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Paderborner Squash Club |
Nachbericht Squash Weltmeisterschaft der Herren
Mit den Endspielen sowie Platzierungsspielen fanden jetzt die Squash Weltmeisterschaften der Nationalmannschaften in Melbourne/Australien ihren Abschluß. 24 Nationalmannschaften aus der ganzen Welt, darunter Deutschland, kämpften um den begehrten Titel den letztendlich Gastgeber Australien mit einem 3:0 Sieg gegen Titelverteidiger Ägypten gewann. Die Bronzemedaille sicherte sich England mit einem hartumkämpften 3:0 gegen den Erzrivalen Schottland. Auf den weiteren Plätzen landeten überraschend Frankreich und Südafrika gefolgt von den spielstarken Nationalmannschaften aus Malaysia und Kanada. Für die deutsche Mannschaft blieb nach einem abschließenden Erfolg über Dänemark "nur" Rang 15.
Insgesamt sieben Begegnungen hatte die deutsche Nationalmannschaft angeführt von Bundes-trainer Manfred Herwig und dem deutschen Kader mit Simon Frenz aus Bonn, Florian Pößl aus Ingolstadt und den beiden Paderbornern Stefan Leifels und Edgar Schneider. Neben sicherlich unvergesslichen Tagen in Australien zeigte sich, wie schwer es derzeit ist, auch international zu bestehen. Lediglich Simon Frenz hatte zu seinen besten Zeiten eine Platzierung unter den Top 50 in der Welt erreicht. Platzierungen wovon die beiden Paderborner trotz ihrer Spielstärke weit entfernt sind. Dementsprechend schwierig waren natürlich auch die Aufgaben, was insbesondere zu Beginn der Begegnungen gegen Südafrika und Wales zeigten. Wales trat beispielsweise mit David Evans und Alex Gough an, beides international erfahrene Spieler aus den Top 12. Der Sieg gegen Mexiko verhinderte den Absturz in die Platzierungsspiele ab Rang 17 und eröffnete eine kleine Chance im Achtelfinale gegen Malaysia zu bestehen. Neu PSCer Ong Beng Hee machte dieses aber mit seinem souveränen Sieg über Simon Frenz zunichte, so dass in den folgenden Spielen wiederum Wales, welches seine gute Ausgangsposition durch die Niederlage gegen Südafrika verspielte und letztendlich gegen England scheiterte wieder der Gegner war. Auch gegen die als gleichwertig eingeschätzten Schweden lief es nicht mehr rund und man unterlag im Spiel für Rang 13 mit 3:0 Spielen, wobei Edgar Schneider im abschließenden Match gegen Johann Jüngling knapp unterlag. Im Spiel um Platz 15 gelang dann ein abschließender 2:1 Erfolg über Dänemark, so dass die WM für die deutsche Nationalmannschaft versöhnlich endete.
Es hat sich gezeigt, dass gegen die mit vielen Weltklassespielern angetretenen Nationalmann-schaften, es fehlte von den Topspielern lediglich Peter Nicol, ein ausgeglichenes Team nötig ist um letztendlich international zu bestehen. Spieler wie David Palmer, Mark Chaloner, John White, Stuart Boswell und auch die ägyptischen Stars wie Karim Darwish und Omar Elborolossy spielen derzeit ein anderes Squash als die besten Deutschen. So gibt auch Rang 15 das aktuelle Leistungs-bild des deutschen Squash im Weltverband wieder.
Für die beiden Paderborner Edgar Schneider und Stefan Leifels, die sich aber insgesamt sehr achtbar schlugen und eine fast ausgeglichene Bilanz aufweisen konnten, war die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Australien sicherlich einer der Highlights ihrer Karriere, wenn nicht der Höhepunkt. In den nächsten Wochen geht es für die beiden PSC Akteure weiter mit dem Bundes-ligaspielbetrieb und dem Fernziel Meisterschaftsendrunde und vielleicht mit dem großen Ziel Deutscher Mannschaftsmeister mit dem PSC zu werden.