Paderborner Squash Club
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1. Bundesliga Herren 1999/2000

Zusammenfassung 15. und 16. Spieltag:

War dies die Entscheidung? Ist der OSC Ingolstadt der neue Deutsche Mannschaftsmeister der Saison 1999/2000? Vieles spricht dafür, denn am Freitagabend in Hamburg in einem der spannendsten Spiele der Saison trennten sich die Mannschaft von Squash Hof 5-Linden und der "noch" amtierende Meister Paderborner SC 2:2, während der direkte Konkurrent der Hamburger, der OSC Ingolstadt, die Karlsruher mit 3:1 nach Hause schickte. Das entscheidende Spiel in Hamburg war an Position 3, Edgar Schneider im fünften Satz mit 17:16 über einen noch nicht 100 Prozent fitten Sami Farrag triumphierte, der an den Folgen eines Hundebisses laboriert. Hamburgs David Palmer wäre dann fast noch die Sensation gelungen und er hätte gegen den Weltranglistenersten Peter Nicol gewonnen, doch der Schotte behielt trotz 2:1-Satzrückstand einen kühlen Kopf und gewann mit 15:13 im fünften, wobei Palmer im letzten Satz 10:9 führte, sich bei einem Stoppball eine Rückenverletzung zuzog und nach einer Auszeit den Satz abgab. Damit war die Punkteteilung perfekt, denn Oliver Kowalski hatte PSCler Lars Harms dominiert und Tobias Stohn gegen den Paderborner Maik Aldag gewonnen. Da am Sonntag Ingolstadt und Hamburg ihre Spiele klar gewannen, hat der OSC nun einen Punkt Vorsprung vor dem Squash Hof 5-Linden. Die Hanseaten können damit zwei Spieltage vor Saisonschluss nicht mehr aus eigener Kraft Meister werden, sondern müssen auf einen Ausrutscher der Bayern hoffen. Die müssen noch nach Koblenz und haben Neugablonz zu Gast, Hamburg spielt in Neugablonz und zu Hause gegen Court Wiesel Pützchen. Gibt sich kein Team mehr eine Blöße ist Ingolstadt Meister. Es wäre der dritte Meistertitel in der Geschichte und sicherlich ein verdienter. Denn in den vergangenen Jahren vier Jahren reichte es "nur" zur Vizemeisterschaft und Teammanager Alfred Aurbach drohte schon das "Etikett" ewiger Zweiter. Im Tabellenkeller bleibt es jedoch spannend. Wer wird der zweite Absteiger neben Diepholz? Im direkten Duell zwischen den Aufsteigern aus Bremen und Court Wiesel Pützchen gab es keinen Sieger, am Sonntag verloren beide Mannschaften ihre Spiele, so dass die Bonner Vorstädter weiterhin mit einem Punkt vor den Weserstädtern auf einem Nichtabstiegsplatz rangieren. Das leichtere Restprogramm haben die Bremer – die Entscheidung fällt vermutlich erst am letzten Spieltag.

Die Begegnungen des 16. Spieltages am Sonntag:

Paderborner SC - 1. SC Diepholz 4:0

Der Jugend eine Chance hieß das Motto beim Paderborner SC beim vorletzten Heimspiel der Saison gegen Absteiger Diepholz. Ohne ausländischen Spitzenspieler – Peter Nicol wurde nur am Freitag eingesetzt – spielten Lars Harms, Edgar Schneider und die Youngsters Maik Aldag und Lars Osthoff gegen Janne Kyttanen, Dirk Heemann, Lars Kaesemeier und Ingo Lohmeyer glatt mit 4:0. Lediglich Schneider und Osthoff gaben einen Satz ab. Der Meister des Jahres 1999 behält damit Anschluss an Neugablonz, denn das Minimalziel in dieser Spielzeit lautet: Platz 3. Für die Diepholzer geht es nach zwei Jahren Zugehörigkeit um einen ehrenvollen Abschied aus der 1. Bundesliga.

