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Paderborner
Squash Club |
Pressemitteilung 27.01.2006
31. Deutsche Squash-Einzelmeisterschaften
vom 25. bis 29. Januar 2006
Baker am Ziel seiner Wünsche – Witts Wille war stärker
Stuttgarter Simon Baker gewinnt gegen Jens Schoor (Worms) nach hartem Match – Katharina Witt löst Karin Berière ab
| Es war ein hartes Stück Arbeit, das Simon Baker
(Sport-Insel Stuttgart) verrichten musste, ehe er den letztlich verdienten
Gewinn seiner ersten Deutschen Meisterschaft feiern konnte. Erst im
vierten Satz gab sich der junge Jens Schoor (Black & White Worms) gegen
den 14 Jahre älteren Simon Baker geschlagen. Mit 27 Jahren ist Katharina
Witt (1. SC Bordesholm) der große Coup gelungen: Im Damenfinale bezwang
sie die klare Favoritin Karin Berière (CW Bonn/Mülheim) in fünf Sätzen und
gewann zum ersten Mal den Deutschen Einzeltitel. Damit gibt es zwei
Deutsche Meister, die diesen Titel zum ersten Mal in ihrer Karriere
gewannen. „Ich war als Favorit ziemlich unter Druck, aber jetzt bin ich einfach nur froh“, war die erste Reaktion von Simon Baker, nachdem er in vier Sätzen Jens Schoor niedergerungen hatte. Denn es war alles andere als ein leichter Sieg. Jens Schoor fand sofort ins Match, dominierte den Satz und auch im zweiten schien es gerade so weiter zu gehen. Doch trotz Führung gelang es dem 18-Jährigen, der für Worms in der 1. Bundesliga spielt nicht, den Satz nach Hause zu bringen. Baker hatte sein Spiel umgestellt, die Bälle länger gespielt und blieb von der gefährlichen Vorhand Schoors weg. „Es war ganz wichtig, dass ich den zweiten Satz gewonnen habe, sonst wäre es schwer geworden“, kommentierte der gebürtige Australier. Im dritten Satz brachte sich Baker dann selbst in Schwierigkeiten: Nach einer 9:4-Führung musste er gegen Schoor noch in den Tiebreak, den er dann etwas glücklich gewann. Damit war eine Vorentscheidung gefallen. Zudem versenkte Baker zu Beginn des vierten Satzes noch drei Bälle im Nick, was eine schnelle Führung bedeutete. „Das wollte eigentlich ich machen, aber Simon war heute insgesamt einfach besser“, anerkannte Jens Schoor die Leistung seines Gegners. Der ließ im vierten Satz wirklich nichts mehr anbrennen und brachte den Sieg unter dem Jubel seiner mitgereisten Stuttgarter Fans unter Dach und Fach. Mit Simon Baker (32 Jahre) hat nicht nur der erfahrenere Spieler gewonnen, sondern auch der Spieler, der mit André Haschker, Stefan Leifels und Tim Weber die härtesten Brocken auf dem Weg ins Finale aus dem Weg geräumt hat. Jens Schoor gehört sicherlich die Zukunft. „In ein paar Jahren wird er solche Spiele nicht mehr verlieren“, meinte Baker über seinen Gegner Jens Schoor. Der hat gerade Abitur geschrieben und will demnächst auf die PSA-Tour, um auch internationale Erfahrung zu sammeln. „Da musst du durch“, stachelte ihr Freund Moritz Dahmen Katharina Witt beim Stand von 2:2 in der Pause an. Und tatsächlich gab der größere Siegeswille den Ausschlag in diesem jede Minute spannenden Match. 17 Jahre lang stellte sich die Frage nach der Deutschen Meisterin eigentlich überhaupt nicht, denn Sabine Schöne, später Tillmann hatte den Titel „abonniert“. Karin Berière konnte sich nur ein Jahr lang über den Meisterpokal freuen. Die in Österreich lebende 32-Jährige ging zu passiv ins Spiel, wie sie selbst hinterher analysierte. So war es Katharina Witt, die Druck machte, das Tempo bestimmte und zwangsläufig die ersten beiden Sätze für sich verbuchte. „Ein Spiel ist erst nach dem letzten Ballwechsel zu Ende.“ Nach dieser Devise handelte Karin Berière und fightete im dritten Satz zurück, profitierte dabei allerdings von einem Nachlassen bei Katharina Witt, die ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollte. So gingen die Sätze 3 und 4 ohne große Gegenwehr an die Spielerin von CW Bonn/Mülheim und die Zuschauer auf den vollbesetzten Rängen glaubten schon an die große Wende und den zweiten Titel für Berière. Doch nach mehreren vergeblichen Anläufen zum Titelgewinn wollte Katharina Witt nicht noch einmal kurz vor dem Ziel scheitern. Die Entschlossenheit stand ihr ins Gesicht geschrieben, als sie zum fünften Satz in den Court ging. Bis zum Stand von 4:4 war alles offen, keine Spielerin konnte sich einen Vorteil verschaffen. Dann setzte sich die Bordesholmer Bundesligaspielerin Punkt für Punkt ab. Mit einer Becker-Faust quittierte sie den Spielball zum 9:4 und fiel anschließend ihrem Vater um den Hals, der sie beglückwünschte. Weitere Informationen finden Sie unter www.squashnet.de, Logo DEM anklicken (linke Menüleiste). Bernd Ruof (Pressesprecher) Deutscher Squash Rackets Verband Medienbetreuung Deutscher Squash Pool Werbe- und Vertriebs GmbH Gutenbergstr. 10 73760 Ostfildern Tel: +49- (0) 711-4414623 Fax: +49- (0) 711-413598 Mobil: +49- (0) 172-7211162 Mail: schmidl@squashnet.de |