Paderborner Squash Club
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Pressemitteilung DSRV 29.04.01

 29. European Team Championships 2001

Ende gut, (fast) alles gut für

Deutsches Squash-Team

Herren belegen in Eindhoven Platz 6 – Damen erreichen noch Rang 5

Einigermaßen versöhnlich endete für die deutsche Squash-Nationalmannschaft die 29. Europameisterschaft im niederländischen Eindhoven: Die Herren erreichten Platz 6, die Damen schafften nach katastrophalem Start in ihrer Gruppe mit drei Spielen ohne Sieg noch Rang 5. Die Titel holte sich wie immer England sowohl bei den Herren durch einen Sieg klaren 4:0-Erfolg über Frankreich, als auch bei den Damen. Dort gewann das Team von der Insel gegen die jungen Däninnen im Finale mit 3:0.

Nachdem die deutschen Herren nur wegen des schlechteren Spieleverhältnisses gegenüber Wales das Halbfinale verpasst hatten, mussten sie im ersten Match um Platz 5 gegen die Italiener ran. Dabei machte es vor allem Florian Pößl (OSC Ingolstadt) in einem Fünfsatz-Match gegen Andrea Capella spannend. Er gewann jedoch ebenso, wie Stefan Leifels (Paderborner SC), der Rückkehrer ins Nationalteam. Nach rund fünf Jahren trug er zum ersten Mal wieder die deutschen Farben und lieferte eine starke Leistung ab. Er gewann gegen den Italiener Mirko Parecchini und verlor im gesamten Turnier nur zwei Spiele. Simon Frenz (OSC Ingolstadt) musste sich zwar dem Weltklassespieler Davide Bianchetti in drei Sätzen beugen, aber Oliver Kowalski (Court Wiesel Pützchen, Bonn) stellte danach den Teamsieg durch seinen 3:1-Erfolg über Jose Facchini sicher. Im zweiten Spiel gegen die Schweden schien die deutsche Mannschaft mit ihrer Kraft am Ende: Pößl und Leifels verloren glatt gegen Johan Jüngling und Christian Drakenberg. Simon Frenz Sieg über Daniel Forslund reichte nicht, da Oliver Kowalski gegen Fredrik Almquist verlor. So blieb letztlich Rang 6 für die deutschen Herren. Alles in allem zufriedenstellend. Richtig ist sicher auch der Einbau der beiden Jungnationalspieler Oliver Post (1. SC Bonn-Pennenfeld) und Hansi Seestaller (KSC Rosenheim), die in den Gruppenspielen zum Einsatz kamen und überzeugen konnten. Bundestrainer Manfred Herwig will mit dieser Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern den Generationswechsel im deutschen Herrensquash vollziehen.

Bei den Damen zeigte sich, dass die Paderbornerin Sabine Baum (etatmäßige Nummer 2), die aus beruflichen Gründen nicht teilnehmen konnte, so schnell nicht zu ersetzen ist. Vor allem, da Deutschlands 14-fache Rekordmeisterin Sabine Schöne (Play Off Rackets Herford) nach Verletzung noch nicht wieder an ihre alte Form anknüpfen konnte und Karin Beriere (Play Off Rackets Herford), Simone Korell (Gütersloher SC) und Katharina Witt (Play Off Rackets Herford) zumindest in den Gruppenspielen dem Druck des Gewinnenmüssens nicht standhalten konnten. Fünf Vizemeistertitel in den vergangenen fünf Jahren waren eine zu hohe Belastung. So verlor das deutsche Team ihre drei Gruppenspiele unter Wert. Erst in den Platzierungsspielen um Rang 5, kämpfte die Mannschaft und spielte befreiter auf. Zunächst wurde Belgien glatt mit 3:0 bezwungen, dann die stark eingeschätzten Französinnen geschlagen und schließlich die Schottinnen besiegt, gegen die man in den Gruppenspielen noch unterlegen war. Platz 5 war der verdiente Lohn für die bessere zweite Hälfte der EM bei den Damen.

Platzierungen bei den Männern

1. England
2. France
3. Finland
4. Wales
5. Sweden
6. Germany
7. Netherlands
8. Italy
9. Switzerland
10. Spain
11. Austria
12. Scotland
13. Denmark
14. Ireland
15. Belgium
16. Greece
17. Slovenia
18. Czech Republic
19. Norway
20. Hungary

Finale:

England - France

Mark Chaloner - Juha Raumolin 9/1 9/4 9/7

Paul Johnson - Mika Monto 5/9 9/4 10/9 3/9 3/9

Lee Beachill - Olle Poutiainen 9/3 9/2 9/0

Nick Taylor - Janne Kyttanen 10/9 9/3 9/4

 

1. Spiel um Platz 5

Germany - Italy 3-1

Simon Frenz - Davide Bianchetti 7/9 2/9 5/9

Oliver Kowalski - Jose Facchini 9/2 9/4 9/0

Stefan Leifels - Mirko Parecchini 5/9 9/6 9/5 9/5

Florian Pößl - Andrea Capella 9/2 7/9 3/9 9/4 9/2

 

2. Spiel um Platz 5

Sweden - Germany 3-1

Daniel Forslund - Simon Frenz 7/9 9/0 7/9 0/9

Fredrik Almqvist - Oliver Kowalski 9/1 9/1 10/9

Christian Drakenberg - Stefan Leifels 9/4 9/2 9/1

Johan Jüngling - Florian Pößl 10/8 9/5 9/6

Platzierungen bei den Frauen

 

1. England
2. Denmark
3. Switzerland
4. Netherlands
5. Germany
6. Scotland
7. France
8. Ireland
9. Belgium
10. Spain
11. Wales
12. Finland
13. Austria
14. Italy
15. Slovakia
16. Norway
17. Hungary

1. Spiel um Platz 5

Germany - Belgium 3-0

Sabine Schöne - Kim Hannes 9/7 9/2 9/1

Karin Beriere - Katline Cauwels 9/0 9/6 9/0

Simone Korell - Sil Schrijvers 9/1 9/7 9/7

 

2. Spiel um Platz 5

Germany - France 2-1

Sabine Schöne - Isabelle Stoehr 2/9 9/6 1/9 9/7 9/3

Karin Beriere - Corine Castets 1/9 9/10 0/9

Simone Korell - Mylene Demuylder 9/4 9/2 9/3

 

3. Spiel um Platz 5

Germany - Scotland 2-1

Sabine Schöne - Senga MacFie 4/9 8/10 9/4 9/7 3/9

Karin Beriere - Wendy Maitland 9/6 9/2 7/9 9/0

Simone Korell - Susan Dalrymple 8/10 9/2 9/4 10/8