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Paderborner
Squash Club |
29. Deutsche Squash
Einzelmeisterschaften |
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Pressemitteilung 15.01.2004
29. Deutsche Squash Einzelmeisterschaften vom 21. bis 25. Januar 2004
Paderborner Clubmeisterschaft in Mülheim?
Turnier in Bornheim vom 2. bis 4. Januar diente als Test zur Formüberprüfung
Die 29. Deutschen Einzelmeisterschaften in Mülheim beginnen in etwas mehr als
einer Woche und so langsam schälen sich die Titelkandidaten heraus. Da in diesem
Jahr vor den Einzelmeisterschaften kein Bundesligaspieltag mehr ist (nur noch
vier Nachholspiele in der 2. Liga Nord) war das Turnier in Bornheim vom 2. bis
4. Januar der letzte harte Formtest für Spielerinnen und Spieler. Bei den Herren
unterstrich Stefan Leifels, dass er „heiß“ auf den Titel ist, bei den Damen –
war in Abwesenheit von Sabine Tillmann die junge Bayerin Kathrin Rohrmüller
Siegerin.
Die 20-jährige gebürtige Rosenheimerin, hatte aber noch einen anderen Grund zur
Freude: Nicht nur, dass sie im Finale ihre alte Rivalin Katharina Witt mit 3:0
bezwang, sondern, dass sie durch den Turniergewinn genügend Punkte gesammelt
hatte, um auch in der Deutschen Rangliste an Sabine Tillmann vorbeizuziehen.
Begünstigt wurde dies, durch die Aufgabe-Niederlage Tillmanns am 7. Dezember
beim Ranglistenturnier in Koblenz gegen Kathrin Rohrmüller. Sabine Tillmann (CW
Bonn/Mülheim) hatte seit 1989 die Spitzenposition inne und wurde sechs Jahre
lang in der Topten der Weltrangliste geführt. Tillmann spielte in den letzten
Monaten nicht mehr alle Turniere zur Wertung der Deutschen-Rangliste mit.
Deshalb erhebt sich zu Recht die Frage, ob es bei den Damen nach der grandiosen
Serie von 16 Titeln in Folge für die knapp 30-jährige Sabine Tillmann, eine
Wachablösung und erstmals seit anderthalb Jahrzehnten eine Neue Deutsche
Meisterin gibt?
Nur schwer wird es werden, dem Paderborner Stefan Leifels den Titel streitig zu
machen. Die Nummer 1 der Deutschen Rangliste verlor in Bornheim zwar das
Endspiel gegen den Australier Raj Nanda, doch alle deutschen Spieler ließ er
hinter sich. Der mehrfache Deutsche Mannschaftsmeister (mit dem HSC Nürtingen,
dem OSC Ingolstadt und Paderborner SC) und zwei Doppeltiteln will nach Jahren
vergeblichen Anrennens nun endlich auch die Einzelmeisterschaft gewinnen. Kaum
einer der dies dem sympathischen Nationalspieler nicht gönnen würde. Zumal die
härtesten Konkurrenten gar nicht am Start sind: Vorjahressieger Lars Harms fehlt
ebenso wie Simon Frenz oder Altmeister Hansi Wiens. In Bornheim konnten weder
Halbfinalgegner Hansi Seestaller (Schängel SC
Koblenz) noch Martin Maierhofer (Skwosch Frösche Marburg) oder der Karlsruher
Matthias Heinemann den Beweis erbringen, dass für sie mehr als das Viertelfinale
machbar wäre.
Höchste Gefahr droht Leifels von dem ein Jahr jüngeren Oliver Pettke
(Court-Wiesel Bonn/Mülheim), der ihn in der Bundesliga schon schlagen konnte und
zudem in Mülheim ein echtes Heimspiel hat. Leider treffen beide aufgrund der
Setzarithmetik bereits im Viertelfinale aufeinander.
Der zweite harte Konkurrent, Lars Osthoff, Teamkollege in Paderborn, war in
Bornheim nicht am Start. Dennoch ist er zusammen mit Oliver Post (Court-Wiesel
Bonn/Mülheim) auf jeden Fall in der unteren Hälfte ganz vorne zu finden. Die
Experten erwarten ihn im Finale – das wäre dann quasi eine Paderborner
Clubmeisterschaft auf Mülheimer Boden.