Paderborner Squash Club
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Talentsichtung/Talentförderung beim Paderborner Squash Club

"Vater" der Talentsichtung/Talentförderung aus der Sicht des Paderborner Squash Club ist Ahorn-Squash Manager Norman Farthing: Bereits 1977 hatte er auf privater Basis ein Squash Jugend-Projekt in Münster mit viel Erfolg initiiert. 1988 konnte er mit den in über 10 Jahren gewonnenen Erfahrungen beim PSC seine Arbeit fortsetzen, von Anfang an unterstützt durch den Ahorn Sportpark mit Geschäftsführer Willi Lenz. Ab 1995 wurde die Arbeit mit der Unterstützung durch die Universität, dem Verein Pro Leistungssport, Landessportbund, der Stadt und dem Kreis Paderborn forciert: bei der jährlichen Talentiade in der Maspernhalle werden immer zahlreiche Talente entdeckt, die so wahrscheinlich nicht den Weg zum Squashsport gefunden hätten. Und da der Ahorn Sportpark bereits seit über 10 Jahren Landesleistungsstützpunkt für Squash ist, haben die Talente alle sportlichen Möglichkeiten, sich zu entwickeln.

Das Aushängeschild der TS/TF ist sicherlich Simone Leifels (Foto), die ihrerseits heute in der Nachwuchsförderung aktiv und natürlich das große Vorbild für die Kids ist. Drei Weltmeisterschaftsteilnahmen (Sydney, Rio, Antwerpen) sowie zahlreiche internationale Turniere, mit dem Gewinn der British Open U15 als Krönung stehen auf der Habenseite einer Jugend- Karriere, welche durch viele andere Erfahrungen ergänzt wird: Wer kommt schon zum Beispiel mit 15 Jahren nach Australien? Aber nicht nur Einzelsportler waren in den PSC -Farben erfolgreich: Neben ungezählten NRW- und deutschen Titeln holten die PSC -Jugendlichen seit 1986 acht deutsche und drei deutsche Vize-Mannschaftsmeisterschaften.

Simone Leifels

Bevor man die talentierten Jugendlichen fördern will, muss man sie erst mal finden: Bei der alljährlichen Talentiade in der Maspernhalle rekrutiert TS-Leiter Farthing fast zu 100 % den zukünftigen PSC-Nachwuchs: mittels langjährig erprobter Übungen, die typisch für die Anforderungen im Squashsport sind wie Balancierungs-, Konzentrations- und Schlagübungen entgeht fast kein potentielles Squashtalent. Bei der diesjährigen Juniorcupturnierserie – 6 Turniere in NRW, darunter das Startturnier in Paderborn – nahmen 20 Kinder aus Paderborn teil, von denen nur ein einziges nicht aus der TS/TF stammt.

Normalerweise erstreckt sich die Talentförderung über 2-3 Jahre, bevor dann die Entscheidung ansteht, evtl. in den Verein einzutreten. 7 Gruppen in den unterschiedlichen Leistungsstufen sind zur Zeit in den einzelnen Förderstufen aktiv, womit wir bei dem einzigen großen Problem von Squashmanager Farthing angekommen sind: Der Rekrutierung von Übungsleitern, die nachmittags Zeit haben, diese wichtige Basisarbeit zu leisten. Um so höher ist das Engagement von Übungsleitern wie beispielsweise Martina Sommer einzuschätzen, welche schon seit Jahren zwei Gruppen leitet.

Zukünftig wird dieses Problem durch die verstärkte Ausbildung von Top PSC’er zu Übungsleitern gelöst, welche den TS-Kids damit auch als unmittelbares Vorbild dienen.

Allein in der jüngsten Gruppe, welche im Mai nach der diesjährigen Talentsichtung startete, sind 17 Kinder aktiv.

Und so hat Norman Farthing für die Zukunft eigentlich nur einen Wunsch, dass die medizinische Betreuung durch die Universität , welche jetzt schon für Spitzensportler stattfindet, in abgespeckter Form auch auf die jugendlichen Nachwuchssquasher (und natürlich auf alle Kinder der am TS/TF-Projekt Beteiligten) ausgedehnt wird. Und noch ein allerletzter Wunsch von Farthing: Gute Nachwuchsförderung kostet Geld. Und obwohl der PSC von Pro Leistungssport und allen anderen Beteiligten nach Kräften unterstützt wird, sind Sponsoren speziell für den Jugendbereich herzlich willkommen.