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Paderborner Squash Club |
| Pressemitteilung 14.05.2001 Bundesliga-Endrunde vom 11. bis 12. Mai 2001 |
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OSC Ingolstadt alter und neuer Meister
Sieg im Finale über Außenseiter 1. SC Bonn-Pennenfeld 4. Titel für den OSC
Der OSC Ingolstadt verteidigte am späten Samstagabend in der Duisburger Großraumdiskothek Soundgarden am Hauptbahnhof seinen Meistertitel durch einen klaren 3:1-Erfolg über den als Außenseiter ins Finale gelangten 1. SC Bonn-Pennenfeld. Es war der vierte insgesamt. Die eigentliche Sensation erlebten die Zuschauer jedoch am Freitagabend. Zunächst bezwangen die Pennenfelder die stärker eingeschätzten Bonner Stadtteil-Nachbarn von Court Wiesel Pützchen, dann schlugen die wegen einer Verletzungsmisere nur mit drei Spielern angetretenen Ingolstädter den haushohen Favoriten aus Paderborn.
Spieler und angereiste Fans des OSC Ingolstadt mussten am Samstag die Hotelzimmer noch einen Tag länger buchen. Denn eigentlich hatte keiner mit einem Weiterkommen des Meisters gerechnet. Ohne Stefan Oppolzer, der sich beim Mountainbiken die Schulter ausgekugelt und ohne Ersatzmann Jochen Arndt, der sich eine Muskelverletzung zugezogen hatte, also nur mit drei Spielern, waren die Bayern ins Ruhrgebiet gereist. Keiner hatte den OSC auf der Rechnung. Vielleicht war dies das Erfolgsgeheimnis. Als dann Florian Pößl Stefan Leifels knapp unterlegen war, sagten sich die Ingolstädter jetzt erst Recht und Stefan Casteleyn und Simon Frenz schafften durch Siege über Peter Nicol und Lars Harms den Ausgleich und zogen dank des besseren Satzverhältnisses ins Endspiel ein.
"So etwas darf eigentlich Profis wie Weltmeister Peter Nicol und Lars Harms" der vor wenigen Wochen bei den Deutschen Einzelmeisterschaften Frenz noch glatt geschlagen hatte "nicht passieren", meinte ein sichtlich enttäuschter Teammanager Andreas Preising nach dem Debakel am Freitag.
Etwas leichter nahm es sein Kollege Uli Albrecht. Sein Team Court Wiesel Pützchen war nicht ganz so favorisiert gegen den Lokalrivalen aus Pennenfeld. Matchwinner war Kai Klosa der den stärker eingeschätzten Court Wieseler Christian Spindler an Position 4 schlug. Den Ehrenpunkt für die Mannschaft aus dem Stadtteil Beuel-Pützchen besorgte Oliver Kowalski.
Da der Schotte John White dem 1. SC Bonn-Pennenfeld im Endspiel nicht zur Verfügung stand, stattdessen der niederländische Nationalspieler Tommy Berden eingesetzt werden musste, waren die Chancen der Bonner gegen den OSC auf ein Mindestmaß gesunken. Zunächst verlor Jungnationalspieler Oliver Post gegen Routinier Florian Pößl, dann schlug im Spitzenspiel der Belgier Stefan Casteleyn in Diensten der Bayern Tommy Berden somit war der Ausgleich hergestellt, da ja das Spiel auf Platz 4 kampflos an die Rheinländer ging. Ohne echte Siegchance war im entscheidenden Spiel Guido Kirschbaum gegen einen Simon Frenz, der sich bei dieser Mannschaftsmeisterschaft in brillanter Form präsentierte.
Er ist mit sechs Mannschaftsmeistertiteln (vier Mal für die Boastars Kiel und zwei Mal für den OSC) der erfolgreichste Clubspieler. Der OSC Ingolstadt ist jedoch mit vier Deutschen Titeln, fünf Vizemeisterschaften und dem zweimaligen Gewinn der Europameisterschaft die erfolgreichste Squashmannschaft Deutschlands. Teamchef Alfred Aurbach nahm aus den Händen von DSL-Präsident Uli Albrecht den Pokal mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen. Er hatte schon vorher bekannt gegeben, dass der OSC Ingolstadt definitiv zum Ende dieser Saison sich aus der Bundesliga zurückziehen und die Mannschaft aufgelöst würde. Ein Schlusspunkt war der Abend im Soundgarden für Florian Pößl. Der Deutsche Einzelmeister von 1998, der mit dem OSC alles gewann, was es zu gewinnen gab, beendet seine aktive Laufbahn, um sich voll und ganz seiner Tätigkeit als Geschäftsführer des Deutschen Squashverbandes zu widmen.