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Paderborner Squash Club |
Finale 1. Bundesliga Herren 2000/2001

Vorbericht Deutsche Mannschaftsmeisterschaft in Duisburg am 11. und 12. Mai 2001
Das lange Warten hat bald ein Ende mit den Endspielen um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Herren am 11. und 12. Mai in Duisburg kommt es zum Saisonhöhepunkt für das Axcent Herren Bundesligateam. Zwei Siege sind noch erforderlich, um das erhoffte Ziel, die Deutsche Meisterschaft nach 1999 ein zweites Mal an die Pader zu holen, zu realisieren. Als Tabellenerster gehen die PSC Spieler und auch das Umfeld mit großem Optimismus in die entscheidenden Begegnungen. Insbesondere die sportlichen Leistungen in der Vor- und Rückrunde lassen auf ein gutes Ergebnis hoffen. Für die Finalspiele haben sich qualifiziert die ersten Vier der Herren Squash Bundesliga aus Paderborn, Court Wiesel Pützchen, OSC Ingolstadt und 1. SC Bonn-Pennenfeld. Austragungsort und damit geht die Deutsche Squash Liga neue Wege, ist die Duisburger Großraumdiskothek "Soundgarden". Dabei werden die Halbfinal- und Finalspiele auf einem 4-Seiten-Glascourt ausgetragen, der von allen Seiten spektakuläre Blicke gibt.
Die Auslosung ergab, dass zunächst die beiden Bonner Mannschaften, Court Wiesel Pützchen und Bonn-Pennenfeld im 1. Halbfinale sich gegenüber stehen, bevor dann am Freitag ab 21.30 Uhr der amtierende Meister OSC Ingolstadt auf den Herausforderer und Tabellenführer der 1. Bundesliga, dem Paderborner Squash Club trifft.
In beiden Begegnungen ist der Ausgang offen, einen eindeutigen Favoriten gibt es nicht. Im Bonner Duell wird es sicherlich darauf ankommen, wie die Ausländerposition mit möglicherweise John White oder dem Engländer Del Harris besetzt wird ansonsten deutet vieles auf ein ausgeglichenes Ergebnis hin, wobei möglicherweise die Sätze entscheiden könnten.
Der PSC Gegner OSC Ingolstadt ist die erfolgreichste Mannschaft der letzten Jahre und mehrfacher Deutscher Vizemeister, Europapokalteilnehmer und zuletzt Deutscher Mannschaftsmeister gewesen. Mit dem Belgier Stefan Castelleyn verfügt man über einen ehemaligen Top 15 Weltranglistenspieler dahinter dann mit dem mehrfachen Deutschen Meister Simon Frenz über einen ganz harten Gegner. Hinter dem Einsatz von Nationalspieler Stefan Oppolzer steht noch ein kleines Fragezeichen, es bleibt abzuwarten wie er eine Schulterverletzung auskuriert hat oder noch nicht. Alternativ für ihn könnte spielen Jochen Arndt, langjähriger Nationalspieler aber zuletzt nicht mehr mit so vielen Turniereinsätzen. Ebenfalls ein feste Größe im Ingolstädter Team ist Mannschaftskapitän Florian Pößl, Teamkapitän der Deutschen Nationalmannschaft und jüngst erfolgreich bei den europäischen Titelkämpfen. Ingolstadt ist sicherlich das Maß aller Dinge, will doch der Paderborner Squash Club mit seinem Manager Adrian Davies diese hohe Hürde überwinden, um dann das Finale am Samstag, 12. Mai ab 21.00 Uhr zu erreichen. Und die Aussichten dazu stehen z.Zt. gar nicht zu schlecht. Delegationsleiter Norman Farthing, der Geschäftsführer des Paderborner Squash Club, hofft seine beste Mannschaft an den Start zu bringen. Das wäre Peter Nicol, aktuelle Nummer 2 der Weltrangliste, der sicherlich ein Anziehungsmagnet auch für die Zuschauer in Duisburg sein wird. Mit dabei dann auch der amtierende Deutsche Einzelmeister Lars Harms, der zuletzt bei einigen Weltranglistenturnieren in Südamerika erfolgreich aktiv gewesen ist. Das weitere Aufgebot besteht aus Edgar Schneider, Deutsche Rangliste Nummer 2 und Stefan Leifels, Deutsche Rangliste Nummer 3, sowie Lars Osthoff, Felix Lobert und Luis das Neves. Das die PSC Akteure sich in guter Form befinden zeigten sie unlängst beim Deutschen Ranglistenturnier in Dresden, wo Leifels und Schneider die Plätze 1 und 2 belegten. Auch bei der Generalprobe am vergangenen Wochenende beim Deutschen Ranglistenturnier in Berlin zeigten insbesondere Leifels und Schneider starke Ergebnisse. Beide erreichten im international besetzten Feld überraschend das Halbfinale und ließen die gesamte Deutsche Elite hinter sich. Lediglich die beiden australischen Weltranglistenspieler Paul Price (Nr. 5 der Weltrangliste) und John Williams (Nr. 14 der WRL) konnten den beiden Paderbornern Paroli bieten und sich die ersten Plätze holen. Edgar Schneider gelang das Kunststück, den ägyptischen Weltklassespieler Amir in fünf hartumkämpften Sätzen hauchdünn mit 10:9 letztendlich überraschend zu besiegen. Stefan Leifels besiegte u.a. Jugendnationalspieler und Deutscher Meister U19 Martin Maierhofer aus München. Aber auch Felix Lobert spielt sich immer weiter nach vorne und belegte in diesem Klassefeld einen Platz unter den ersten 16, was gleichbedeutend mit dem Sprung erstmals unter die Top 20 der Deutschen Rangliste bedeutet. Damit hat sich Felix Lobert um über 60 Plätze in nur 12 Monaten verbessert, den Sprung in das Bundesligateam geschafft und damit die harte Trainingsarbeit mit Erfolg gekrönt.
Am 12. Mai wird entschieden, wer in der ewigen Statistik der 22. Deutsche Mannschaftsmeister sein wird. Der Paderborner Squash Club könnte bei den Herren mit einem Erfolg in den ewigen Bestenlisten in die Nähe der Vereine aus Ingolstadt, Kiel und Hamburg gelangen. Das Axcent Team hofft auf ein gutes Abschneiden und eine entsprechende Unterstützung aus Paderborn.