Paderborner Squash Club
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20 Jahre Ahorn-Sportpark: Ein Konzept ging auf!
Über 4,5 Mio. Nutzer im Paderborner Sportzentrum der vielen Möglichkeiten
 


Als der Unternehmensgründer Heinz Nixdorf im Jahre 1983 im Westen der Stadt Paderborn den Ahorn-Sportpark erbauen ließ, hieß es unter Fachleuten: „Diese Sportanlage wird neue Maßstäbe setzen und Paderborns Infrastruktur nachhaltig verbessern.“ Sie sollten Recht behalten. Nach nunmehr 20 Betreibungsjahren (der Paderborner Squash-Club zog als erster Verein Ende März 1984 in den Sportpark ein) können die Verantwortlichen feststellen, dass der Ahorn-Sportpark nicht nur das sportliche Profil der Stadt Paderborn entscheidend mitprägt, sondern dass er sich auch zu einem regional bedeutenden Sport- und Freizeitzentrum entwickelt hat.

Die Dimension, die Ausstattung und die Multifunktionalität der Anlage haben ihre Anziehungskraft nicht verfehlt. Bis heute nutzten über 4,5 Millionen Paderborner vor allem die dreigeschossige Sporthalle, das Herzstück des Sportzentrums mit den vielfältigen Einrichtungen auf 10.000 Quadratmeter Nutzfläche, um ihrer sportlichen Freizeitgestaltung nachzugehen.

Vielfältiger Sport unterm Ahornblatt

„Sport für alle und zu jeder Tageszeit“ sowie „ Verfügbarkeit der Sportflächen und Einrichtungen für möglichst viele Paderborner Vereine und Bürger/-innen“ dieses war die Zielsetzung der Sportpark-Geschäftsführung beim Aufbau der ersten Angebots- und Nutzungsstruktur. Dementsprechend entschied man sich auch für die Realisierung eines „offenen Systems“. Das heißt, der Sportpark ist frei zugänglich für alle Sportinteressierten, ist Heimstätte für mehr als 30 Paderborner Sportvereine (die teilweise im Sportpark gegründet wurden) und gleichzeitig Trainingsstätte für weitere 40 organisierte Sportgruppen und viele vereinsungebundene Freizeitsportler.
Hobbysportler und Leistungssportler (auch aus Detmold, Bielefeld, Kassel und Hannover), Kindergartengruppen und Seniorensportgruppen, Schulklassen und Auszubildende, Teilnehmer an präventiver Rückenschule und rehabilitativem Koronarsport – die gesamte Palette von Sportlerinnen und Sportlern bewegt sich tagtäglich unterm „Ahornblatt“.
„Offenes System“ heißt aber auch, dass - bis auf wenige Ausnahmen – alle Sportflächen ohne störende Trennwände von überall einsehbar sind. Dies schafft eine Atmosphäre offener Kommunikation und ein Zusammengehörigkeitsgefühl, verlangt aber auch ein gewisses Maß an Kompromiß- und Hilfsbereitschaft von allen Sport- und Nutzergruppen.
Dass dieses offene System und das breite Spektrum von Vereinsangeboten bisher eine große Resonanz und Akzeptanz fanden, belegen die Statistiken. 300.000 Nutzer passieren zur Zeit pro Jahr die Eingangstore des weitläufigen Sportgeländes in der grünen Almeaue.

Fachleute vom Angebot beeindruckt

Nicht nur diese Frequentierung und die Auslastung, sondern auch das erfolgreiche Betreibungskonzept und die besondere architektonische Umsetzung veranlassten zahlreiche Fachbesuchergruppen aus deutschen und ausländischen Großstädten sowie nationalen Sportgremien, sich im Sportpark ausführlich zu erkundigen. Sie zeigten sich insbesondere beeindruckt von den vielfältigen Angebots- und Nutzungsmöglichkeiten und der Ablauforganisation im vorgenannten offenen System. Die meisten von ihnen konnten „vor Ort“ auch nachvollziehen, dass die erfolgreiche Entwicklung des Paderborner Breiten- und Leistungssports in den vergangenen zwei Jahrzehnten in vielfältiger Weise mit dem Geschehen in der „Sportarena der vielen Möglichkeiten“ eng verbunden ist. Ein Blick auf die städtischen Sportlerehrungen spiegelt in diesem Zusammenhang wider, dass zahlreiche Sportlerinnen und auch Mannschaften des Jahres aus Vereinen kommen, die im Sportpark beheimatet sind.

