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Samstag 18:10: Riesenjubel auf den voll besetzten Tribünen bei den
Paderborner Anhängern. Tim Garner, für den PSC an Position 2 spielend,
holt gegen den in der Weltrangliste an Position 30 geführten Engländer
Joey Barrington den noch zum Gesamtsieg notwendigen Satz. Nach diesem
9:5-Satzgewinn stand der Sieg der Paderborner fest und Gegner Barrington
gab das bedeutungslos gewordene Spiel auf. Dieser Triumph gegen den
ungarischen Meister Rozsadombi Sport Egyesület ist der 3. Europacup-Titel
hintereinander nach 2003 und 2004.
Dabei fing es für den Paderborner Squash Club gar nicht gut an, denn an
Position 4 musste Lars Osthoff gegen den Ungarn Andreas Török auf dem
Centercourt 2 eine glatte und eingeplante klare 0:9 3:9 2:9-Niederlage
einstecken.
Glücklicherweise war Paderborns Stefan Leifels in Bestform. Er siegte
eindrucksvoll gegen den Engländer Peter Genever 9:0 9:6 9:6 und sorgte
damit für den Spiel- und Satzgleichstand. Diese Vorstellung des
Paderborners war sicher seine Beste der gesamten vergangenen Saison und
der Auftakt des Paderborner Gesamterfolgs.
Anschließend folgte eine Galavorstellung des für Paderborn spielenden
Engländers und Weltranglistenfünften, Peter Nicol. Mit 9:1 9:0 9:1 fegte
er seinen Landsmann Marcus Berett vom Court. Die etwa 600 Zuschauer waren
beeindruckt – eine der wohl besten Partien des Engländers im Paderborner
Dress.
Paderborns Nr. 2, der Engländer Tim Garner musste nur noch 10 Punkte oder
einen Satz gewinnen, um den Gesamtsieg perfekt zu machen. Gegen den
Weltranglistendreißigsten, Joy Barrington (ENG), sicher keine leichte-
aber auch keine unlösbare Aufgabe. Nach einem 0:4 Rückstand kam Garner
besser ins Spiel. Deutlich war seinem Kontrahenten der große Druck
anzumerken. Garner nutze seine Chancen eiskalt und entschied den
entscheidenden Satz 9:5 für sich. Somit brachte er sein Team uneinholbar
in Führung. Enttäuscht gab Barrington das bedeutungslos gewordene Spiel
auf, und das Paderborner Publikum konnte die Helden feiern.
Zuvor hatte bei den Damen der 1. SC Bordesholm seinen wohl bislang größten
Erfolg der Vereinsgeschichte feiern dürfen – den Sieg des Europacups.
Damit blieb auch der Titel bei den Damen in Deutschland, denn die
„Nordlichter“ traten die Nachfolge des letztjährigen Siegers, den Damen
des CW Bonn/Mülheim an. Das Endspiel gegen den englischen Meister
Pontefract Squash Club begann unerwartet. Die sicher etwas schwächer
eingeschätzte Bordesholmer Nr. 3 Daniela Schumann (Wrl 95) wuchs über sich
hinaus. Mit ihrem 9:7 9:5 0:9 9:2-Sieg gegen die Engländerin Kirsty McPhee
(Wrl 66) stellte sie die Weiche auf Erfolgskurs. Diese Führung konnte
Schumanns Teamkollegin, die Niederländerin Anelize Naude, mit ihrem klaren
3:0-Sieg gegen die Engländerin Rebecca Botwright auf 2:0 unaufholbar
ausbauen – Bordesholm ist Europacupsieger. Abschließend unterlag
Bordesholms Nr. 3, Katharina Witt, im letzten allerdings nur noch für die
Galerie wichtigen Spiels 1:2 (verkürzt auf 2 Gewinnsätze) gegen
Pontefracts Lauren Siddall.
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