Paderborner Squash Club
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Veranstalter Programm Inhalt Hintergrund

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Veranstalter der Jugendsportnacht

Termin Freitag 25.September 1998
Zeitrahmen 18:00 Uhr bis 24:00 Uhr
Veranstaltungsort Ahom-Squash Paderbom Ahom-Sportpark
Teilnahme-Info unter: 0 52 51 / 82 31 29
Schirmherr Dr. Wansleben (OKD Kreis Paderbom)
Kooperation Paderbomer Squash Club
Andreas Preising (l. Vorstand)
Robert Alt (Jugendwart)
Ahorn - Squash Paderbom Norman Farthing (Geschäftsführer)
Kreispolizeibehörde
Sportjugend NW
Landessquashverband NW
Stadt Sportamt Paderbom
Projektleitung Paderbomer Squash Club
Antje M. Kolbusa

Programm

Beginn 19:00 Uhr Begrüßungsdrink, Umtrunk im Center Court

Durch den Schirmherren OKD Dr. Wansleben und dem Vorsitzenden des PSC Hr. Preising

19:30 Uhr Einleitung, Eröffnung der Sportaktion

durch Geschäftsführer des Ahom-Squash Paderbom Norman Farthing und Projektleiterin Antje Kolbusa

20:30 Uhr Spiele Spielen mit Partnervereinen in der gesamten Anlage des Ahorn-Sportparks

Fußball: SC Paderbom 07
Modem Dance: TSC Blau Weiß Paderbom / DJK Paderbom Streetball: teamwork Baskets 91
Volleyball: Ahorn Sport Club
Sqaush: Paderbomer Squash Club
Zirkuskunst: Fools Unlimited Verein für Zirkuskunst
Badminton: Rot-Weiß Paderbom / Club 85
Baseball: Untouchables Paderbomer Baseball Club e.V.
Leichtatlethik: LC Paderbom

22:30 Uhr Kurze Pause

Zählung der Aktivstempel, Vorbereitung der Verlosung

23:00 Uhr Verlosung und Abschluß
24:00 Uhr Ende der Veranstaltung

 Inhalt

Hintergrund

Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht über gewalttätige und rechtsextreme Ausschreitungen in den Medien berichtet wird. Darüber hinaus gibt es täglich eine Unmenge von Gewaltdarstellungen im Femsehen. Gewalt gegen Fremde, benachteiligte Gruppen, aber auch gegen Mädchen und junge Frauen gehören zum Alltag in Deutschland. Auch Kinder und Jugendliche sind immer öfter unter den aktiven Gewalttätern zu finden. Denn unangemessene und übersteigerte Reaktionen nehmen zu, weil Gewaltanwendung akzeptiert wird, Hemmschwellen sinken, Fairneßregeln schwinden und Tabus immer weniger werden.

Wir müssen uns die Frage stellen, inwieweit wir selbst dazu beitragen „Gewalt und Aggression" unreflektiert zu zulassen; wo fängt diese an und wo überschreitet diese unsere Akzeptanz. Ebenso schnell stellt sich die Frage danach, wieviel Möglichkeiten der Prävention im Rahmen des Sportvereins tatsächlich zur Verfügung stehen und leistbar sind.

Die Anforderungen und auch Erwartungen an Vereine und Verbände, die in der Kinder- und Jugendarbeit tätig sind, haben enorm zugenommen. Der Interventions- und Ergebnisdruck ist nicht immer dazu geeignet, sinnvolle Arbeit zu leisten. Dazu kommt, daß der Bereich der Kinder- und Jugendarbeit immer noch als randständig betrachtet wird. Vor allem in zweierlei Hinsicht:

l.
Kinder- und Jugendarbeit genießt keine einschlägigen gesellschaftlichen Attribute, die eine kommerzielle Förderung zulassen. Somit ist ihr „Marktwert" gering und weitestgehend auf staatliche Fördermittel angewiesen. Aufgrund der politischen Diskussion und Sparpolitik fließen diese nur restriktiv. Die Verantwortungen für diese Arbeit werden in ungeeigneter Weise hin und her geschoben, so daß eine konstante und auf Dauer angelegte Planung nur noch unzureichend möglich ist.

2.
Jeder Übungsleiter und Trainer, der in diesem Bereich tätig ist kann nicht erwarten, daß seine Arbeit gesellschaftliche Anerkennung genießt, weder materiell noch immateriell. Es sind die sogenannten „stillen" Kräfte, die dazu befähigt werden müssen, eine umfassende Kinder- und Jugendarbeit zu leisten.

Paradox ist, daß kein Verein und Verband auf diese Kräfte verzichten kann. Ohne diese kann es keinen leistungsorientierten Sport geben, ebensowenig wie den nicht wettkampforientierten Breitensport. Sie arbeiten vor allem an zwei Aufgabenstellungen zum einen an der gesundheitspolitischen und zum anderen an der leistungssportpolitischen Aufgabe.

Wer nur darauf bedacht ist, an dieser langjährigen Arbeit zu profitieren, der wird immer ein eingeschränktes Bild der Komplexität erhalten und nicht erwarten können, daß die Bereitschaft, sinnvolle Kinder- und Jugendarbeit zu leisten, steigt.

Die Frage ist:

„Was können wir tun, damit wir Gewalt und Aggression in Grenzen halten".

Aus gegebenem Anlaß, der Diskussion im Hinblick auf die Jugendkriminalität in der Bundesrepublik, erscheint eine anschließende Veranstaltung in Form eines Symposiums, mit Vertretern der Sportjugend NW, der Jugendhilfe, der Justiz und der Polizei angemessen.