Großveranstaltungen in der Sporthalle

Auch als Veranstaltungsort hat sich die – insbesondere für den Trainingsbetrieb ausgelegte - große Sporthalle mit einer Reihenbestuhlungskapazität von maximal 6.500 insbesondere in der ersten Betreibungsdekade vielfach bewährt. Neben den Weltmeisterschaften im Sqaush, den nationalen Leichtathletik-Hallenwettkämpfen und Tanzturnieren sowie den Squash-Bundesligaspieltagen sind beispielsweise auch die durchgeführten Aktionärs- und Betriebsversammlungen der Nixdorf Computer AG zu nennen.

Positives Fazit nach 20 Jahren

Nach 20 Betreibungsjahren kann man folgendes Resümee ziehen: Die Einrichtungen im Sportpark haben sich im Trainings-, Wettkampf- und Veranstaltungsbetrieb bewährt. Sie sind aufgrund der regelmäßigen Substanzerhaltungsmaßnahmen und insbesondere nach Fertigstellung der aktuellen Sporthallenerweiterungsmaßnahme weiterhin zeitgemäß. Das Angebotsspektrum ist vielfältig und entspricht der augenblicklichen Nachfrage. Freizeit-, Breiten- und Leistungssportler fühlen sich wohl im Ahorn-Sportpark und begrüßen den Mix zwischen wenigen Großveranstaltungen und dem Trainings- und Übungsbetrieb. Das Ziel „Erlebnisse statt Ergebnisse an 340 Tagen im Sportpark“ ist erreicht.

Blick in die Zukunft

Auch in der Zukunft möchten die Verantwortlichen im Sportpark mit ihrer Fach- und Dienstleitungskompetenz dazu beitragen, dass der Ahorn-Sportpark weiterhin von möglichst vielen Freizeit-, Breiten- und Leistungssportlern kostengünstig genutzt werden kann und für sie eine zentrale Anlaufstelle darstellt. Wenn gemäß dem städtischen Sportstätten-Entwicklungsplan auf dem Sportpark-benachbarten Flächen langfristig weitere Sportstätten für den Freizeit- und Breitensport ausgewiesen bzw. angeboten werden könnten, wäre dieses für die regionale Sportentwicklung und die Attraktivitätssteigerung Paderborns (siehe Sportzentren bzw. Sportstättenbündelung in anderen Großstädten) sicherlich vorteilhaft. Ob in diesem Zusammenhang auch das Projekt „Regionale Sportschule OWL“ hier realisiert werden kann werden sicherlich die noch ausstehenden Entscheidungsberatungen in den nächsten Monaten ergeben.
 


Am 30. März 1984 richteten die Verantwortlichen des Paderborner Squash-Clubs die Nordrhein-Westfälischen Jugend-Squashmeisterschaften im noch nicht ganz fertig gestellten Ahorn-Sportpark aus und zogen mit dem kompletten Verein als erste Nutzer in den Sportpark ein. Genau 20 Jahre danach trafen sich PSC-Vertreter und Sportpark-Geschäftsführung, um dieses historische Ereignis und die äußerst kooperative Zusammenarbeit in den vergangenen 20 Jahren zu würdigen. Beide Seiten waren sich einig, dass auch in Zukunft der Squash-Sport im Ahorn-Sportpark einen besonderen Stellenwert einnehmen soll. Im Foto von links: Stefan Leifels, Andreas Dirkes, Andreas Preising, Willi Lenz, Norman Farthing.