Paderborner Squash Club
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EUROPEAN CLUB TEAM CHAMPIONSHIPS 2002

Alle Ergebnisse

Vorbericht PSC

Bilder v. Ralf Pollmann

DSL-Bericht

European Club Championships in Aix-en-Provence

Paderborner Squasher holen Bronze

Hoch erhobenen Hauptes haben die Paderborner Squasher Aix-en-Provence verlassen. Zwar hat es für den deutschen Vertreter bei den europäischen Clubmeisterschaften nicht ganz gereicht: Der Deutsche Squash-Mannschaftsmeister des Jahres 2002 schied im Halbfinale gegen den späteren Sieger Capitol St. Cloud, France, aus, sicherte sich aber gegen das englische Team aus Pontefract den 3. Platz und damit die Bronzemedaille. "Das Team hat gut gespielt und gekämpft", zog Teammanager Andreas Preising das erste Fazit.

Schon bei der Ankunft und dem Blick auf die Gegner - insgesamt traten 16 Herrenteams und zwölf Damenmannschaften an – war nach den Worten von Andreas Preising klar, dass der Sieg nicht zu holen sein würde. Das französische Team von Capitol St. Cloud, das schon im Vorjahr gewonnen hatte, bot eine Mannschaft auf, die zwar keinen einzigen Franzosen in ihren Reihen hatte, aber mit Stars nur so gespickt war: Allen voran die Nummer 4 der Weltrangliste, der Australier Stewart Boswell, dann der Engländer Lee Beachill (Nr. 8), Mark Chaloner (England), Nummer 9 der Welt und der Waliser Alex Gough als Nummer 19. Auf der "Ersatzbank" saß unter anderem Del Harris.

Die Paderborner hatten zwar den Weltranglistenersten Peter Nicol und Tim Garner dabei, setzten aber auf ihre Eigengewächse Stefan Leifels, Edgar Schneider, Lars Osthoff und Felix Lobert. In der Vorrunde setzte sich der PSC zunächst souverän mit 4:0 gegen die Iren. Auch das zweite Spiel gegen die israelische Mannschaft von Maccabia war keine unüberwindliche Hürde. Garner, Leifels, Schneider und Lobert gewannen mit 4:0. Zum Gruppensieg reichte nun ein Unentschieden gegen die holländische Mannschaft von Zwolle, die mit dem Australier Joseph Kneipp, dem Finnen Janne Kytannen, Lucas Buit und Michael Vertogen antrat.

Den Grundstein zum Sieg legte dabei mit einem 3:0-Erfolg der junge Lars Osthoff, der in jüngster Zeit immer stärker wird, und für dieses Spiel den Vorzug vor Edgar Schneider erhielt. Stefan Leifels verlor das zweite Match gegen Buit ebenfalls 3:0. Tim Garner brachte dann die Paderborner durch ein 3:0 über Kytannen auf die Siegerstraße. Ohne voll zu spielen, reichte dann Peter Nicol ein Satzgewinn gegen Kneipp. So zogen die Paderborner ins Halbfinale ein, trafen dort jedoch wegen der unglücklichen Auslosung auf den hohen Favoriten Capitol St. Cloud. Lars Osthoff hatte es als erster mit seinem künftigen Mannschaftskameraden Alex Gough zu tun, der ihm zwei Mal die Höchststrafe verpasste. Edgar Schneider ging es gegen Mark Chaloner nicht besser. Nicol gewann zwar einen Satz gegen Boswell, dies änderte jedoch ebenso wenig an der Niederlage wie Garners auf zwei Sätze verkürzter vergeblicher Kampf gegen Beachill.

Doch die Paderborner Mannschaft bewies Moral und wollte am Sonntag den 3. Platz. Der wurde dann auch verdientermaßen durch ein 3:1 über Pontefract geholt, wobei Schneider, Leifels und Nicol punkteten. Im Endspiel servierte dann Capitol St. Cloud die Mannschaft aus Rouen ebenfalls mit 4:0 ab. Und dies trotz der Besetzung: John White, Martin Heath, Greg Gaultier und Stephane Galifi.

"Es hat Spaß gemacht", kommentierte Andreas Preising das Wochenende in Südfrankreich. "Ich denke wir haben das deutsche Squash gut vertreten". Außerdem habe sich gezeigt, dass die Mannschaft sehr stark zusammengewachsen ist. "In diesem Bewusstsein gehen wir optimistisch in die Bundesligasaison und werden Court-Wiesel Bonn/Mülheim einen heißen Tanz liefern", so Preising.