1. SC Karlsruhe - SH 5-Linden, Ham. 1:3

Nach dem möglicherweise titelentscheidenden Punktverlust zu Hause gegen die Paderborner mussten die Hamburger in den tiefen Süden zum 1. SC Karlsruhe. Teammanager Dirk Lobe verzichtete auf den verletzten Australier David Palmer, so dass Oliver Kowalski auf die Position 1 aufrückte. Dort hatte der Deutschen Einzelmeister des Jahres 2000 keine Chance gegen den australischen Shootingstar des vergangenen Jahres, der mittlerweile auf Platz 24 der Welt rangiert. Doch seine Teamkollegen hatten vorher schon für klare Verhältnisse gesorgt und einen 3:0-Vorsprung herausgespielt. Den Auftakt machte Senior Michael Ehlers, der allerdings reichlich Mühe hatte, Ruben Glatt zu bezwingen. Tobias Stohn gegen Matthias Scholl und Sami Farrag gegen Sandro Deeg gewannen glatt jeweils in drei Sätzen. Damit bleiben die Hamburger an Spitzenreiter Ingolstadt dran, müssen aber ihre Titelträume, wenn die OSCler nicht mehr stolpern, um ein weiteres Jahr ad acta legen.

SP Neugablonz - Bremer SC 4:0

Gegen eine Bremer Rumpfmannschaft hatten die Neugablonzer leichtes Spiel. Nur mit drei Spielern und ohne Ausländer waren die Weserstädter angereist. Senior Willi Eickworth war an Position 3 eingesetzt. Kein Wunder, dass die Neugablonzer mit Norbert Straub, Stefan Oppolzer und Ralf Ihle problemlos gewannen. Hans Christian Radecke fiel der Sieg kampflos in den Schoß. In Bremen scheint man sich bereits auf die letzte Begegnung am 9. April gegen Schängel SC Koblenz vorzubereiten, wo ein Sieg reichen würde, vorausgesetzt die Konkurrenz von Court Wiesel Pützchen holt keinen weiteren Punkt. In Neugablonz dagegen steuert man den dritten Platz an, den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Und in der nächsten Saison soll es vielleicht sogar noch mehr werden.

Schängel SC Kobl. - 1. SC Bonn-Pennfeld 4:0

Ohne den Australier Joseph Kneipp mit einer rein deutschen Besetzung war für die Pennenfelder beim wieder erstarkten Schängel SC Koblenz nichts zu erben. Mit 4:0 wurden die Bonner nach Hause geschickt. Den Grundstein für den Erfolg legten Marius Spiekermann, Uwe Peters und Andreas Hubbert durch Siege über Manuel Devigli, Franz Schwerer und Christian Spindler. Das i-Tüpfelchen setzte dann der Engländer Tony Hands drauf, der Guido Kirschbaum in drei Sätzen besiegte.

CW Pützchen - OSC Ingolstadt 0:4

Im Hochgefühl, dass die Meisterschaft zum Greifen nah ist, reisten die Ingolstädter an den Rhein zu Court Wiesel Pützchen. Hoch motiviert bis in die Zehenspitzen ließen denn auch Stefan, Leifels, Florian Pößl und Simon Frenz nichts anbrennen. Sie besiegten ohne Satzverlust Alexander Hoppe, Thassilo Slembeck und Wolfgang Pelshenke. Etwas mehr Mühe hatte dann der Belgier Stefan Casteleyn gegen den schwedischen Nationalspieler in Diensten der Bonner – Daniel Forslund. Erst im fünften Satz behielt er die Oberhand. Lösen die Ingolstädter am 7. und 9. April ihre Pflichtaufgaben, ist der Titel der ihrige. Es wäre nach 1995 der dritte und sie würden somit mit dem RSC München gleichziehen, der ebenfalls dreimal die Meisterschaft holte. Nur die Boastars aus Kiel mit vier Titeln waren in der Vergangenheit noch erfolgreicher.