Paderborner Squash Club
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3. Pressemitteilung 12.05.2001

Bundesliga-Endrunde

vom 11. bis 12. Mai 2001

Sensation: OSC Ingolstadt mit drei Mann im Finale gegen Pennenfeld

Paderborn von der Rolle - Auch Court Wiesel Pützchen verliert überraschend

Mit zwei faustdicken Überraschungen starteten die Play-Offs zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft am Freitagabend im Duisburger Soundgarden, der Großraum-diskothek am Hauptbahnhof: Nicht der Tabellenzweite Court Wiesel Pützchen aus dem Bonner Vorort Beuel, sondern der Lokalrivale aus dem anderen Vorort Pennenfeld schaffte den Einzug ins Finale. Einer Sensation kam dagegen das Ergebnis des zweiten Halbfinales gleich: Der hohe Favorit und souveräne Tabellenführer, der Paderborner SC spielte gegen den nur mit drei Spielern angetretenen amtierenden Meister OSC Ingolstadt und verpasste wegen des schlechteren Satzverhältnisses den Einzug ins Finale.

Uli Albrecht, Teammanager von Court Wiesel Pützchen, hatte extra Seniorenweltmeister Ashraf Hanafi aus Ägypten einfliegen lassen, um im Lokalderby gegen den 1. SC Bonn-Pennenfeld Christian Spindler auf Position 4 gegen Kai Klosa einsetzen zu können. Doch der scheinbar clevere Schachzug ging in die Hose. Spindler wurde mit dem Druck nun gewinnen zu müssen nicht fertig und spielte deutlich unter seinen Möglichkeiten, so dass letztlich Kai Klosa im fünften Satz die Oberhand behielt. Damit war auch klar, dass das zweite Match zwischen Hanafi und Jungnationalspieler Oliver Post zugunsten der Pennenfelder ausgehen würde. Post ließ sich nicht vom großen Namen seines Kontrahenten beeinflussen und setzte mit seinem schnellen Spiel den Ex-Seniorenweltmeister ständig unter Druck. Am Ende stand ein klarer Erfolg für Post. Nun musste Court Wiesels Nummer 1 der Engländer Del Harris gegen den Schotten John White gewinnen. Der Anfang war vielversprechend, Harris gewann den ersten Satz mit 15:14, doch White konterte, gewann den zweiten und dritten Satz und alles sah nach einem glatten Sieg für den Pennenfelder aus. Im vierten Satz bäumte sich Harris nochmals auf und glich aus. Im entscheidenden fünften Satz fehlte dann aber die Kraft zum Sieg. Jubelnd fielen sich die Pennenfelder in die Arme: Sie hatten mit dem Einzug ins Finale den größten Erfolg der Vereinsgeschichte errungen. Das vierte Spiel war dann bedeutungslos. Oliver Kowalski siegte gegen Guido Kirschbaum.

Ingolstadts Stefan Oppolzer hatte sich beim Mountainbiken die Schulter ausgekugelt, Ersatzmann Jochen Arndt zog sich eine Zerrung zu, so kam es, dass der amtierende Meister nur mit drei Spielern aus Bayern anreiste und eigentlich schon abgeschrieben war. Doch Totgesagte leben bekanntlich länger. Florian Pößl kämpfte gegen Stefan Leifels wie ein Löwe und hatte die Chance, nach dem kampflos verlorenen ersten Match auszugleichen. Paderborns Leifels bewies aber, warum er in der ganzen Saison kein Spiel verloren hat, trotz 0:2-Rückstand gewann er noch 15:10 im dritten Satz. Somit lag der OSC 0:2 zurück und keiner im Publikum wettete mehr einen Pfifferling auf den amtierenden Meister. Ein Geschenk besonderer Art gab es dann von Paderborns Peter Nicol. Der Weltranglistenzweite und Weltmeister war völlig von der Rolle und verlor sang- und klanglos gegen den Belgier Stefan Casteleyn. Lars Harms hätte sich nun sogar eine 2:3-Niederlage gegen Simon Frenz leisten können und Paderborn wäre dank des besseren Satzverhältnisses im Endspiel gewesen. Aber der Deutsch-Schweizer hatte ebenfalls einen rabenschwarzen Tag erwischt und verlor gegen Simon Frenz in drei Sätzen. Der riss am Ende jubelnd die Arme hoch, hatte er doch seine Mannschaft ins Finale gebracht und sich für das verlorene Endspiel um die Deutsche Einzelmeisterschaft revanchiert. Angesichts des bärenstarken Auftritts der drei Ingolstädter ist diesen durchaus zuzutrauen, dass sie am Samstagabend ab 21 Uhr ihren Titel verteidigen. Es wäre dann ihr vierte Meisterschaft.