Spitzenspiel der Liga wird in Paderborn sicher vor ausverkauftem Haus steigen. Der PSC will natürlich, wenn möglich, den Tabellenführer stürzen und selbst die Spitze übernehmen. Dazu bedarf es jedoch eines Sieges über die Court Wieseler aus Mülheim. Die Mannschaft von Uli Albrecht setzt zum ersten Mal nach langer Verletzung wieder Simon Frenz auf Position 2 ein, dahinter Oliver Pettke, der bei den Deutschen Einzelmeisterschaften überzeugte sowie Oliver Post. An Nummer 1 spielt der frischgebackene Weltmeister David Palmer (Australien) gegen den Weltranglistenersten Peter Nicol. Allein dieses Spiel, das inzwischen zu den Klassikern des Squashsports zählt, ist sein Eintrittsgeld wert. Wer jedoch die Oberhand behalten wird, ist eine Frage der Tagesform. Ansonsten vertraut PSC-Manager und Vorsitzender Andreas Preising auf den frisch gebackenen Deutschen Meister Lars Harms, Stefan Leifels und Edgar Schneider. Lars Osthoff, der sich im Hablfinale der Deutschen gegen Oliver Pettke verletzte, muss mit einer Bänderdehnung zwei Wochen pausieren. Sieht man einmal vom ausgeglichenen Spitzenspiel ab, haben die Paderborner in dieser Begegnung leichte Vorteile.
1. Bremer SC - 1. Karlsruher SC
Bremen ist zwar der kleinste Landesverband im DSRV, aber Willi Eickworth als Motor hat alles im Griff, immerhin reiste er mit vier Spielern zu Deutschen Meisterschaft. Und durfte sich über das gute Abschneiden von Heiko Schwarzer freuen, der erst im Viertelfinale gegen Oliver Post ausschied. Schwarzer spielt denn auch gegen Karlsruhe an Position 2 hinter dem niederländischen Nationalspieler Gabor Marges. Außerdem vertraut Eickworth auf Julian Wollny und Luis das Neves. Anvisiert haben die Weserstädter zumindest einen Punkt, den Heiko Schwarzer gegen Daniel Hoffmann und das Neves gegen Matthias Heinemann holen sollen. Nur geringe Chancen haben sicherlich Marges gegen Karlsruhes Spitzenmann, den italienischen Nationalspieler Davide Bianchetti und Wollny gegen Ruben Glatt.
12. Spieltag am Sonntag, 2. Februar:
Zusammenfassung:
Das wohl spannendste Match steigt sicherlich am Sonntag in Münster, wo Bremen zu Gast sind. Der Verlierer des Spiels wird heftig in den Abstiegsstrudel gerissen, eine Punkteteilung hilft niemand wirklich. "Ein Punkt ist Pflicht", meint Manager und Spieler, Markus Knäpper. Klare Angelegenheiten sind der Auftritt des Meisters in Paderborn und der des Tabellenführers Court-Wiesel zu Hause gegen die Schwaben. Favorisiert ist Schängel Koblenz gegen die Pennenfelder. Auch Wiesental dürfte zumindest einen Punkt aus Gießen mitbringen.