Paderborner Squash Club
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U17-Jugendmannschaft bestätigt führende Position in Deutschland


Zur Titelverteidigung hat es nicht ganz gereicht: Bei der Deutschen U17-Vereinsmeisterschaft in Hünxe unterliegt im entscheidenen Finalspiel die neuformierte U17-Jugendmannschaft – die in dieser Aufstellung auch noch die beiden nächsten Jahre antreten kann – der bayerischen Vertretung des Königsbrunner SC knapp 1:2.
2005 Vizemeister, 2006 und 2007 Meister, jetzt 2008 wieder Vizemeister: Eine imponierende Bilanz, die in den nächsten Jahren weiter fortgesetzt werden soll.


Dabei fing das Wochenende gar nicht gut an, denn die Nr. 1 der Mannschaft Marcel Keßler war donnerstags mit dem Fahrrad verunglückt und hatte sich am rechten Knie eine tiefe Fleischwunde zugefügt. Coach Marco Beer entschied sich – bedingt durch die positive Auskunft des Arztes – trotz der Verletzung seine Nr. 1 mitzunehmen und keinen weiteren Ersatz zu nominieren. Eine Entscheidung, die sich als richtig erweisen sollte.

Nach der Eröffnungsfeier – wie die gesamte Veranstaltung von Gastgeber Hünxe perfekt organisiert – traf die PSC-Vertretung, welche in der Setzliste hinter Königsbrunn an Position 2 geführt wurde, als Gruppenkopf der B-Gruppe auf die Mannschaften von Hasbergen, Mönchengladbach(II) und Nagold. Coach Marco Beer, der sein Team wieder optimal auf die jeweiligen Gegner einstellte, ließ im ersten Spiel gegen Hasbergen seine Stammspieler Marcel Keßler und Annika Wiese pausieren. In der Aufstellung Julian Kischel, Jannik Jauer und Maike Paschke wurde der SC Hasbergen deutlich 3:0 bezwungen, Kischel und Jauer gewannen ihre Spiele sogar ohne Punktverlust.
Im zweiten Gruppenspiel rotierte Beer Keßler und Wiese für Jauer und Paschke in das Team. Auch Mönchengladbach (II) wurde ohne Satzverlust mit 3:0 Spielen bezwungen. Besonders groß war die Erleichterung beim Paderborner Team, dass Keßler an Position 1 trotz noch eingeschränkter Bewegungsfähigkeit seinem Gegner Valentin Erler keine Chance ließ und diesen 10:8 9:2 9:2 bezwang.
Gegen den SC Nagold, welcher ebenfalls seine beiden Spiele gewinnen konnte, ging es dann um den Gruppensieg und dem Einzug in die Finalrunde um die Plätze 1-3. Coach Beer schickte Kischel, Jauer und Wiese ins Rennen. Im Auftaktspiel brachte die Deutsche U15-Meisterin ihre Farben mit einem 9:0 9:0 9:0 gegen Claudia Naujok in Führung. Julian Kischel unterlag – wie vorher erwartet – gegen Valentin Rapp in 4 Sätzen. Und Jannik Jauer bezang im entscheidenden Spiel an der Position 2 Janina Lüttge 9:5 9:4 9:6 und sicherte seinem Team somit den Einzug in die Finalrunde.
Für diese qualifiziere sich erwartungsgemäß der SC Königsbrunn aus der Gruppe A. Eine Sensation gab es hingegen in der Gruppe C, in der der Favorit Blieskastel Homburg mit der deutschen U17-Meisterin Franziska Hennes und dem U15-Jugendnationalspieler Jens Hennes an Gastgeber SRC Hünxe mit 1:2 scheiterte.

Im ersten Finalspiel besiegte Königsbrunn Hünxe 2:1. Im zweiten Finalspiel Paderborn – Hünxe schickte Beer nun seine Stammbesetzung mit Keßler, Kischel und Wiese ins Rennen. Wiese – an diesem Wochenende von der Konkurrenz nie richtig gefordert – bezwang Karina Meteling 9:0 9:0 9:2. Im Spiel an Position 1 unterlag Keßler dem stärksten Spieler dieser Meisterschaft, dem Holländer Rick Penders erwartungsgemäß 5:9 3:9 3:9. Somit musste das Spiel an der Position 2 zwischen Kischel und Tim Breidenbach, der tags zuvor noch den Jens Henens 3:2 bezwungen hatte – die Entscheidung bringen. Und Kischel bot dem begeisterten Paderborner Anhang, welcher nach Hünxe zur Unterstützung gereist war, eine Galavorstellung. In den ersten beiden Sätzen jagte er Breidenbach durch den Court und gewann diese 9:0 9:0. im 3. Satz hielt Breidenbach dagegen und gewann diesen knapp mit 9:7. Im 4. Satz fand Kischel seinen Rhythmus wieder und siegte 9:1.
Somit wurde das letzte Finalspiel gegen Königsbrunn zu einem echten Endspiel. Coach Beer vertraute derselben Aufstellung wie gegen Hünxe. Annika Wiese siegte im Auftaktspiel gegen Larena Sirch 9:1 9:4 9:5. An der Position 1 hatte marcel keßler gegen einen anfänglich sehr nervösen Adrian Sirch einen guten Auftakt, konnte aber sein Spiel nicht durchziehen und unterlag 6:9 0:9 2:9. Somit musste wieder das letzte Spiel die Entscheidung bringen. Julian Kischel bot dem favorisierten Simon Vaclahovski einen beherzten Kampf, musste aber zunehmend der vorherigen harten Begegnung gegen Breidenbach Tribut zollen und verlor in 4 Sätzen 2:9 10:9 0:9 0:9.
Jugendwart Robert Alt gratulierte dem neuen Titelträger und die Enttäuschung bei seinen Jugendlichen währte nur kurz: Nächste Saison soll der Mannschaftspokal wieder nach Paderborn geholt werden. Und die Vorraussetzungen dafür sind blendend: Die Mannschaft bleibt zusammen und von hinten drängen weitere ambitionierte Jugendliche wie Tobias Wächter in die Mannschaft. Nach dem Finalturnier um den Juniorcup nächsten Sonntag geht es zunächst in die wohlverdiente Sommerpause, nach der dann der neue Headcoach Wael el Batran neue Akzente setzen wird.