Paderborner Squash Club
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Deutsche Jugendmannschaftsmeisterschaft 1999 in Hünxe

PSC-Jugend wird Deutscher Vizemeister

Es hat nicht ganz gereicht für die Jugend des Paderborner Squash Club: Der HSC Singen, in den letzten 4 Jahren ebenfalls immer unter den besten Drei, holte sich nach 1997 zum zweitenmal den Pott und löste die Paderborner als Meister wieder ab.

9 Mannschaften hatten für die Endrunde in Hünxe gemeldet und es wurde ein Top-Veranstaltung. Die Mannschaft wurden in der Vorrunde zunächst in 3 Dreiergruppen aufgeteilt, die Gruppensieger spielten dann um den Titel. In der Vorrunde hatten die PSC-er wenig Probleme und setzten sich in der Aufstellung Lars Osthoff, Sebastian Fleary, Simone Leifels, Jennifer Aldag und Tatjana Hoffmann sowohl gegen den SC Schifferstadt als auch den SC Linden jeweils deutlich mit 5:0 durch und qualifizierten sich souverän für die Endrunde um den Titel. In der Gruppe 2 setzte sich der HSC Singen gegen den SRC Matchball und Neumünster durch, während es in der 3. Gruppe eine faustdicke Überraschung gab: Hier gewann der Niedersachsenmeister SRV Langenhagen gegen Schwelm und dem vorher als Mitfavoriten gehandelten bayerischen Meister Kefer Rosenheim mit seinen Jugendnationalspielern Hansi Seestaller und Kathrin Rohrmüller mit 3:2. Entsprechend sauer reagierte dann auch der bayerische Betreuer gegenüber seinen Spielern: "Maul vorher aufreißen und dann nichts zeigen, ich hab die Faxen dicke".

Im ersten von 2 Endspielen hatten es die PSCér mit Langenhagen zu tun. Für Tatjana Hoffmann kam Esteban Calderon zum Einsatz. Jennifer Aldag mußte in der Auftaktbegegnung gegen Claudia Müller alles geben um sich letztendlich mit 8/10 9/3 10/8 9/7 durchzusetzen. Esteban Calderon hatte gegen den 4 Jahre älteren Martin Tonn erwartungsgemäß keine Chance und verlor mit 0:3, "verkaufte" sich aber prächtig. Die Vorentscheidung fiel dann an der Position 3, hier setzte sich Simone Leifels überraschend deutlich mit 9/6 9/6 9/7 gegen David Langer durch. Zwar konnte Langenhagen nochmal egalisieren, denn Sebastian Fleary mußte sich mit 9/6 8/10 8/10 7/9 knapp geschlagen geben. Lars Osthoff machte schließlich den entscheidenden Punkt: dem Niedersachsenmeister Daniel Zilic ließ er beim 9/2 9/5 10/9 keine Chance.

Im 2. Endspiel gewann der HSC Singen gegen Langenhagen ebenfalls knapp mit 3:2, womit es am Sonntag dann ein echtes Endspiel zwischen Paderborn und Singen um die DM-Krone geben sollte. Und es begann für die von den Stadtwerken Paderborn unterstützte PSC-Jugend verheißungsvoll: Tatjana Hoffmann zeigte gegen Nicole Weisleder überhaupt keine Nerven und fegte diese beim 9/0 9/2 9/2 förmlich aus dem Court. Dies war dann für einige Zeit leider das einzige Erfolgserlebnis. Jennifer Aldag verlor gegen Roland Orendt mit 8/10 0/9 6/9. Auch Simone Leifels war gegen den Oberligaspieler Andre Haschker beim 3/9 5/9 1/9 chancenlos. Die Entscheidung fiel dann bereits an der Position 2: Sebastian Fleary gewann den Zweitbundesligaspieler Thorsten Orendt den ersten Satz mit 9/0, konnte das Tempo aber nicht durchhalten und gab die Sätze 2,3 und 4 mit 5/9 2/9 und 6/9 ab. Freude bei den Siegern, bittere Enttäuschung bei den Paderbornern. Lars Osthoff und Nico Bruno zeigten noch mal ein absolutes Spitzensspiel, in dem der PSC´er mit 9/7 im 5. Satz knapp die Oberhand behielt.

Delegationsleiter Robert Alt gratulierte anschließend dem Sieger, der ein würdiger neuer deutscher Meister ist. Trainer Wael el Batran war zwar noch etwas traurig ("Schade, mit 3 Mädchen deutscher Meister zu werden, dies wäre wohl ein Rekord für die Ewigkeit gewesen), aber der Vizetitel zählt unter diesen Umständen wohl genauso. Insgesamt war die Endrunde eine gelungene Veranstaltung, die bei einer perfekten Organisation Top-Sport bot.